Boris Becker Insolvenz Gericht: Boris Becker drohen bis zu 7 Jahre Haft

Boris Becker sorgt immer noch für Medienrummel – auch bei seinen Insolvenzterminen in London.
Chown / dpaSchwere Vorwürfe gegen Boris Becker, der laut einer britischen Anklageschrift für bis zu 7 Jahre ins Gefängnis wandern könnte. Das ist laut dem „Westminster Magistrates Court“, die Höchststrafe, falls der Tennisstar schuldig gesprochen wird.
Bei seiner Privatinsolvenz, die auch mit einer Finca auf Mallorca zu tun hatte, soll Boris Becker laut „Bild“ ein Vermögen von mindestens 1,3 Millionen Euro verheimlicht und diverse Konten und Immobilien nicht angegeben haben. Es geht um eine Wohnung in London und zwei Objekte in London. Insgesamt 19 Verstöße gegen Auflagen aus dem laufenden Insolvenzverfahren werden Boris Becker vorgeworfen.
Insolvenz von Boris Becker läuft seit Juni 2017
Die nächste Anhörung soll laut Medienberichten am 22. Oktober stattfinden. Zumindest bis dahin kann Boris Becker auf jeden Fall auf freiem Fuß bleiben. Ein Konkursgericht in in London hatte den dreimaligen Wimbledon–Champion im Juni 2017 für zahlungsunfähig erklärt, nachdem Gläubiger kein Geld erhalten hatten.
Boris Becker plädiert auf „nicht schuldig“
Bei einer Anhörung am Donnerstag plädierte der ehemalige Tennisstar laut dem britischen Insolvenzdienst in allen Punkten auf „nicht schuldig“. Bis möglicherweise ein Gegenbeweis erbracht werden kann, gilt für ihn die Unschuldsvermutung. Sollte er jedoch überführt werden, wäre das laut Rechtsexperten eine ernste Sache. Im vergangenen Jahr wollte sich Becker noch auf den Diplomatenstatus aus einem afrikanischen Land berufen. Am Ende stellte sich jedoch heraus, dass er diesen gar nicht besitzt. Andernfalls hätte ihm das womöglich juristische Scherereien ersparen können.
Pleite mit abgelegener Finca auf Mallorca
Um ansatzweise seine Schulden begleichen zu können hatte Boris Becker unter anderem eine Finca auf Mallorca verpfändet. Diese landete schließlich jedoch in den Händen einer britischen Bank und wurde zeitweise von Hausbesetzern in Beschlag genommen. Das Anwesen bei Artà ist sehr abgelegen und inzwischen auch so heruntergekommen, dass es als schwer verkäuflich gilt. Es gibt dort weder einen Anschluss an das Kanalnetz noch Strom vom Netzbetreiber.


