• Wie ist die aktuelle Impf-Lage in Bayern?
Bayern bekommt für den Kampf gegen das Coronavirus in seiner Grenzregion mit Tschechien 100.000 zusätzliche Impfdosen. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nannte die Einigung von Bund und Ländern unmittelbar nach der Telefonschalte beim Kurznachrichtendienst Twitter ein „gutes Signal beim Impfgipfel“. Neben Bayern erhalten auch Sachsen, Thüringen, das Saarland und Rheinland-Pfalz zusätzliche Impfdosen.
Söder lobte auch die Einigung von Bund und Ländern, die Arztpraxen in Deutschland und die Betriebsärzte ab der Woche nach Ostern in schrittweise stärker in die Corona-Impfungen einbinden zu wollen. „Wir brauchen mehr Flexibilität und Geschwindigkeit beim Impfen“, schrieb Söder bei Twitter.

Corona-Zahlen steigen - Wie ist die Impf-Lage aktuell in Bayern?

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) will nach der neuen positiven Astrazeneca-Bewertung durch die EMA das Impfen mit dem Vakzin so schnell wie möglich wieder aufnehmen. Er begrüße die positive Entscheidung der Europäischen Arzneimittel-Agentur, sagte Holetschek am Donnerstag. „Wichtig ist, dass nun auch der Bund umgehend grünes Licht gibt und wir wieder Impftermine mit Astrazeneca vergeben können. Wir wollen den Hebel in Bayern schnell wieder umlegen und Astrazeneca so rasch wie möglich wieder einsetzen.“
Die Entscheidung der EMA zeige, dass der Impfstoff von Astrazeneca wirksam und sicher sei. „Die anhaltende Knappheit von Impfstoffen in dieser Phase der Pandemie führt uns klar vor Augen: Wir müssen froh sein, dass wir diesen Impfstoff haben.“ Holetschek bekräftigte den Plan, dass der Impfstoff ab April verstärkt auch in den Arztpraxen eingesetzt werden soll.

Söder: Mit gezielten Impfungen soll mehr Mobilität ermöglicht werden

Söder will durch gezielte Impfungen mehr Mobilität im Alltagsleben ermöglichen. Neben „dem Schutz vor Mortalität“ müsse auch der „Gewinn an Mobilität als weiteres Impfziel“ definiert werden, sagte Söder der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ vom Samstag. Er verwies auf den Beschluss des Impfgipfels in den Grenzregionen zu den Hotspots in Tschechien „unabhängig von der starren Priorität“ geimpft werden könne, was vor allem Pendler und andere Arbeitnehmer begünstige.
Dieses Prinzip müsse „ausgerollt werden auf das ganze Land, wenn es mehr Impfstoff gibt“, sagte Söder. Die Betriebe und die Wirtschaft spielten dabei eine zentrale Rolle. „Und in den Schulen sollten dann nicht nur die Lehrer, sondern auch die Schüler ab 16 Jahren geimpft werden.“ Dann hätten auch die Jüngeren wieder mehr Freiheit.
„Überhaupt müssen wir freier denken“, sagte der CSU-Chef. „Dazu gehört auch so bald wie möglich den russischen Impfstoff Sputnik V zuzulassen, wenn er die Voraussetzungen erfüllt.“ Der Impfstoff könnte künftig in Deutschland produziert werden.
Mit Blick auf die Ministerpräsidentenkonferenz am Montag sagte Söder: „Weitere Öffnungen ergeben angesichts der erneut steigenden Infektionen keinen Sinn. Die Notbremse muss für alle gelten. Und zwar konsequent.“

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