Weihnachtsmärkte
: Was eine Tasse Glühwein dieses Jahr kostet

Für viele gehört beim Besuch des Weihnachtsmarkts ein Glühwein dazu. Wie tief man dafür in den großen Städten in die Tasche greifen muss, ist unterschiedlich. Wo ist das Heißgetränk am teuersten?
Von
Caroline Strang,
Daniel Wydra
Stuttgart
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dpatopbilder - 04.11.2022, Hamburg: Drei Besucher stoßen mit Glühwein an. Als erste weihnachtliche Veranstaltung der Stadt hat am Freitag der Wandsbeker Winterzauber eröffnet. Foto: Jonas Walzberg/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Viele Menschen freuen sich auf den Glühwein vom Weihnachtsmarkt. Mancherorts ist der teurer geworden.

Jonas Walzberg
  • Glühweinpreise auf Weihnachtsmärkten im Südwesten bleiben meist stabil.
  • In Freiburg steigt der Preis auf 4,50 Euro, in Karlsruhe auf 4 Euro.
  • Stuttgart verlangt bis zu 5 Euro, Konstanz bleibt bei 4 Euro.
  • In Mannheim und Heidelberg bleiben die Preise unverändert.
  • Pfandkosten variieren zwischen 2 und 3 Euro.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der Glühwein gehört zu den absoluten Klassikern auf den Weihnachtsmärkten. Die Besucherinnen und Besucher der großen Märkte im Südwesten können sich in diesem Jahr weitgehend auf recht stabile Preise für das beliebte Heißgetränk einstellen. Wir haben die Preise für einige große Städte in Baden-Württemberg zusammengestellt.

Mindestens 4 Euro für Glühwein in Ulm

In Ulm können die Händler selbst entscheiden, wie viel Geld sie für eine Tasse Glühwein verlangen. 4 Euro kostet der günstigste Glühwein auf dem Ulmer Weihnachtsmarkt. Je nachdem, wie die Qualität des Weins beschaffen ist, ob Winzerglühwein oder Standard. Die meisten Stände verlangen 4,50 Euro.  Am 2. Dezember wird das 40. gefeiert – zwischen 10 und 14 Uhr kostet Glühwein und Punsch dann nur 2,50 Euro. Besucher sollten auch genug Geld für das Pfand mitbringen, pro Tasse werden drei Euro fällig.

Jedes Jahr werden die Tassen mit einem neuen Motiv bedruckt. „Den Markt in dieser Form gibt es zum 40. Mal, deshalb haben wir das Erscheinungsbild ein bisschen modernisiert“, kündigt Simone Huber an. Außer den traditionellen bebilderten Tassen gibt es 2024 erstmals welche mit Sprüchen wie „Weihnachtszauber weit und breit, schön ist Ulm zu dieser Jahreszeit“. Außerdem gibt es zwei Becher in den Ulm-Farben, die schwarz-weißen Exemplare gibt es allerdings nicht mit Glühwein gefüllt an den Ständen, sondern im Stadthaus in der Touristinfo zu kaufen.

In Freiburg zieht der Preis an

In der Universitätsstadt wird es teurer. Der Preis für den am 21. November startenden Markt sei durch die Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe (FWTM) als Veranstalter gedeckelt, teilte eine Sprecherin mit. 2024 sei diese Deckelung auf 4,50 Euro festgelegt. Im Vorjahr waren es 4 Euro. „Bis auf voraussichtlich zwei Glühweinstände werden alle anderen Standbetreiber den Preis von 4,50 Euro auch anwenden.“ Für die Beschicker des Weihnachtsmarktes seien in vielen Bereichen steigende Kosten eine Herausforderung. Dazu gehörten erhöhte Aufwendungen beim Wareneinkauf und die Kosten für die Personalgewinnung.

Auch die Veranstalterin sehe sich mit allgemeinen Preissteigerungen konfrontiert, was in Freiburg seit 2017 erstmalig wieder eine Anpassung der Standgebühren notwendig gemacht habe. Um die wirtschaftliche Lage der Beschicker zu berücksichtigen, sei den Betreibern der Glühweinstände daher gestattet worden, den Preis für Glühwein im Vergleich zum Vorjahr um 50 Cent anzuheben.

