Unwetter in Ulm/Neu-Ulm und BW
: DWD warnt vor schweren Gewittern mit Hagel und Starkregen – der aktuelle Stand

Fünf Zentimeter große Hagelkörner könnten am Mittwoch in der Region Ulm und Neu-Ulm sowie in anderen Teilen BWs vom Himmel fallen, neben viel Regen und schweren Sturmböen. Wie ist die aktuelle Lage im Südwesten?
Von
Nico Pannewitz
Ulm
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Wetter in Baden-Württemberg: 13.07.2025, Baden-Württemberg, Dornstadt: Dunkle Gewitterwolken ziehen bei einem Gewitter am Abend über dem Großraum Ulm auf. Dabei blitzt es in der Ferne. Auch für Montag, den 14.07.2025, werden in Baden-Württemberg und Bayern in Teilen der Region Gewitter und Regenschauer erwartet. Foto: Simon Zeiher/onw-images/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Für Ulm und Umgebung sind schwere Gewitter angesagt.

Simon Zeiher/onw-images/dpa
  • DWD warnt für Mittwoch von 13 bis 23 Uhr vor schweren Gewittern in Ulm/Neu-Ulm.
  • Erwartet werden Sturmböen bis 120 km/h, Starkregen bis 40 l/m² und Hagel bis 5 cm.
  • Betroffen sind auch Alb-Donau-Kreis und große Teile des südlichen Baden-Württembergs.
  • Genannte Kreise reichen u. a. von Tübingen und Reutlingen bis Bodenseekreis und Ravensburg.
  • Am späten Abend soll die Gewitterintensität nachlassen – Risiko größerer Schäden besteht.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Vorsicht ist besser als Nachsicht: Zwar sind die Wettervorhersagen des Deutschen Wetterdiensts keine absolute Garantie – angesichts der Schäden, die schwere Gewitter zuletzt am Mittwochmorgen, 15.07.2026, im Kreis Reutlingen angerichtet haben, sollte man die jüngste Unwetterwarnung des DWD trotzdem ernst nehmen.

Demnach sollen am Mittwoch bis 23 Uhr schwere Gewitter über den den Alb-Donau-Kreis, Ulm und Neu-Ulm ziehen. Die kritischste Phase sehen die Wetterexperten am Nachmittag: In diesen Stunden sind stellenweise Sturmböen von 120 Stundenkilometern, Starkregen von 40 Liter pro Quadratmeter sowie Hagel mit bis zu  5 Zentimeter großen Körnern möglich. Aufgrund dessen sieht der DWD ein Risiko für größere Schäden an der Natur und Infrastruktur. Am späten Abend soll die Gewitterintensität dann abnehmen.

Die Unwetterwarnung für Ulm, Alb-Donau-Kreis und Neu-Ulm gilt in derselben Weise für einen großen Teil des südlichen Baden-Württembergs.

Für welche Landkreise gilt die Unwetterwarnung?

Von den Gewitter-Superzellen können dem Deutschen Wetterdienst zufolge folgende Kreise betroffen sein:

  • Alb-Donau-Kreis (mit Ulm)
  • Kreis Neu-Ulm
  • Zollernalb
  • Tübingen
  • Lörrach
  • Breisgau-Hochschwarzwald
  • Waldshut
  • Schwarzwald-Baar-Kreis
  • Tuttlingen
  • Konstanz
  • Rottweil
  • Reutlingen
  • Esslingen
  • Göppingen
  • Heidenheim
  • Biberach
  • Sigmaringen
  • Bodenseekreis
  • Ravensburg

Wie ist der aktuelle Stand in Baden-Württemberg?

Laut dem DWD ziehen aktuell gegen 17.40 Uhr Gewitterzellen über den Kreis Biberach und mehrere andere Landkreise. Mit schweren Unwettern muss vereinzelt in den Kreisen Breisgau-Hochschwarzwald, Waldshut, Schwarzwald-Baar-Kreis, Konstanz, Tuttlingen und Bodenseekreis gerechnet werden. In Teilen der Kreise Waldshut, Schwarzwald-Baar-Kreis, Tuttlingen und Konstanz kann es gar zu extremem Starkregen von 50 Liter pro Quadratmeter kommen. In den Kreisen Emmendingen, Rastatt, Calw, Freudenstadt und Böblingen (nicht in der ursprünglichen Warnung enthalten) haben sich aktuell auch schwere Unwetter gebildet.

Bei dem Unwetter im Kreis Reutlingen war am Mittwochmorgen in Teilen der Stadt der Strom ausgefallen – Ampeln funktionierten nicht mehr, die Polizei musste den Verkehr regeln. Zahlreiche Straßen wurden überflutet oder durch umgestürzte Bäume blockiert, die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot im Einsatz.

Im Kreis Ravensburg hatten bereits in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch schwere Gewitter getobt. Wie die Polizei mitteilt, schlug neben zahlreichen umgestürzten Bäumen auch zweimal der Blitz ein. Zum einen wurde dadurch eine Trafostation in Vogt beschädigt, zum anderen stießen in Aitrach teilweise Stichflammen aus Steckdosen. Eine 43-jährige Frau, die zu der Zeit ihr Smartphone an einer Steckdose geladen und in der Hand gehalten hatte, bekam gar einen Stromschlag und ging daraufhin selbstständig in ein Krankenhaus.