Alle rätseln: Hat Brigitte Macron ihren Mann Emmanuel geschlagen?

Brigitte Macron, Ehefrau des Präsidenten von Frankreich, geht neben Emmanuel Macron, Präsident von Frankreich. Ein neu aufgetauchtes Video wirft Fragen auf. Hat sie ihn geschlagen?
picture alliance/dpaEine Szene an Bord eines Regierungsflugzeugs sorgt für Aufregung im Netz: Wurde Emmanuel Macron von seiner Ehefrau Brigitte geschlagen? Das Video, das im Internet viral ging, hat die Gerüchteküche angeheizt – doch der französische Präsident hat inzwischen selbst Stellung bezogen.
Was ist passiert?
Bei der Ankunft des französischen Präsidenten in Hanoi (Vietnam) wurde ein kurzer Moment gefilmt, der sich schnell verbreitete: Während Macron sich zur Flugzeugtür dreht, ist im Hintergrund eine Hand zu sehen, die offenbar sein Gesicht streift – möglicherweise lenkend, manche sagen zurechtweisend. Da ein roter Ärmel sichtbar ist und Brigitte Macron beim Ausstieg ein rotes Oberteil trug, liegt der Verdacht nahe, dass die Hand ihr gehört.
Die Szene wirkte für manche Beobachter wie eine Ohrfeige – zumindest wie eine ungewollte Berührung mit möglicher Spannung zwischen den Eheleuten. Dass sich die Macrons anschließend nicht an der Hand hielten, wurde ebenfalls kritisch beäugt.
Élysée-Palast: „Ein Moment der Vertrautheit“
Der Élysée-Palast reagierte schnell auf die kursierenden Spekulationen. In einem Statement hieß es, es handele sich um einen „Moment der Vertrautheit“, eine Art „alberner Umgang“, wie ihn das Ehepaar häufiger pflege. Es sei keine ernste Auseinandersetzung gewesen – schon gar kein handgreiflicher Streit.
Macron selbst: „Wir haben nur rumgealbert“
Am 27. Mai äußerte sich Emmanuel Macron selbst zu dem Vorfall. Gegenüber Reportern und laut der britischen Zeitung The Guardian stellte er klar: „Wir haben rumgealbert, wie wir es sehr oft tun.“
Er warnte zudem vor der zunehmenden Verbreitung von Falschinformationen. Immer wieder würden Szenen mit ihm aus dem Kontext gerissen oder absichtlich falsch dargestellt – darunter angebliche Drogenverteilung im Zug oder ein Streit mit dem türkischen Präsidenten Erdogan. Der Präsident forderte die Öffentlichkeit auf, sich „zu beruhigen“ und kritisch mit Online-Content umzugehen.
Falschmeldungen und Verschwörungstheorien
Interessanterweise wurde die Szene zunächst auch mit Desinformation in Verbindung gebracht. Ein Macron-Berater soll gegenüber französischen Medien betont haben, das Video sei möglicherweise manipuliert worden. Auch das russische, EU-weit gesperrte Medium Russia Today sowie internationale Agenturen wie Associated Press hätten das Material aufgegriffen – was zu weiterer Verwirrung führte.

