Am Sonntag, 05.12.2021, brennt die zweite Kerze auf dem Adventskranz, denn dann ist der zweite Advent. In der Adventszeit warten wir auf die Ankunft und somit die Geburt Jesu und bereiten uns auf Weihanchten vor. Aber auch in vielen anderen Bereichen können wir wahrnehmen, dass die Tage bis Weihnachten immer weniger werden: Der Duft von Plätzchen liegt in der Luft, in den Geschäften trifft man auf Lebkuchen und auf den Straßen wird weihnachtliche Musik gespielt. Und auch das Wetter macht uns auf die Vorweihnachtszeit aufmerksam, denn der erste Schnee ist bereits vielerorts gefallen.
Advent“ beschreibt die vorweihnachtliche Zeit. Dabei handelt es sich um die vier Sonntage vor dem 25.12. Doch warum feiern wir den Advent überhaupt und warum zünden wir dabei Kerzen an? Wir verraten euch die Bedeutung von Advent und erklären seine Bräuche wie Adventskalender, Lieder, Bilder und Grüße.

Advent 2021: Wann ist der 2. Advent?

Der Advent startet meist zwischen dem 27. November und dem 3. Dezember. Je nachdem auf welchen Tag der erste Advent fällt, variiert die Adventszeit zwischen 22 und 28 Tagen, sie umfasst jedoch stets vier Adventssonntage. Alle Advente werden an den vier Sonntagen vor Weihnachten gefeiert.
Das sind die Termine für dieses Jahr:
  • 1. Advent: 28. November 2021
  • 2. Advent: 05. Dezember 2021
  • 3. Advent: 12. Dezember 2021
  • 4. Advent: 19. Dezember 2021

Advent 2021: Sprüche und Bilder

Die Adventszeit ist da! Zu diesem Anlass bietet es sich an, schöne Sprüche oder Bilder an seine Liebsten zu versenden. In diesem Artikel findet ihr zahlreiche Grüße, Videos und Gedichte zum Advent 2021:

Advent 2021: Bedeutung

Das lateinische Wort „adventus“ ist der Ursprung des Namens „Advent“. Es kann mit „Ankunft“ übersetzt werden und beschreibt in dieser Jahreszeit die Ankunft von Jesus Christus und die Vorbereitung der Christen darauf. Der Höhepunkt ist das Hochfest der Geburt von Jesus von Nazareth, die Menschwerdung Gottes: Weihnachten. Mit dem ersten Adventssonntag beginnt außerdem das neue Kirchenjahr.

Advent 2021: Herkunft und Geschichte

Der Begriff „Advent“ ist der Bedeutung des griechischen Wortes „epiphaneia“ gleichzusetzen: die Erscheinung. Dabei bezog sich die Annahme darauf, dass in dieser Zeit der Besuch eines Amtsträgers anstand – zum Beispiel von Königen und Kaisern. Auch die Anwesenheit einer Gottheit im Tempel drückte man damit aus. Bei den Christen sollte der Begriff die tiefe Beziehung zu Jesus Christus darstellen.
Die Adventszeit galt als Fastenzeit, die vom 11. November bis zum 6. Januar dauerte – dem Fest der Erscheinung des Herrn. Die Fastenzeit und die Adventszeit werden als „geschlossene Zeiten“ bezeichnet. Zu dieser Zeit durfte weder getanzt, noch gefeiert werden. Trauungen fanden ebenfalls nicht statt.
Im 7. Jahrhundert liegt der Ursprung unserer heutigen Adventszeit. Papst Gregor legte die Anzahl der Sonntage auf vier fest. Davor waren es sechs Sonntage. Der Erlöser soll – nach dem Sündenfall im Paradies – nach viertausend Jahren erscheinen.

