• Am Mittwoch, 10.2., findet der nächste Corona-Gipfel mit Kanzlerin Merkel statt.
  • Mögliche Lockdown-Lockerungen könnten mit einem Stufenplan umgesetzt werden.

Aktuelle Corona-Zahlen Deutschland: Neueste RKI-Fallzahlen am 7.2.21 zu Inzidenz, Neuinfektionen und Toten

Das Robert-Koch-Institut hat am Morgen die neues Fallzahlen gemeldet. Zu beachten: An Wochenenden fallen die Neuinfektionen häufig geringer aus, da nicht alles Bundesländer ihre aktuellen Fälle melden.
  • Neuinfektionen: Das RKI teilt mit, dass die Gesundheitsämter am Sonntagmorgen 8616 neue Corona-Fälle in Deutschland registriert haben. Gestern waren 10.485 Neuinfektionen gemeldet worden und am Sonntag der vergangenen Woche, 31.1.21, waren es insgesamt 11.192 Neuinfektionen binnen 24 Stunden.
  • „Zeit Online“ berichtet, dass es heute 8043 Neuinfektionen gibt. Die Zahlen von Zeit Online basieren auf den direkten Angaben aus den Landkreisen. Sie sind weniger als die Statistiken des Robert Koch-Instituts von verzögerten Meldeketten betroffen und können deshalb abweichen.
  • Rekord an Neuinfektionen: Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 Fällen am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.
  • Infizierte: Insgesamt wurden laut dem RKI seit Beginn der Pandemie in Deutschland 2.284.010 positiv getestete Fälle registriert.
  • Tote: Die Gesamtzahl der Menschen, die bisher mit oder an einer Corona-Infektion gestorben sind, beträgt deutschlandweit 61.517. Das sind 231 Tote mehr als am Tag zuvor. „Zeit Online“ zufolge gab es 303 neue Todesfälle zu verzeichnen.
  • Rekord an Toten: Der Höchststand von 1244 neuen Todesfällen war am Donnerstag, 14.1., erreicht worden.
  • Die Zahl der Genesenen gibt das RKI mit 2.029.200 an.
  • 7-Tage-Inzidenz: Die zur Lagebeurteilung und für Beschlüsse rund um den Lockdown maßgebliche 7-Tage-Inzidenz beziffert die Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen und liegt aktuell bei 75,6. Gestern war ein Wert von 77,3 gemeldet worden.
  • Rekord der 7-Tage-Inzidenz: Der bisherige Höchststand war am Dienstag, 22.12., mit 197,6 erreicht worden. Zeit Online nennt eine 7-Tage-Inzidenz von 85,4.
  • Die Sieben-Tage-Inzidenz ist ein wesentlicher Gradmesser für die Lockerung oder Verschärfung von Corona-Regeln und Maßnahmen und auch für eine mögliche Verlängerung des Lockdowns. Ziel der Bundesregierung ist es, die 7-Tage-Inzidenz auf unter 50 Neuinfektionen pro 100.000 Menschen binnen 7 Tagen zu drücken. Dann gilt eine Region nicht mehr als Risikogebiet.
  • R-Wert: Das RKI gibt in seinem aktuellen Lagebericht ein so genanntes Sieben-Tage-R an. Dieser Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Am Sonntag liegt dieser Wert laut Lagebericht vom Samstag bei 0,95. Am Vortag hatte der R-Wert bei 0,93 gelegen. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt der Wert für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Corona-Zahlen laut RKI-Dashboard: Aktuelle Fallzahlen für Bundesländer und Landkreise

Das Robert Koch-Institut liefert während der Corona-Pandemie in seinem Dashboard täglich die neuen Fallzahlen - für die gesamte Bundesrepublik, die Bundesländer, aber auch die darunter liegenden Kreise. Hier geht es zum RKI-Dashboard. Das Robert Koch-Institut ist nach eigenen Angaben auf seiner Homepage „das Public-Health-Institut für Deutschland“. Ziel des Instituts: Die Bevöl­ke­rung in Deutschland vor Krank­heiten zu schützen und ihren Gesundheits­zu­stand zu verbessern. Ein Team aus 1100 Menschen, mit 90 verschiedenen Berufen, arbeitet und forscht jeden Tag gemein­sam daran.

Diese Landkreise und Stadtreise haben aktuell die höchste 7-Tage-Inzidenz in Deutschland

Die 7-Tage-Inzidenz geht in immer mehr Regionen Deutschlands unter den angepeilten Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. Dennoch liegen Einige Landkreise und Stadtkreise weit darüber. Aktuell haben folgende Kreise die höchste Inzidenz bundesweit:
  • Landkreis Hof mit 324,9 (7-Tage-Fallzahl von 308)
  • Landkreis Tirschenreuth mit 316,5 (7-Tage-Fallzahl von 228)
  • Landkreis Wunsiedel i.Fichtelgebirge 298,7 (7-Tage-Fallzahl von 217)

Die neuesten Corona-Zahlen weltweit und für Deutschland laut Johns-Hopkins-Universität

Die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore, welche die Corona-Daten global erfasst, meldet am Sonntagmorgen (Stand 8 Uhr) weltweit 105.764.423 Millionen Infektionen mit dem Coronavirus bisher.
  • Gestorben sind demnach auf der Welt bisher mehr als 2.309.364 Millionen Menschen. Die drei am stärksten Betroffenen Länder sind:
  • USA: 26.916.158 Infizierte und 462.173 Tote.
  • Indien: 10.826.363 Infizierte und 154.996 Tote.
  • Brasilien: 9.447.165 Infizierte und 230.034 Tote.
Deutschland folgt weiterhin auf dem weltweit 10. Rang mit laut JHU bisher 2.285.003 Infizierten und 61.551 Toten.

