• Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten treffen sich voraussichtlich am Mittwoch, 03.03.2021, zum nächsten Corona-Gipfel, um über die weiteren Maßnahmen in der Corona-Pandemie zu beraten
  • Aktuell gilt der Lockdown in Deutschland bis zum Sonntag, 07.03.2021.
  • Am Montag, 01.03.2021 öffnen die Friseure. Auch Blumenläden in Baden-Württemberg und Bayern sollen wieder aufmachen dürfen.
Die Floristen in Baden-Württemberg atmen auf: Gemeinsam mit den Friseuren dürfen auch sie am 1. März ihre Gärtnereien, Gartenmärkte und Blumenläden nach wochenlangem Corona-Lockdown wieder öffnen. Das grün-schwarze Landeskabinett verständigte sich am Dienstag auf eine entsprechende Lockerung des Corona-Lockdowns, wie die Deutsche Presse-Agentur in Stuttgart erfuhr. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hatte eine entsprechende Vorlage für die Kabinettssitzung an diesem Dienstag in Auftrag gegeben, sagte Regierungssprecher Rudi Hoogvliet.
Nach Angaben des Floristenverbands gibt es allein in Baden-Württemberg 1200 Blumenläden. Neben den Floristen dürfen auch die Friseure am 1. März wieder aufmachen.

Auch in Bayern dürfen Blumenläden und Gärtnereien öffnen

Zuvor hatte bereits Bayern eine Öffnung zu Anfang März angekündigt. Hoogvliet erklärte, man stimme sich auch noch mit den anderen Nachbarländern Rheinland-Pfalz und Hessen ab, wobei in Hessen Gärtnereien und Blumenläden schon geöffnet sind. Nach Angaben des Floristenverbands gibt es allein im Südwesten 1200 Blumenläden. Auch die Friseure dürfen bundesweit am 1. März wieder öffnen.
Was weitere Lockerungen des Lockdowns angeht, zeigte sich der Regierungssprecher zurückhaltend. Zwar seien die Infektionszahlen in Baden-Württemberg mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von um die 40 bundesweit weiter am niedrigsten. Allerdings stagnierten die Zahlen derzeit. Man müsse angesichts der Auswirkungen der Corona-Mutationen Vorsicht walten lassen. Über weitere Öffnungen soll am 3. März die nächste Ministerpräsidentenkonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) entscheiden.

Guido Wolf spricht sich für behutsame Lockerungsschritte aus

Kretschmann hatte jüngst dem Handel Hoffnung auf eine baldige Wiedereröffnung gemacht. „Sollten wir stabil die 35 erreichen, das heißt, sollten wir diese Inzidenz im Land über mehrere Tage – zwischen drei und fünf Tagen am Stück – unterschreiten, dann werde ich weitere Öffnungsschritte veranlassen“, hatte er vergangene Woche den „Stuttgarter Nachrichten“ und der „Stuttgarter Zeitung“ (Donnerstag) gesagt.
Minister Wolf sagte nun: „Es wäre nicht verhältnismäßig, wenn in baden-württembergischen Gärtnereien Hunderttausende seit Monaten gehegte Blumen und Pflanzen vernichtet werden müssten und dagegen Gärtnereien in anderen Ländern geöffnet sind.“ Der CDU-Politiker ergänzte: „Natürlich dürfen wir den hart erkämpften Erfolg der letzten Wochen nicht leichtfertig aufs Spiel setzen.“ Es sei aber der Zeitpunkt gekommen, mit behutsamen Lockerungsschritten ganz gezielt dort anzusetzen, wo besondere Härten auftreten.

Kritik an Plänen der Landesregierung Baden-Württemberg

Der SPD-Partei- und Fraktionsvorsitzende Andreas Stoch monierte dagegen: „Jetzt geht der Wettlauf zwischen den Bundesländern und ihren Einzelfallentscheidungen los.“ Das Vorgehen der Landesregierung sei nicht „von einem nachvollziehbaren Plan gebunden an das Infektionsgeschehen geprägt, sondern von dem Prinzip Zufall“.

Lockerungen bei Baumärkten in Bayern: Kretschmann verärgert über Söders Vorstoß

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder erlaubt überraschend die Öffnung von Baumärkten ab kommender Woche. Das sorgt in Baden-Württemberg für Ärger. Stuttgart bemängelt fehlende Absprachen.