Advent 2021: Bräuche, Traditionen, Deko

Ein üblicher Brauch ist es, an jedem Sonntag eine weitere Kerze auf dem Adventskranz anzuzünden. Die meisten Leute besuchen in dieser Zeit auch einen der zahlreichen Weihnächstmärkte der Region. Doch nicht nur das Christentum ist der Ursprung für viele Bräuche rund um die Adventszeit. Einige alte germanische Traditionen haben ebenfalls die Adventszeit geprägt.
Darunter fallen diese Bräuche:
  • Advents-Türschmuck
  • Adventsfasten
  • Frautragen
  • Friedenslicht von Bethlehem
  • Krippe füllen
  • Rorate-Messen
  • Turmblasen (oder auch Adventsblasen genannt)
  • Weihnachtsmärkte

Advent 2021 Kalender: Woher kommt der Adventskalender?

Gerhard Lang brachte 1904 den ersten gedruckten Adventskalender auf den Markt. Dieser Kalender trug den Namen: „Im Lande des Christkindes“. In jedem der 24 Türchen erzählte Lang von den zahlreichen Vorbereitungen, welches das Christkind vor Weihnachten noch zu erledigen hatte. Der erste Adventskalender bestand aus zwei Bögen Papier. Einer davon war mit 24 Texten versehen und der zweite – etwas kleinere – Bogen war mit Bildern bedruckt. Der Adventskalender musste deshalb eigenständig zurechtgeschnitten und zusammengeklebt werden. In den darauffolgenden Jahren entwickelte Gerhard Lang immer neue Ideen.

Adventskranz: Die vier Kerzen im Advent

Der ursprüngliche Adventskranz aus Tannenzweigen und vier Kerzen ist in fast jedem deutschen Haushalt zur Weihnachtszeit zu finden, aber woher kommt der Brauch? Er findet seinen Ursprung im 19. Jahrhundert. Das Rauhen Haus – die 1833 gegründete Stiftung von Johann Hinrich Wichern – in Hamburg beschäftigte sich mit der Betreuung von Kindern. Die Kleinen wollten natürlich wissen: Wann ist Weihnachten?
Johann Hinrich Wichern bastelte daraufhin eine erste Art von Kalender. Der „Wichernkranz“ gilt als die Urform des Adventskalenders. An einem Wagenrad befestigte Wichern mehrere Kerzen: genau die Anzahl und Tage vom 1. Advent bis zum Heiligabend. Die Sonntage waren durch dicke weiße Kerzen dargestellt, die Wochentage durch kleine rote. Die Anzahl variierte, da der erste Adventssonntag immer an einem anderen Tag war.
Aus dem ursprünglichen Wichernkranz hat sich schließlich der bis heute bekannte Adventskranz mit vier Kerzen entwickelt. Seit 1860 wird er aus Tannenzweigen gefertigt.

„Wir sagen euch an den lieben Advent“ – Text, Noten, Video

Für viele ist die Adventszeit fest mit dem Lied „Wir sagen euch an den lieben Advent“ verbunden. Der Text stammt von Maria Ferschl, die Melodie von Heinrich Rohr. Die Noten zu „Wir sagen euch an den lieben Advent“ findet ihr online auf verschiedenen Seiten.
Der Text der vier Strophen:
1. Strophe
Wir sagen euch an den lieben Advent.
Sehet die erste Kerze brennt.
Wir sagen euch an eine heilige Zeit,
Machet dem Herrn den Weg bereit.
Freut euch ihr Christen, freuet euch sehr.
Schon ist nahe der Herr.
2. Strophe
Wir sagen euch an den lieben Advent.
Sehet die zweite Kerze brennt.
So nehmet euch eins um das andere an,
Wie euch der Herr an uns getan.
Freut euch ihr Christen, freuet euch sehr.
Schon ist nahe der Herr.
3. Strophe
Wir sagen euch an den lieben Advent.
Sehet die dritte Kerze brennt.
Nun trag eurer Güte hellen Schein
Weit in die dunkle Welt hinein.
Freut euch ihr Christen, freuet euch sehr.
Schon ist nahe der Herr.
4. Strophe
Wir sagen euch an den lieben Advent.
Sehet die vierte Kerze brennt.
Gott selber wird kommen. Er zögert nicht.
Auf, auf ihr Herzen und werdet Licht.
Freut euch ihr Christen, freuet euch sehr.
Schon ist nahe der Herr.
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Youtube „Wir sagen euch an den lieben Advent“