Obendrauf kommt noch das Pfand. 2024 werden die meisten Stände voraussichtlich ein Pfand von 3,00 Euro verlangen. „Die Höhe des Pfandes orientiert sich unter anderem an den gestiegenen Einkaufspreisen für aufwendiger gestaltete Gläser, die gerne auch mitgenommen werden.“

Karlsruhe wird es etwas teurer

Der Christkindlesmarkt in Karlsruhe geht am 25. November los. Der Glühwein (0,2 Liter) kostet in diesem Jahr voraussichtlich 4 Euro plus Pfand, wie die Kommune mitteilte. Im Jahr 2023 lagen die Glühweinpreise zwischen 3,50 Euro und 4 Euro plus Pfand. Grund für die Erhöhung sei die allgemeine Preissteigerung, dadurch entstünden auch höhere Kosten im Einkauf sowie höhere Personalkosten durch die Steigerung des Mindestlohns.

Glühwein für einen Euro in Bad Cannstatt

Auf dem Parkplatz des Discounters Aldi Süd gibt es für eine kurze Zeit einen kleinen Weihnachtsmarkt mit unschlagbaren Preisen. Der Glühwein kostet mit oder ohne Alkohol einen Euro, Crêpes gibt es für 2 Euro und die Bratwurst mit oder ohne Fleisch ebenfalls. Der Discounter rührt mit der Aktion „Bezahlbare Weihnachten für alle“ mächtig die Werbetrommel. Und das wirkt: bereits vor der Eröffnung am Dienstag standen die Menschen Schlange.

In Stuttgart sind bis zu 5 Euro fällig

Der Markt in Stuttgart startet am 27. November und der Glühwein wird nach Angaben der Veranstalter zwischen 3,50 und 5 Euro kosten. Die meisten Stände verlangten für den 0,2 Becher zwischen 4,00 und 4,50 Euro. Damit liege man preislich im gleichen Rahmen wie vergangenes Jahr, teilte die Sprecherin der Veranstaltungsgesellschaft in.stuttgart mit. Die Preise für den Glühwein legten die Standbetreiber selbst fest. Allerdings frage der Veranstalter die Preise ab und gehe mit den Beschickern gegebenenfalls ins Gespräch, sollten zu hohe Preiserhöhungen beabsichtigt sein. Das Becherpfand liege bei drei Euro. Damit solle die Nachhaltigkeit verbessert werden, indem weniger Müll auf dem Weihnachtsmarkt zurückgelassen werde. Sollten Besucher das Glas behalten wollen, hätten sie ein schönes und gutes Souvenir zu einem verhältnismäßig guten Preis.

Weitgehend stabiler Preis in Konstanz

In Konstanz bleibt der Preis bei den meisten Anbietern stabil bei 4 Euro je Tasse, wie der Veranstalter mitteilte. Das Pfand betrage 2 Euro, „Beschwerden gibt es hierzu so gut wie keine.“ Erstmals wird am Bodensee auf Mehrweggeschirr gesetzt, das besonders nachverfolgt werden kann. Dies bilde die Grundlage für ein einheitliches, reibungslos funktionierendes Pfandsystem auf dem gesamten Weihnachtsmarkt. Die Reinigung der Mehrwegbehälter erfolge zentral in einem industriellen Spülzentrum außerhalb der
Region, da in Konstanz noch keine entsprechende Infrastruktur zur Verfügung stehe. Der Markt startet am 28. November.

Pfand wird in Mannheim gut angenommen

Beim Mannheimer Weihnachtsmarkt am Wasserturm, der am 25. November losgeht, seien die Preise für Glühwein und Tassenpfand seit 2023 stabil geblieben, teilte der Veranstalter mit. Ein Händler biete Glühwein ab 3,50 Euro an, die anderen ab 4,50 Euro. Das Tassenpfand koste einheitlich 3 Euro pro Tasse und sei auch von den Besucherinnen und Besuchern gut angenommen worden. Die Höhe orientiere sich an den gestiegenen Anschaffungskosten für die Tassen.

Die Preisuntergrenze des Glühweins in der 0,2 Tasse liegt in Heidelberg bei 4 Euro, wobei manche Spezial-Glühweine auch teurer sein können, wie die Kommune mitteilte. „Die Preisstruktur bleibt im Vergleich zum Vorjahr unverändert.“ Der Markt in der Universitätsstadt startet am 25. November. In Pforzheim ging die Stadt davon aus, dass das Preisniveau des Vorjahres beibehalten wird – zwischen 3 und 4 Euro. In der Schmuckstadt geht es am 25. November los.

Mit Informationen der dpa.