Der autonomen Region Südtirol bleibt beim zweiten Lockdown in Italien die Einstufung als „rote Zone“ erspart. Anders als von lokalen Medien zunächst erwartet gilt das Gebiet ab Freitag, 6. November, nur als „gelb“. Im Unterschied zu Mailand und der gesamten Lombardei gibt es somit keinen Hausarrest, bei dem man die eigene Wohnung nur zum Arbeiten, Einkaufen und Arztbesuch verlassen dürfte und eine Selbstauskunft mit sich führen dürfte.

Corona-Lockdown für 23 Gemeinden in Südtirol

Allerdings gilt in ganz Südtirol abends ab 20 Uhr eine allgemeine Ausgangssperre, und für 23 stark von Corona betroffene Gemeinden inklusive Bozen hat der Landeshauptmann weitergehende Maßnahmen erlassen. Dort werden 14 Tage lang Schulen und Kindergärten geschlossen. Außerdem läuft eine Zwangspause für Bars, Restaurants sowie den Einzelhandel in nicht lebensnotwendigen Bereichen, und die Bürgermeister können die Bewegungsfreiheit sogar im Ort einschränken. Die 23 Gemeinden in Südtirol sind damit nahezu den roten Zonen in anderen Teilen Italiens gleichgestellt.

Nächtliche Ausgangssperre in Italien ab Donnerstag wegen steigender Corona-Infektionszahlen

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus verhängt Italien eine nächtliche Ausgangssperre von 22.00 Uhr abends bis 5.00 Uhr morgens. Außerdem teilt die Regierung das Land in drei Risikozonen ein und erlässt Teil-Lockdowns für besonders gefährdete Gebiete. Das geht aus dem Dekret hervor, das Ministerpräsident Giuseppe Conte in der Nacht zu Mittwoch in Rom unterschrieben hat.

Rote Zonen in Italien

  • Lombardei
  • Piemont
  • Aostatal
  • Kalabrien

Corona Italien: Halbierung der Plätze im ÖPNV

National gelten die allgemeinen Einschränkungen zunächst bis zum 3. Dezember. Vorgesehen ist unter anderem eine Halbierung der Plätze im ÖPNV, die Schließung von Einkaufszentren am Wochenende sowie Fernunterricht an den Oberschulen.
Maßgeblich für die Einstufung sind 20 Faktoren wie die Belegung von Intensivbetten. Am Mittwoch wurden in Italien 30.550 neue Corona-Fälle gemeldet, wobei die Entwicklung der Zahlen stagnierte. Beobachter halten eine allmähliche Stabilisierung für möglich.