Emmanuel Macron: Der Präsident von Frankreich im Porträt

Der französische Präsident Emmanuel Macron kämpft bei den vorgezogenen Parlamentswahlen um die Macht.
Aurelien Morissard/AP Pool/dpaEmmanuel Macron ist charismatisch und hat eine Vision für Frankreich. So haben ihn die Franzosen beim Wahlkampf für die Präsidentschaft 2017 kennengelernt. Als Außenseiter mit einer völlig neuen Partei war ihm etwas erstaunliches gelungen, als er gewählt wurde. Seine Präsidentschaft ist aber nicht einfach, seine Zustimmungswerte haben eine Berg- und Talfahrt durchgemacht. Jetzt könnte seine Zeit an den Schalthebeln der Macht enden.
Doch wer ist der Mann an der Spitze der französischen Regierung? Wer ist seine Frau, die 24 Jahre ältere Brigitte? Hat er Kinder? Hier sind alle wichtigen Infos zum Präsidenten von Frankreich.
Alter, Größe, Ehefrau, Kinder: Das ist Emmanuel Macron
Hier die wichtigsten Fakten über Macron im Überblick:
- Name: Emmanuel Jean-Michel Frédéric Macron
- Geburtstag: 21.12.1977
- Größe: 1,73 cm
- Geburtsort: Amiens, Frankreich
- Wohnort: Paris, Frankreich
- Eltern: Jean-Michel Macron und Françoise Macron-Nouguès
- Geschwister: Ein Bruder, Laurent, eine Schwester, Estelle
- Ehe: Brigitte Macron (seit 2007)
- Kinder: keine eigenen; aus vorheriger Ehe hat Brigitte drei Kinder
- Beruf: Präsident von Frankreich, zuvor Investmentbanker und Wirtschaftsminister
Emmanuel und Brigitte Macron: Die Hochzeit und Ehe
Als Emmanuel Macron auf die politische Bühne trat, war es wohl seine Ehefrau Brigitte, die am meisten Interesse bekam. Brigitte ist fast 25 Jahre älter als ihr Ehemann – das Paar lernte sich kennen, als sie seine Lehrerin war. 2007 haben die beiden geheiratet, trotz widriger Umstände in den Familien. Mittlerweile haben sich die Franzosen an das etwas ungewöhnliche Paar gewöhnt. Brigitte gilt in der französischen Politik als Schlüsselfigur für Macron.
Brigitte und Emmanuel Macron sind ein Paar an der Spitze Frankreichs, das von vielen als innig und unzertrennlich beschrieben wird. Die Première Dame ist diskret in der Öffentlichkeit, spielt aber eine äußerst wichtige Rolle im Hintergrund.

Emmanuel Macron und seine Ehefrau Brigitte: Das Paar gilt als unzertrennlich.
dpa„Sie hat viele Kontakte und hört vieles“, sagte der Präsident in einem Interview mit dem „Figaro“. „Ich höre auf das, was sie spürt, was sie sagt und was ihr gesagt wird“, fügte er hinzu. Er vertraue auf ihr Urteil. Brigitte Macron ist für den Präsidenten Pulsmesser am Wahlvolk, seine engste Beraterin und die starke Frau an seiner Seite.
Sie drängt sich - anders als ihre Vorgängerin, die Sängerin Carla Bruni-Sarkozy - nicht ins Rampenlicht. Aber sie ist sehr aktiv: Brigitte Macron unterrichtet junge Erwachsene in einer der benachteiligten Pariser Vorstädte, sie hat eine mobile Anti-Mobbing-Einheit für Schulen mitgegründet und sie beantwortet viele Bürgerbriefe. In den vergangenen fünf Jahren hat sie mehr als 100.000 erhalten.
Auch an den Altersunterschied von gut 24 Jahren haben sich die Franzosen gewöhnt - er ist mit 46 Jahren einer der jüngsten Präsidenten weltweit, sie feiert im April 2024 ihren 71 Geburtstag. Und sie hat ihren eigenen, selbstbewussten Stil. Brigitte Macron trägt gerne Louis Vuitton und Stiletto-Absätze und steht zu ihrer Haar-Verlängerung.
