Heute brennen alle Kerzen auf dem Adventskranz: Denn am Sonntag, 20.12.2020, ist der vierte Advent. Bis zum Heiligabend sind es nur noch vier Tage. Sind schon alle Geschenke bereit?
Advent“ beschreibt die vorweihnachtliche Zeit. Dabei handelt es sich um die vier Sonntage vor dem 25.12. Doch warum feiern wir den Advent überhaupt und warum zünden wir dabei Kerzen an? Wir verraten euch die Bedeutung von Advent und erklären seine Bräuche wie Adventskalender, Lieder, Bilder und Grüße.

Termine: Heute ist der 4. Advent

Der Advent startet meist zwischen dem 27. November und dem 3. Dezember. Alle Advente werden an den vier Sonntagen vor Weihnachten gefeiert. Das sind die Termine für dieses Jahr:
  • 1. Advent: 29.11.2020
  • 2. Advent: 06.12.2020
  • 3. Advent: 13.12.2020
  • 4. Advent: 20.12.2020

Schöne Grüße zum 4. Advent

Der vierte Advent ist fast da! Zu diesem Anlass bietet es sich an, schöne Sprüche zu versenden:
  • Wir wünschen Euch einen besinnlichen, frohen und glücklichen Advent! Und für das kommende Jahr Zufriedenheit und Frohsinn.
  • Bei einem Stückchen Stollen und einem Glas Glühwein ist’s so richtig Advent. Besinnliche Adventsgrüße senden Euch von Herzen …
  • Eine stille, besinnliche und geruhsame Adventszeit bei Glühwein und Plätzchen wünschen Euch …
  • Ich wünsche Dir viele schöne Wohlfühltage in der Adventszeit – lass besinnliche Vorweihnachtsstimmung in Dein Heim einkehren!
  • Wir wünschen Euch eine wunderschöne frohe Adventszeit und alles Glück auf Erden für das kommende Jahr.
  • Von ganzem Herzen wünsche ich dir einen schönen Advent mit viel Harmonie und Ruhe!
  • Im Kreise deiner Familie wünsche ich dir einen besinnlichen Adventssonntag!
  • Ich wünsche euch einen zauberhaften 4. Advent mit viel Vorfreude auf das bevorstehende Weihnachtsfest.

Adventsgrüße für WhatsApp: Lustige Sprüche zum 4. Advent

Wer Adventsgrüße per WhatsApp an seine Liebsten schickt, der kann auch mal zu einen etwas lustigerem Spruch greifen. Hier eine kleine Auswahl:
  • Advent, Advent, ein Lichtlein brennt! Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier, dann steht das Christkind vor der Tür. Und wenn das fünfte Lichtlein brennt, dann hast du Weihnachten verpennt.
  • Per E-Mail, Brief und Kurznachricht, mit einem Lied, durch ein Gedicht, per Post. Mit Worten und durch Klicken, will ich dir Weihnachtsgrüße schicken.

Advent Bilder kostenlos für Whatsapp

Ihr möchtet zum Advent passende Bilder an Freunde und Verwandte verschicken? Wir haben euch ein paar Vorschläge, wo ihr kostenlose Bilder für Whatsapp und Co. findet:

Was bedeutet das Wort „Advent“?

Das lateinische Wort „adventus“ ist der Ursprung des Namens „Advent“. Es kann mit „Ankunft“ übersetzt werden und beschreibt in dieser Jahreszeit die Ankunft von Jesus Christus und die Vorbereitung der Christen darauf. Der Höhepunkt ist das Hochfest der Geburt von Jesus von Nazareth, die Menschwerdung Gottes: Weihnachten. Mit dem ersten Adventssonntag beginnt außerdem das neue Kirchenjahr.

Advent – Herkunft und Geschichte

Der Begriff „Advent“ ist der Bedeutung des griechischen Wortes „epiphaneia“ gleichzusetzen: die Erscheinung. Dabei bezog sich die Annahme darauf, dass in dieser Zeit der Besuch eines Amtsträgers anstand – zum Beispiel von Königen und Kaisern. Auch die Anwesenheit einer Gottheit im Tempel drückte man damit aus. Bei den Christen sollte der Begriff die tiefe Beziehung zu Jesus Christus darstellen.
Die Adventszeit galt als Fastenzeit, die vom 11. November bis zum 6. Januar dauerte – dem Fest der Erscheinung des Herrn. Die Fastenzeit und die Adventszeit werden als „geschlossene Zeiten“ bezeichnet. Zu dieser Zeit durfte weder getanzt, noch gefeiert werden. Trauungen fanden ebenfalls nicht statt.
Im 7. Jahrhundert liegt der Ursprung unserer heutigen Adventszeit. Papst Gregor legte die Anzahl der Sonntage auf vier fest. Davor waren es sechs Sonntage. Der Erlöser soll – nach dem Sündenfall im Paradies – nach viertausend Jahren erscheinen.

