Es drohen Sturm und Hagel
: Wetterdienst warnt vor schweren Gewittern im Kreis Tübingen

Die Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) haben für Mittwoch, 15. Juli 2026, eine Unwetterwarnung herausgegeben: Es kann ab dem frühen Nachmittag zu heftigen Unwettern kommen.
Von
Jonas Bleeser
Tübingen
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Dunkle Wolken über der Wurmlinger Kapelle

Am Nachmittag drohen im Kreis Tübingen schwere Gewitter, sagt der Deutsche Wetterdienst.

Ulrich Metz
  • DWD warnt für den Kreis Tübingen: Am Mittwoch, 15. Juli 2026, drohen schwere Gewitter.
  • Ab frühem Nachmittag möglich: Hagel bis 5 cm und Sturmböen bis 120 km/h.
  • Örtlich werden bis zu 40 Liter Regen pro Quadratmeter erwartet – Gefahr von Überflutungen.
  • DWD rät zu Vorsorge, etwa Aufenthalt im Freien meiden und Gegenstände sichern.
  • Am frühen Morgen traf Reutlingen ein heftiges Gewitter, mit Stromausfällen und überfluteten Straßen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für den Kreis Tübingen eine Vorabwarnung vor schweren Gewittern herausgegeben. Sie gilt am Mittwoch, 15. Juli 2026, bis 23 Uhr. Ab dem frühen Nachmittag erwarten die Wetterforscher gebietsweise schwere Unwetter. Dabei sind Hagelschlag mit einer Korngröße bis 5 Zentimeter Durchmesser möglich, außerdem Sturmböen bis zu einer Windgeschwindigkeit in Orkanstärke, also von 120 Kilometern pro Stunde.

Bis zu 40 Liter pro Quadratmeter

Die Meteorologen erwarten auch heftige Regenfälle: Örtlich sei ein Niederschlag bis zu 40 Litern pro Quadratmeter möglich. Das könne zu Schäden an Infrastruktur und Vegetation führen. So warnt der DWD unter anderem vor Blitzschlag, weitverbreitet umstürzenden Bäumen, abgedeckten Dächern, umherfliegenden großen Gegenständen und Überflutungen von Straßen/Unterführungen und Kellern. Autofahrer sollten besonders vorsichtig fahren, da weitverbreitet Aquaplaning möglich ist.

Die Vorabinformation stellt noch keine amtliche Warnung dar. Genaue Angaben zu Zeit und Ort der Gewitter können erst kurzfristig erfolgen.

Der DWD empfiehlt trotzdem, Vorsorgemaßnahmen zu treffen, darunter die folgenden:

  • Den Aufenthalt im Freien unbedingt vermeiden und sichere Räume aufsuchen; andernfalls möglichst großen Abstand von Gebäuden, Bäumen, Gerüsten und Hochspannungsleitungen halten
  • Gewässer meiden
  • Gegenstände im Freien sichern oder abbauen
  • alle Fenster und Türen schließen
  • Mehr Vorsorgeinformationen gibt es auf der Seite des Wetterdienstes

Am frühen Morgen war über Reutlingen ein heftiges Gewitter niedergegangen. Dort kam es zu Stromausfällen. Mehrere Straßen wurden überflutet, weil der Hagel und abgerissene Blätter und Äste die Gullydeckel verstopften.

Gewitter: Hinweise und Handlungsempfehlungen des DWD

Der Deutsche Wetterdienst gibt bei gewittrigen Wetterlagen Vorabinformationen und amtliche Unwetterwarnungen samt Handlungsempfehlungen heraus. Was die vier Gewitter-Warnstufen bedeuten:

