• In Baden-Württemberg wird voraussichtlich an diesem Wochenende die Hälfte aller Impfberechtigten im Land mindestens eine Impfung erhalten haben.
  • Alkohol trinken, Schwimmen, in die Sonne gehen: Was darf man nach der Corona-Impfung?
Die Corona-Impfungen in Deutschland gehen voran. Immer mehr Menschen sind geimpft. Dass es nach dem Piks zu Nebenwirkungen kommen kann ist bekannt. Doch muss man sein Verhalten anpassen. Worauf sollte man nach der Impfung achten?
  • Darf man Alkohol trinken nach der Corona-Impfung?
  • Darf man Schwimmen nach der Corona-Impfung?
  • Ist Sport treiben erlaubt?
  • Darf man nach der Corona-Impfung in die Sonne?

Nach Corona-Impfung Alkohol trinken: Worauf man achten sollte

Nach Angaben der Frankfurter Virologin Sandra Ciesek hat Alkohol keinen großen Einfluss auf den Immunschutz. Allerdings sei es nicht ratsam, rund um einen Impftermin viel Alkohol zu trinken. „Große Mengen Alkohol sind schließlich Gift für den Körper. Und wenn der Körper nach einer Impfung mit der Immunabwehr beschäftigt ist, sollte man ihn nicht auch noch mit Giftstoffen belasten.“
Experten raten darüber hinaus dazu, nach der Corona-Impfung auf das Rauchen zu verzichten. Ein negativer Effekt auf die Impfwirkung wurde zwar bisher nicht wissenschaftlich nachgewiesen. Doch nicht nur Alkohol, sondern auch Nikotin ist ein Giftstoff, der den Körper zusätzlich fordert.

Sport und Schwimmen nach Corona-Impfung: Das raten RKI und Gesundheitsexperten

Die Wirkung der Impfung wird durch Sport zwar nicht beeinträchtigt, aber eine starke körperliche Belastung kann eine unerwünschte Impfreaktion auslösen. Etwa leichtes Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen. Deshalb ist weniger Anstrengung nach einer Impfung mehr, heißt es seitens der Experten der Krankenkasse Barmer. Wie lange pausiert werden soll, hänge von der körperlichen Fitness, der ärztlichen Empfehlung und der Art des Impfstoffes ab. Die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut rät für Erwachsene und Kinder:
  • Einige Tage Pause bei einer Impfung mit Totimpfstoffen. Etwa gegen die Erreger von Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten, Kinderlähmung.
  • Sieben Tage Pause bei einer Immunisierung mit Lebendimpfstoffen. Zum Beispiel bei einer Impfung gegen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken.
  • Über einen geeigneten zeitlichen Abstand zwischen einer Impfung gegen Covid-19 und sportlicher Aktivität gebe es noch keine belastbaren Erkenntnisse.

Corona-Impfung in den sportlichen Alltag integrieren

Freizeit- und Leistungssportler sollten versuchen, ihren Impftermin in die Regenerationsphase zu legen. Nach dem Pieks sollten sie genügend Karenzzeit zwischen der Immunisierung und einem Wettkampf einplanen und auf maximales Ausdauer- und Krafttraining erst einmal verzichten. Als Faustregel gilt: Eine Impfung impliziert kein grundsätzliches Bewegungsverbot. Bewegung ist gesund und tut uns gut. Je nach Fitness lässt sich diese Empfehlung vielleicht so übersetzen: Spazierengehen: ja. Halbmarathon: nein.

Darf man nach der Corona-Impfung in die Sonne?

Die Temperaturen steigen und natürlich wird weiter geimpft. Ob man sich danach in die Sonne legen kann oder nicht hängt von der eigenen Reaktion auf die Impfung ab. Grundsätzlich sollte man aber vorsichtig sein, denn Hitze und direkte Sonneneinstrahlung stressen den Körper zusätzlich. Nebenwirkungen können zudem verzögert eintreten, weshalb es wichtig ist, auf den Körper zu hören.

Nachwirkungen der Corona-Impfung: Wie lange ist man krank nach der Corona-Impfung?

Typische Beschwerden nach einer Impfung sind Rötung, Schwellungen und Schmerzen an der Impfstelle am Arm, schreibt das Robert Koch-Institut. Auch Allgemeinreaktionen wie:
  • Fieber,
  • Kopf- und Gliederschmerzen
  • und Unwohlsein sind möglich.
Diese Reaktionen sind Ausdruck der erwünschten Auseinandersetzung des Immunsystems mit dem Impfstoff und klingen in der Regel nach wenigen Tagen komplett ab. Weitere Infos zu Impfkomplikationen und Impfschäden gibt es auf der Homepage des Robert Koch-Instituts.

Ist Autofahren nach der Corona-Impfung erlaubt?

„Grundsätzlich sollten körperliche Anstrengungen und Saunagänge unmittelbar nach einer Impfung vermieden werden“, heißt es ebenfalls in der Mitteilung der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg. „Nach jetzigem Kenntnisstand ist Autofahren nach der Impfung erlaubt.“
Dies hängt jedoch auch davon ab, wie man sich nach der Impfung fühlt, betonen Experten. Da bei der Corona-Impfung ohnehin eine Nachbeobachtungszeit von 15 Minuten empfohlen werde, sollten eventuelle Beschwerden in dieser Zeit auffallen, heißt es in einem Bericht der Stuttgarter Zeitung. Bei bestimmten Risikogruppen werde darüber hinaus zu einer längeren Beobachtungszeit von bis zu 30 Minuten geraten, um eventuelle Impfkomplikationen festzustellen. Das Robert Koch-Institut hat Antworten auf häufig gestellte Fragen wie diese auch auf rki.de veröffentlicht.