Advent – Bräuche und Traditionen

Ein üblicher Brauch ist es, an jedem Sonntag eine weitere Kerze auf dem Adventskranz anzuzünden. Die meisten Leute besuchen in dieser Zeit auch einen der zahlreichen Weihnächstmärkte der Region. Doch nicht nur das Christentum ist der Ursprung für viele Bräuche rund um die Adventszeit. Einige alte germanische Traditionen haben ebenfalls die Adventszeit geprägt.
Darunter fallen diese Bräuche:
  • Advents-Türschmuck
  • Adventsfasten
  • Frautragen
  • Friedenslicht von Bethlehem
  • Krippe füllen
  • Rorate-Messen
  • Turmblasen (oder auch Adventsblasen genannt)
  • Weihnachtsmärkte

Woher kommt der Adventskalender?

Gerhard Lang brachte 1904 den ersten gedruckten Adventskalender auf den Markt. Dieser Kalender trug den Namen: „Im Lande des Christkindes“. In jedem der 24 Türchen erzählte Lang von den zahlreichen Vorbereitungen, welches das Christkind vor Weihnachten noch zu erledigen hatte. Der erste Adventskalender bestand aus zwei Bögen Papier. Einer davon war mit 24 Texten versehen und der zweite – etwas kleinere – Bogen war mit Bildern bedruckt. Der Adventskalender musste deshalb eigenständig zurechtgeschnitten und zusammengeklebt werden. In den darauffolgenden Jahren entwickelte Gerhard Lang immer neue Ideen.

Adventskranz: Die vier Kerzen im Advent

Der ursprüngliche Adventskranz aus Tannenzweigen und vier Kerzen ist in fast jedem deutschen Haushalt zur Weihnachtszeit zu finden, aber woher kommt der Brauch? Er findet seinen Ursprung im 19. Jahrhundert. Das Rauhen Haus – die 1833 gegründete Stiftung von Johann Hinrich Wichern – in Hamburg beschäftigte sich mit der Betreuung von Kindern. Die Kleinen wollten natürlich wissen: Wann ist Weihnachten?
Johann Hinrich Wichern bastelte daraufhin eine erste Art von Kalender. Der „Wichernkranz“ gilt als die Urform des Adventskalenders. An einem Wagenrad befestigte Wichern mehrere Kerzen: genau die Anzahl und Tage vom 1. Advent bis zum Heiligabend. Die Sonntage waren durch dicke weiße Kerzen dargestellt, die Wochentage durch kleine rote. Die Anzahl variierte, da der erste Adventssonntag immer an einem anderen Tag war.
Aus dem ursprünglichen Wichernkranz hat sich schließlich der bis heute bekannte Adventskranz mit vier Kerzen entwickelt. Seit 1860 wird er aus Tannenzweigen gefertigt.

„Wir sagen euch an den lieben Advent“ – Text, Noten, YouTube

Für viele ist die Adventszeit fest mit dem Lied „Wir sagen euch an den lieben Advent“ verbunden. Der Text stammt von Maria Ferschl, die Melodie von Heinrich Rohr. Die Noten zu „Wir sagen euch an den lieben Advent“ findet ihr online auf verschiedenen Seiten.
Der Text der vier Strophen:
1. Strophe
Wir sagen euch an den lieben Advent.
Sehet die erste Kerze brennt.
Wir sagen euch an eine heilige Zeit,
Machet dem Herrn den Weg bereit.
Freut euch ihr Christen, freuet euch sehr.
Schon ist nahe der Herr.
2. Strophe
Wir sagen euch an den lieben Advent.
Sehet die zweite Kerze brennt.
So nehmet euch eins um das andere an,
Wie euch der Herr an uns getan.
Freut euch ihr Christen, freuet euch sehr.
Schon ist nahe der Herr.
3. Strophe
Wir sagen euch an den lieben Advent.
Sehet die dritte Kerze brennt.
Nun trag eurer Güte hellen Schein
Weit in die dunkle Welt hinein.
Freut euch ihr Christen, freuet euch sehr.
Schon ist nahe der Herr.
4. Strophe
Wir sagen euch an den lieben Advent.
Sehet die vierte Kerze brennt.
Gott selber wird kommen. Er zögert nicht.
Auf, auf ihr Herzen und werdet Licht.
Freut euch ihr Christen, freuet euch sehr.
Schon ist nahe der Herr.
Youtube

Youtube Wir sagen euch an den lieben Advent

Advent in Corona-Zeiten

Am Sonntag beginnt die Adventszeit, aber normal ist in diesem Jahr nichts. Die Beratungen am Mittwoch werden einen Fahrplan für die Adventszeit ergeben. Da die Corona-Beschränkungen aller Wahrscheinlichkeit nach bis Weihnachten verlängert werden, fallen die üblichen Feiern aus. Vielerorts sind Weihnachtsmärkte abgesagt. In Betrieben übliche Weihnachtsfeiern sind nun auch nicht mehr möglich, ebenso wenig die in Schulen und Kitas üblichen Adventsbasare und -feiern.