Diese Corona-Kennzahlen musst du kennen: Bedeutung von Inzidenz, R-Wert, Reproduktionszahl und Co.

Seit Beginn der Corona-Pandemie werden jeden Tag Fallzahlen veröffentlicht, die den Verlauf nachzeichnen sollen. Hier die Erklärung, welche Zahlen was bedeuten.

Reproduktionszahl (R-Wert)

Die Reproduktionszahl - oder kurz R-Wert - beschreibt, wie viele Menschen ein Infizierter während seiner Erkrankung ansteckt. Liegt die Zahl über eins, breitet sich eine Krankheit immer weiter in der Bevölkerung aus. Je weiter sie sich von der eins entfernt, desto schneller und bedrohlicher verläuft der Trend. Dabei handelt es sich aber immer nur um eine pauschale bundesweite Lageeinschätzung.
Es gibt außerdem gewisse Ungenauigkeiten durch Meldeverzüge und andere Faktoren. In Deutschland schwankt der Wert nach Schätzungen des RKI derzeit um eins. Nach Angaben der Experten dort gilt das schon als Erfolg und weist darauf hin, dass Gegenmaßnahmen zur Kontaktreduzierung wirken. Diese verringern die Chance, dass ein Infizierter weiterer Menschen ansteckt und drücken so den R-Wert. Sonst könnte dieser durchaus bei drei oder vier liegen.

Neuinfektionen

Der R-Wert allein sagt nicht unbedingt etwas aus über die Dramatik der gesamten Entwicklung. Sie ergibt sich erst aus der Kombination mit der Zahl der täglichen oder wöchentlichen Neuinfektionen. Der Grund ist einfach: Bei gleichem R-Wert macht es einen gewaltigen Unterschied, ob täglich 50.000 Ansteckungen hinzukommen oder einige hundert. Die Ausbreitungsdynamik ist theoretisch gleich, belastet die Kapazitäten der Gesundheitssysteme im Fall der höheren Zahlen allein durch die schiere Masse aber mit wesentlich größerer Wucht.
In Deutschland bewegt sich die Zahl der täglichen Neuinfektionen inzwischen zwischen 12.000 und 30.000 Fällen. Das ist ein extremer Anstieg in relativ kurzer Zeit. Noch Anfang Oktober lag die Zahl der täglich neu gemeldeten Fälle laut RKI bei nur tausend bis 4000. In anderen europäischen Ländern ist die Entwicklung noch dramatischer.

Siebentage-Inzidenz

Die sogenannte Siebentageinzidenz ist ein zentraler Maßstab, um die Infektionsdynamik in einem bestimmten Gebiet zu beurteilen und über Gegenmaßnahmen zu entscheiden. Sie wird in Deutschland auf Gemeinde- oder Landkreisebene erfasst und drückt aus, wie viele Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen registriert wurden.
Dahinter verbergen sich aber regional unterschiedliche Trends. Als wesentliche Schwelle zur Einführung strengerer Eindämmungsmaßnahmen wurde in Deutschland ein Inzidenzwert von 50 eingeführt, der inzwischen fast flächendeckend aber deutlich überschritten wurde.

Schwere Verläufe und Intensivbettenbelegung

Letztlich entscheiden nicht die Fallzahlen allein darüber, wie gut ein Land die Pandemie bewältigen kann. Von entscheidender Bedeutung ist vielmehr, ob die Kapazitäten des Gesundheitssystems ausreichen, um die Erkrankten zu behandeln. Deshalb beobachten Experten und Politik sehr genau, wie sich die Zahl der schweren Verläufe und der verfügbaren Behandlungsplätze entwickelt.
Erstere wird vor allem dadurch beeinflusst, wie sich das Virus innerhalb der Risikogruppen verbreitet, bei denen schwere Verläufe viel wahrscheinlicher sind. Besonders genau betrachtet wird die Anzahl der Intensivpatienten, die lebensbedrohlich erkrankt sind. Kapazitäten in diesem Bereich sind immer begrenzt, allein schon mit Blick auf das Fachpersonal.
Die Zahl ist auch noch aus anderem Grund ein wichtiger Maßstab bei Entscheidungen über die Eindämmungsmaßnahmen: Es gibt dabei keine Dunkelziffer. Anders als bei Meldezahlen zu Infektionen, die auch durch Teststrategien beeinflusst werden, gibt es bei den künstlich beatmeten Intensivpatienten in Kliniken keine „Untererfassung“. Zu beachten ist aber ein Zeitverzug von zwei Wochen. So lange dauert es nach einer Ansteckung, bis sich schwere Verläufe einstellen. Die Zahl der Intensivpatienten hinkt der Infektionsdynamik hinterher.