Aktuelle Umfrage
: AfD baut Vorsprung zur Union aus

Knapp 100 Tage nach Amtsantritt steht Kanzler Friedrich Merz unter massivem Druck: Die Mehrheit der Deutschen ist laut einer aktuellen Umfrage mit seiner aktuellen Politik unzufrieden, die Union fällt hinter die AfD zurück.
Von
David Hahn
Berlin
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Bundestag - Haushalt: 09.07.2025, Berlin: Alice Weidel, Fraktionsvorsitzende der AfD, spricht in der Generaldebatte zum Haushalt im Plenum des Bundestags vor Lars Klingbeil (l, SPD), Bundesminister der Finanzen, Vizekanzler und SPD-Bundesvorsitzender, und Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). Die Generaldebatte ist der Höhepunkt der Haushaltswoche im Bundestag. Foto: Kay Nietfeld/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Alice Weidel, Fraktionsvorsitzende der AfD, spricht in der Generaldebatte zum Haushalt im Plenum des Bundestags vor Lars Klingbeil (l, SPD), Bundesminister der Finanzen, Vizekanzler und SPD-Bundesvorsitzender, und Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU).

Kay Nietfeld/dpa

Zwei aktuelle Umfragen zeichnen ein Bild, das im Kanzleramt kaum für Jubel sorgen dürfte. Die Ergebnisse gibt es hier im Überblick.

Umfrage: AfD weiter vor CDU/CSU

Laut dem aktuellen RTL/ntv-Trendbarometer sind lediglich 29 Prozent der Deutschen mit der Arbeit des Kanzlers zufrieden. 67 Prozent äußern Unzufriedenheit, drei Punkte mehr als noch vor einer Woche. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur am 12. August 2025.

Auch die Union verliert in der Wählergunst. Mit 24 Prozent rutscht sie hinter die AfD, die mit 26 Prozent einen Prozentpunkt zulegt. Die SPD stagniert bei 13 Prozent, die Grünen gewinnen leicht auf ebenfalls 13 Prozent. Die Linke verliert einen Punkt und steht nun bei 11 Prozent. Die Umfragewerte der Parteien laut dem Trendbarometer auf einen Blick:

  • AfD: 26 % (+1)
  • Union (CDU/CSU): 24 % (–1)
  • SPD: 13 % (±0)
  • Grüne: 13 % (+1)
  • Linke: 11 % (–1)

SPD und Union: Koalitions-Zukunft laut Umfrage ungewiss

Ob die schwarz-rote Koalition bis zum Frühjahr 2029 durchhält, sehen die Deutschen unterschiedlich. 52 Prozent glauben an den Fortbestand, 43 Prozent erwarten ein vorzeitiges Ende – ähnlich wie beim Bruch der Ampel-Koalition.

Pessimismus überwiegt bei Zukunftsfrage

Eine zweite Umfrage des Instituts Ipsos zeigt: Nur 23 Prozent der Befragten sind zuversichtlich, dass Merz die richtigen Weichen für die Zukunft stellt. Mehr als die Hälfte (53 Prozent) blickt pessimistisch auf die kommenden Jahre, 21 Prozent sind unentschlossen.

Unter den Anhängern der Union ist die Stimmung allerdings deutlich besser: 67 Prozent schauen optimistisch nach vorn, lediglich 7 Prozent sind kritisch.