Corona News Schweden: Auch ohne Lockdown massiver Wirtschaftseinbruch in Schweden

Schwerster Einbruch des BIP in Schweden seit 40 Jahren.
© Roxana Bashyrova /Shutterstock.comSchweden hat in der Corona-Krise eine andere, viel lockerere Strategie ohne harte Maßnahmen gegen das Coronavirus oder gar einen Lockdown verfolgt. Trotz des Verzichts auf strikte Ausgangs- oder Kontaktbeschränkungen hat das Land einen massiven Konjunktureinbruch im zweiten Quartal verzeichnet. Wie die nationale Statistik-Behörde am Mittwoch in Stockholm mitteilte, ging das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 8,6 Prozent im Vergleich zum vorangegangenen Quartal zurück.
Stärkster Konjunktureinbruch in Schweden seit 40 Jahren
Der starke Rückgang des BIP ist den vorläufigen Angaben der Statistikbehörde zufolge der schwerwiegendste in Schweden in den vergangenen 40 Jahren. Die wirtschaftliche Talfahrt dort ist damit kaum weniger gravierend als in Deutschland und einigen anderen europäischen Staaten. Im Vergleich zum zweiten Quartal 2019 fiel der Rückgang des BIP mit minus 8,2 Prozent ebenfalls massiv aus.
Darum ist das BIP in Schweden eingebrochen
Experten führten das starke Minus vor allem auf die Exportabhängigkeit der schwedischen Wirtschaft zurück, die damit von Problemen in anderen Ländern ebenfalls stark getroffen werde. Der Analyst Torbjorn Isaksson von der Nordea Bank wies zudem darauf hin, dass die Lage immer noch deutlich besser sei als im Durchschnitt der EU und insbesondere als in südeuropäischen Staaten wie Spanien oder Italien.

