Kiffen Nebenwirkungen
: Wie schädlich ist der Cannabis-Konsum?

Der Konsum von Cannabis war schon vor der Legalisierung weit verbreitet. Er birgt jedoch auch Gefahren. Die Nebenwirkungen und gesundheitlichen Auswirkungen im Überblick.
Von
David Hahn
Berlin
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Welche Risiken birgt der Cannabis-Konsum?

Hannes P Albert/dpa

4,5 Millionen Erwachsene haben nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums im Jahr 2021 in den vergangenen 12 Monaten wenigstens einmal Cannabis konsumiert. Das waren 10,7 Prozent aller Männer und 6,8 Prozent aller Frauen in Deutschland. Am häufigsten gekifft wurde dabei in der Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen. Der Konsum ist dabei jedoch vor allem für Jugendliche und junge Erwachsene gefährlich. Die Nebenwirkungen zusammengefasst.

Nebenwirkungen: Wie schädlich ist Cannabis?

Die Reaktion auf den Konsum von Cannabis ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Die individuelle Empfindlichkeit, Stimmungslage, Konsumart, Gesundheitszustand, Mischkonsum und Vorerfahrungen beeinflussen den psychischen und physischen Umgang mit der Droge. Intensität und Dauer der Effekte hängen dabei vor allem von der aufgenommenen Menge der Inhaltsstoffe ab. Akut können laut Bundesgesundheitsministerium nach dem Konsum innerhalb von Stunden bis Tagen folgende Nebenwirkungen auftreten:

  • Angst- und Panikgefühle
  • Orientierungslosigkeit
  • verminderte Reaktionsfähigkeit
  • Gedächtnislücken
  • depressive Verstimmung
  • Herzrasen
  • Übelkeit, Schwindel
  • Halluzinationen

Cannabis: Psychische Störungen und Erkrankungen

Bei langfristigem Konsum besteht vor allem bei Personen mit Vorerkrankungen oder persönlichen Neigungen das Risiko von psychischen Störungen. Insbesondere Depressionen und Psychosen können durch Cannabis-Konsum ausgelöst werden. Es besteht zudem die Möglichkeit zunehmend von Cannabis abhängig zu werden.

Kiffen: Jugendliche und junge Erwachsene besonders gefährdet

Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums besteht ein Zusammenhang zwischen Cannabiskonsum und schulischen Leistungen. Cannabis Konsum steht mit einer höheren Schulabbruchrate, weniger universitären Abschlüssen zusammen. Umso früher und intensiver konsumiert wird, desto stärker sind diese Ausprägungen.

Auch Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach verweist darauf, dass Cannabiskonsum „gefährlich“ sei - besonders für Jugendliche und junge Erwachsene, deren Gehirn sich noch bis zu einem Alter von 25 Jahren verändere. Das kann psychische, physische und soziale Folgen haben. Sein Ministerium hat eine Aufklärungskampagne für diese Zielgruppe gestartet. Eine erste Bewertung zu den Auswirkungen der Legalisierung auf den Kinder- und Jugendschutz soll 18 Monate nach Inkrafttreten vorliegen.

Cannabis-Gesetz: Konsum, Besitz, Weitergabe und Handel

Mehr Informationen zu den neuen Regelungen im Zuge des Cannabis-Gesetzes gibt es hier auf unserer Cannabis-Themenseite.

Quellen:

Bundesgesundheitsministerium zu Cannabis