Aldi-Weihnachtsmarkt: Glühwein für einen Euro – der wohl günstigste Weihnachtsmarkt Deutschlands

Aldi Süd bringt den nach eigenen Angaben "günstigsten Weihnachtsmarkt Deutschlands" in vier Städte.
Unternehmensgruppe ALDI SÜD/obs/dpa- Aldi eröffnet Weihnachtsmärkte in vier Städten, Glühwein für einen Euro.
- In Bad Cannstatt, München, Frankfurt und Köln an je drei Tagen.
- Angebote: Glühwein 1 Euro, Crêpes und Bratwurst je 2 Euro.
- Einnahmen gehen an die "Off Road Kids"-Stiftung.
- Ziel: Bezahlbare Weihnachten und Förderung des Gemeinschaftsgefühls.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Glühwein – mit oder ohne Alkohol – für einen Euro, Crêpes für 2 Euro und die Bratwurst – mit oder ohne Fleisch – ebenfalls für 2 Euro. Noch eineinhalb Wochen bis zum 1. Advent und noch rund eine Woche, bis die meisten Weihnachtsmärkte ihre Pforten öffnen. Stuttgart Bad-Cannstatt ist der Zeit voraus. Dort hat der Weihnachtsmarkt bereits am Dienstag begonnen – und dauert auch nur drei Tage. Der Discounter Aldi bietet bis Donnerstag auf dem Parkplatz seiner Filiale in der Deckerstraße den nach eigenen Angaben „günstigsten Weihnachtsmarkt Deutschlands“. Fünf Stände, zwei Ski-Gondeln und ein kleines Kinderkarussell inmitten von Tannengrün.
Schlange vor dem Weihnachtsmarkt
Bereits 20 Minuten vor Eröffnung bildet sich trotz des Sturms über Stuttgart eine Schlange vor dem zum Weihnachtsmarkt umfunktionierten Parkplatz. An einem Stand kann man Wertmarken erwerben, mit denen dann bezahlt wird. „Man muss die Feste feiern, wie sie fallen“, sagt ein junger Mann, der zusammen mit Freunden gekommen ist. „Wir haben davon gelesen und wollen uns das einfach mal anschauen“, sagt eine ältere Frau, die zusammen mit ihrem Mann in der Schlange wartet. Ihre Motivation seien vor allem die günstigen Preise, sagt eine junge Mutter. „Wenn man drei Kinder hat, geht ein Besuch auf dem Weihnachtsmarkt schnell richtig ins Geld.“ Dafür nehme sie es auch in Kauf, dass die Vorweihnachtszeit eigentlich noch gar nicht begonnen hat.
Ein Besuch auf dem Weihnachtsmarkt ist schon lange nichts mehr für schmale Geldbeutel. Laut einer aktuellen Auswertung des Online-Gutscheinanbieters coupons.de variieren die Preise für Glühwein von Stadt zu Stadt. Durchschnittlich kostet eine Tasse in Deutschland in diesem Jahr etwa 4,24 Euro; in Städten wie München können aber auch schnell 6 Euro daraus werden. Das entspricht einer Preissteigerung von rund sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch andere Sachen seien aufgrund von gestiegenen Standgebühren, Strom- und Personalkosten teurer geworden.
Aldi wirbt mit „bezahlbaren Weihnachten für alle“
Viele Deutsche wollen Umfragen zufolge zu Weihnachten Abstriche machen. Laut Handelsverband Deutschland planen die Deutschen, in diesem Jahr durchschnittlich 297 Euro für Weihnachtsgeschenke auszugeben. Etwas mehr als die Hälfte der rund 2.000 Befragten will demnach genauso viel investieren wie im Vorjahr und elf Prozent wollen mehr ausgeben. 24 Prozent gaben an, sich einschränken zu wollen oder zu müssen.
Aldi möchte mit seinem Angebot „bezahlbare Weihnachten für alle“ ermöglichen und die Vorfreude auf das Fest steigern, sagt Julia Leipe, Pressesprecherin von Aldi Süd, dem Evangelischen Pressedienst (epd). Auch wolle man in einer Gesellschaft, die viele Menschen zunehmend als kalt empfänden, das Gemeinschaftsgefühl stärken. Deshalb wird in Bad Cannstatt auch zu jeder vollen Stunde gemeinsam gesungen – angelsächsische Hits wie „Jingle Bells“, aber auch deutsche Weihnachtslieder wie „Lasst und froh und munter sein“ und „Fröhliche Weihnacht überall“. Für alle jene, die nicht textsicher sind, liegen Liedzettel aus.
Aldi-Weihnachtsmarkt auch in München
Seine Premiere hatte der „günstigste Weihnachtsmarkt Deutschlands“ vor einem Jahr in Köln, sagt Leipe. Da die Resonanz darauf so positiv gewesen sei, habe man sich entschlossen, den Weihnachtsmarkt in diesem Jahr nicht nur in Köln, sondern auch in München, Frankfurt am Main und eben Stuttgart zu veranstalten – an je drei Tagen von 15 bis 21 Uhr. Sämtliche Einnahmen, so die Sprecherin, würden übrigens gespendet. In diesem Jahr kämen sie der „Off Road Kids“-Stiftung, die sich um obdachlose Jugendliche kümmert.
Dan Peter, Sprecher der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, kann nichts Verwerfliches an der Aktion des Discounters finden. „Alles, was dem Zusammenhalt in der Gesellschaft guttut, finde ich auch gut“, sagte er dem Evangelischen Pressedienst (epd). Das gelte umso mehr, wenn auch Einkommensschwächeren die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglicht werde. Und dass der Weihnachtsmarkt bereits vor dem Ewigkeitssonntag stattfindet? „Ich habe den Eindruck, dass das Kirchenjahr in unserer Gesellschaft nur noch wenigen im Bewusstsein ist. Umso wertvoller ist es, dass die Hochfeste der Kirche, wie Ostern, Weihnachten und Pfingsten bekannt sind, und dass die Menschen sich darauf freuen.“ (2614/19.11.2024)