  • Gewitter (Stufe 1) mit Blitzschlag und Windböen:
    Lebensgefahr durch Blitzschlag; umherfliegende leichte Gegenstände.
    Aufenthalt im Freien vermeiden oder Schutz (in Gebäuden) suchen; Gewässer meiden; lose Gegenstände sichern (Zelte, Abdeckungen, ...).
  • Starkes Gewitter (Stufe 2) mit (schweren) Sturmböen, Starkregen oder Hagel:
    Lebensgefahr durch Blitzschlag; vereinzelt umstürzende Bäume; herabstürzende Gegenstände; vereinzelt rasche Überflutungen von Straßen und Unterführungen sowie Aquaplaning und Hagelschlag. 
    Aufenthalt im Freien vermeiden oder Schutz (in Gebäuden) suchen; Gewässer meiden; Gerüste und freistehende Objekte (Leinwände, Bühnen, ...) sichern; Zelte und Abdeckungen befestigen oder (wenn möglich) rechtzeitig abbauen; im Freien auf herabfallende Gegenstände (große Äste, Dachziegel, ...) achten und Schutz suchen; Verhalten im Straßenverkehr anpassen; überflutete und gefährdete Abschnitte (wie Unterführungen) meiden.
  • Schweres Gewitter (Stufe 3) mit Hagelschlag, heftigem Starkregen oder Orkan (Böen) und gegebenenfalls Tornadogefahr:
    Gefahr für Leib und Leben durch Blitzschlag (Lebensgefahr); verbreitet umstürzende Bäume, Hochspannungsleitungen, Gerüste und andere, auch große Objekte; herabfallende Äste, Dachziegel und andere, auch große Gegenstände; Schäden an Gebäuden; rasche Überflutungen von Straßen, Unterführungen und Kellern; verbreitet Aquaplaning; mögliche Erdrutsche; Hagelschlag.
    Aufenthalt im Freien vermeiden oder Schutz (in Gebäuden) suchen; Gewässer meiden; im Freien auf herabfallende Gegenstände (große Äste, Dachziegel) achten und Schutz suchen; wenn ausreichend Zeit bleibt Gegenstände im Freien sichern oder abbauen; Verhalten im Straßenverkehr anpassen; überflutete und gefährdete Abschnitte (wie Unterführungen) meiden; auf erhebliche Beeinträchtigungen auf allen Verkehrswegen bis hin zu Sperrungen und Schließungen einstellen; alle Fenster und Türen schließen; gegebenenfalls vorbeugend Hochwasserschutzmaßnahmen treffen; bei drohender oder bereits bestehender Überflutung Keller sofort verlassen; sich über Hochwasserlage unter www.hochwasserzentralen.de informieren.
  • Extremes Gewitter (Stufe 4) mit Hagelschlag, extrem heftigem Starkregen oder extremen Orkan-Böen, gegebenenfalls Tornadogefahr: 
    Große Gefahr für Leib und Leben durch Blitzschlag (Lebensgefahr); weit verbreitet umstürzende Bäume, Hochspannungsleitungen, Gerüste und andere, auch große Objekte; verbreitet abgedeckte Dächer; umherfliegende große Gegenstände; massive Schäden an Gebäuden; rasche und verbreitete Überflutungen von Straßen, Unterführungen und Kellern; weit verbreitet Aquaplaning; mögliche Erdrutsche; Hagelschlag. 
    Aufenthalt im Freien unbedingt vermeiden und sichere Räume aufsuchen, andernfalls möglichst großen Abstand von Gebäuden, Bäumen, Gerüsten und Hochspannungsleitungen halten; Gewässer meiden; auf erhebliche Beeinträchtigungen auf allen Verkehrswegen bis hin zu Sperrungen und Schließungen einstellen; wenn ausreichend Zeit bleibt: Gegenstände im Freien sichern oder abbauen, alle Fenster und Türen schließen, gegebenenfalls vorbeugend Hochwasserschutzmaßnahmen treffen; bei drohender oder bereits bestehender Überflutung untere Geschosse sofort verlassen und höher gelegene Orte aufsuchen; sich über die Hochwasserlage unter www.hochwasserzentralen.de informieren; sich auf Netzausfälle vorbereiten (Strom, Mobilfunk);  die Entwicklung der Gefährdungslage in Radio, Fernsehen, Internet verfolgen;  den Aufforderungen der Katastrophenschutz- und Zivilschutzbehörden Folge leisten; gegebenenfalls Mitmenschen (Nachbarn, Freunde, Angehörige) über die Gefährdungslage informieren.