Emmanuel Macron: Kinder und Enkelkinder
Aus ihrer ersten Ehe hat Brigitte Macron drei Kinder und mittlerweile sieben Enkelkinder. Emmanuel Macron, der keine eigenen Kinder hat, nennt sie öffentlich mit Stolz „meine Enkelkinder“ - und sie nennen ihn „Daddy“.
Zu Beginn der Amtszeit ihres Mannes fiel es Brigitte Macron schwer, die Zwänge des neuen Lebens zu respektieren. Sie bedauerte es, ihre Enkel nicht mehr von der Schule abholen zu können und setzte gegen den Widerstand der Sicherheitsleute durch, regelmäßig mit ihrem Hund Nemo durch Paris zu spazieren.
Wie wichtig sie für den Präsidenten ist, zeigt eine Anekdote über eine Image-Broschüre, die die PR-Abteilung des Élysées hatte drucken lassen. Als Emmanuel Macron bemerkte, dass sie kein einziges Bild enthielt, das ihn mit Brigitte zeigte, ließ er die Broschüre kurzerhand wieder einstampfen.
Wahl 2022 Macron: Vom Investmentbanker zum Präsidenten
Emmanuel Macron hat seine Karriere im Finanzsektor begonnen. 2005 wurde er Finanzdirektor im Finanzministerium. 2008 wechselte er aus dem öffentlichen Dienst in die freie Wirtschaft, wo er als Investmentbanker bei Rothschild & Cie. arbeitete. Im Mai 2012 wurde er von Präsident François Hollande wieder in die Politik geholt, wo er er als Wirtschaftsberater für Hollande tätig war. 2014 wurde er Wirtschaftsminister von Frankreich. Im April 2016, ein Jahr vor der Präsidentschaftswahl, gründete Macron seine eigene Partei, „La République En Marche“ (LREM). Kurz darauf trat er von seinem Ministerposten zurück und widmete sich dem Wahlkampf. Im November 2016 gab er seine Kandidatur öffentlich bekannt. Im Mai 2017 wurde er zum Präsidenten Frankreichs gewählt.
Emmanuel Macron: Vermögen des Präsidenten
Wie wohlhabend Emmanuel und Brigitte Macron sind, ist nicht genau bekannt. Als Präsident von Frankreich verdient Macron rund 15.000 Euro brutto im Monat. Im Jahr 2017, als er zuletzt zur Wahl stand, gab Macron an, dass er 330.000 Euro im Jahr verdient habe.
Parlamentswahlen: Kann sich Macron an der Macht halten?
Nach den Europawahlen Anfang Juni 2024 löste Emmanuel Macron das französische Parlament auf und rief Neuwahlen Anfang Juli aus. Doch dieser Schuss ging nach hinten los. Das Rassemblement National (RN) unter der Rechtspopulistin Marine Le Pen landete mit seinen Verbündeten in der ersten Runde der vorgezogenen Parlamentswahl in Frankreich mit 33 bis 34,2 Prozent vorne. Damit könnten die Rechtspopulisten Prognosen zufolge im Unterhaus mit 230 bis 280 Sitzen stärkste Kraft werden. Jetzt hängt es von der Stichwahl am 7. Juli ab, wie es in Frankreich weitergeht. Sollte das RN dann tatsächlich die absolute Mehrheit holen, wäre Macron faktisch gezwungen, einen Premier aus den Reihen der Rechtsnationalen zu ernennen. Denn das Unterhaus kann die Regierung stürzen.
Sollten sich die aktuellen Prognosen hingegen bewahrheiten und keines der Lager eine absolute Mehrheit erlangen, stünde Frankreich vor zähen Koalitionsverhandlungen. Derzeit ist nicht absehbar, wie die grundverschiedenen politischen Akteure für eine Regierung zusammenkommen können. Wird keine Lösung gefunden, könnte die aktuelle Regierung als eine Art Übergangsregierung im Amt bleiben oder eine Expertenregierung eingesetzt werden. Frankreich würde in einem solchen Szenario politischer Stillstand drohen.
Emmanuel Macron auf Instagram und X
Auf Instagram und X (ehemals Twitter) ist der französische Präsident Emmanuel Macron regelmäßig mit seinen Followern in Kontakt. In den sozialen Medien teilt er vor allem politische Inhalte und Meinungsbeiträge.
