Warnung im Zollernalbkreis: Warum der Eichenprozessionsspinner jetzt besonders gefährlich ist

Warnung vor Eichenprozessionsspinnern im Zollernalbkreis: Abgesperrte Bereiche sind unbedingt zu beachten.
Friso Gentsch/dpa- Im Zollernalbkreis warnt das Landratsamt vor dem Eichenprozessionsspinner.
- Ältere Larven bilden Brennhaare ab dem dritten Stadium – Hauptgefährdung zwischen Mai und Juli.
- Haare können Haut, Augen und Atemwege reizen, selten kommt es zu allergischem Schock.
- Befallene Bäume und Nester meiden, Wege nutzen und Warnhinweise sowie Absperrungen beachten.
- Nester nicht berühren, Sichtungen melden, nach Kontakt Kleidung waschen und duschen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Mit dem Fortschreiten der Vegetationsperiode rückt im Zollernalbkreis der Eichenprozessionsspinner wieder stärker in den Fokus. Nach Einschätzung der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) ist die Art in Südwestdeutschland inzwischen weitverbreitet und tritt in fast allen eichenreichen Gebieten auf. Zugleich kann sie als Gesundheitsrisiko für Menschen und Tiere sowie als Schadorganismus an Eichen relevant werden.
Brennhaare älterer Larvenstadien besonders gefährlich
Der Zollernalbkreis bittet deswegen in einer Pressemitteilung um erhöhte Aufmerksamkeit in eichenreichen Gebieten. „Beim Eichenprozessionsspinner handelt es sich um ein ernst zu nehmendes Thema für Gesundheitsschutz, Verkehrssicherung und Waldschutz.“
Die größte gesundheitliche Gefahr gehe nicht von jungen Raupen aus, sondern von den Brennhaaren älterer Larvenstadien, heißt es. Diese werden ab dem dritten Larvenstadium gebildet; die Zeit der Hauptgefährdung liegt in der Regel zwischen Mai und Juli.

Das Landratsamt warnt vor Eichenprozessionsspinnern im Zollernalbkreis und erklärt, warum auch alte Nester noch lange ein Risiko bergen.
Steffen MaierBei trockener und warmer Witterung können sich laut Mitteilung die Brennhaare mit dem Wind verbreiten und Hautreizungen, juckende Ausschläge, Reizungen an Augen und Schleimhäuten sowie Atemwegsbeschwerden auslösen. In Einzelfällen können stärkere Reaktionen bis hin zu einer allergischen Schockreaktion auftreten. Alte Nester können noch lange gefährlich bleiben.
Deswegen gibt das Landratsamt einige Verhaltensempfehlungen mit auf den Weg: Befallene Bäume und die typischen Gespinstnester sollten demnach großräumig gemieden werden. In betroffenen Bereichen empfiehlt es sich, möglichst auf den Wegen zu bleiben.
Warnhinweise vor Eichenprozessionsspinner beachten
Raupen, Gespinste, Häutungsreste und alte Nester sollten keinesfalls berührt oder eigenständig entfernt werden. Die Beseitigung sollte ausschließlich durch sachkundige Fachfirmen erfolgen. Sichtungen, etwa an Straßen, in Parks, auf Spielplätzen, an Schulen oder Friedhöfen, sollten umgehend der jeweiligen Gemeinde gemeldet werden. Bei Befall im Wald oder an stark frequentierten Waldwegen ist das Forstamt des Zollernalbkreises die richtige Anlaufstelle.
In akuten Gefährdungslagen können Warnhinweise, Aufklärung und Absperrungen geeignete erste Maßnahmen sein. Absperrungen sind unbedingt zu beachten; insbesondere Kinder und Tiere sollten befallene oder gesperrte Bereiche nicht betreten.
Nach möglichem Kontakt sollten die Kleidung gewaschen, gründlich geduscht und die Haare gewaschen werden. Bei stärkeren Beschwerden sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.
