Aggression gegen „Letzte Generation“:
: Lkw-Fahrer überfährt fast Klimaaktivist in Stralsund

Bei Klimaprotesten in Stralsund ist ein Demonstrant von einem Lastwagen angefahren worden. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts auf Körperverletzung – jetzt hat sich der Fahrer gestellt.
Von
Philipp Staedele
Stralsund
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Klimaaktivisten haben sich auf die Straße gesetzt und dort festgeklebt. In Stralsund hat ein Lkw-Fahrer einen Klimaaktivisten angefahren.

picture alliance/dpa/Nadine Weigel/dpa | Nadine Weigel

Bei einem Protest in Stralsund, Mecklenburg-Vorpommern, wurde ein Klimaaktivist von einem Lastwagen erfasst. Gemäß einem Polizeisprecher ereignete sich der Vorfall auf einer Hauptverkehrsstraße. Der 41-jährige Fahrer des Lastwagens hatte drei Klima-Protestierende, die den Verkehr blockierten, von der Straße gezerrt und ihnen mit Schlägen gedroht. Anschließend setzte sich der Fahrer hinter das Lenkrad und fuhr kurz an. Dabei wurde ein junger Demonstrant, der sich erneut auf die Straße gesetzt hatte, etwa einen Meter vorgeschoben.

Klimaaktivist angefahren: Lkw-Fahrer meldet sich bei Polizei

Der junge Mann habe sich steif gemacht und sei augenscheinlich unverletzt geblieben, hieß es. Ein Mediziner begutachtete den Mann, der zur Gruppe „Letzte Generation“ gehörte. Der Lkw-Fahrer setzte seine Fahrt fort und meldete sich später bei der Polizei in Grimmen.

Polizei: Verdacht der Körperverletzung

Die Polizei ermittelt gegen den Lkw-Fahrer wegen des Verdachts der Körperverletzung. Gleichzeitig wird gegen die Teilnehmer der Verkehrsblockade wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz und des Verdachts der Nötigung im Straßenverkehr ermittelt.

(mit Material von dpa)