Unfall bei Senden: Zusammenstoß auf der B28 endet tödlich – Strecke mehrere Stunden lang gesperrt

Bei einem schweren Unfall ist an der Ausfahrt Senden eine Person gestorben.
Ralf Zwiebler- Schwerer Auffahrunfall auf der B28 zwischen Neu-Ulm und Senden – eine Person starb.
- Der Crash passierte kurz nach 3 Uhr, etwa einen Kilometer vor der Ausfahrt Senden.
- Zwei Autos waren beteiligt. Die Bundesstraße war stundenlang gesperrt.
- Feuerwehr sperrte zunächst, später sicherte die Autobahnmeisterei die Unfallstelle.
- Ursache und Beteiligte sind noch unklar. Staatsanwaltschaft und Gutachter ermitteln.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Trümmerteile auf der Fahrbahn, eine zerstörte Leitplanke und zwei zertrümmerte Autos: Den Einsatzkräften von Polizei, Rettungsdienst, Feuerwehr und Technischem Hilfswerk (THW) bot sich in der Nacht auf Sonntag (21.6.) auf der B28 zwischen Neu-Ulm und Senden ein Bild der Verwüstung. Um kurz nach 3 Uhr in der Früh ist es rund einen Kilometer vor der Ausfahrt Senden in Fahrtrichtung Hittistetten zu einem schweren Verkehrsunfall mit einem Todesopfer und mehreren Verletzten gekommen. Ursache dafür war nach Informationen der Polizei ein Auffahrunfall mit zwei beteiligten Autos.
Demnach war ein 49-Jähriger mit seinem Mercedes mit hoher Geschwindigkeit auf den Ford-Kleinwagen einer 58-Jährigen aufgefahren, schob diesen meterweit vor sich her und stieß den Ford schließlich in die Mittelleitplanke. Der Mann selbst kam dabei mit seinem Wagen nach rechts von der Fahrbahn ab und prallte dort gegen die Leitplanke. Laut Alexander Haas, Einsatzleiter der Feuerwehr Neu-Ulm, war der Fahrer des Mercedes nicht angeschnallt. Ein Gurt-Adapter täuschte demnach das Sicherheitssystem des Wagens. Der Fahrer und die Beifahrerin kamen „mit erheblichen Verletzungen“ ins Krankenhaus. Die 58-jährige Fahrerin des Kleinwagens wurde durch den Aufprall so schwer verletzt, dass sie noch an der Unfallstelle starb.
Die Bundesstraße war während der Rettungs- und Bergungsarbeiten für die Dauer von sechs Stunden vollständig gesperrt. Autofahrer wurden umgeleitet. Im Einsatz waren neben der Polizei zahlreiche Kräfte der Feuerwehren Neu-Ulm, Pfuhl, Reutti und Ulm, des Roten Kreuz, des THW und der Autobahnmeisterei. Sie sorgten für die Rettung, Bergung, Absicherung, Reinigung und Umleitung des Verkehrs. Ein Rettungshubschrauber aus München war bereits im Anflug. Er wurde jedoch nach der Todesfeststellung der Ford-Fahrerin wieder abbestellt.
Drei Notfallseelsorger betreuten die Ersthelfer
Wie die Freiwillige Feuerwehr Neu-Ulm berichtet, bot sich den Einsatzkräften bei Eintreffen an der Unfallstelle „eine unübersichtliche Lage mit einem großflächigen Trümmerfeld“. Zehn bis 15 aktive Ersthelfer begannen bis zum Eintreffen der Retter mit der Versorgung der Opfer. Sie versuchten, die Insassen aus den demolierten Trümmern zu befreien. Drei Notfallseelsorger wurden zur Betreuung an die Unfallstelle gerufen. Sie sprachen mit den sichtlich betroffenen Menschen und halfen ihnen.
Bei dem Unfallverursacher wurde eine Blutentnahme angeordnet. Die Staatsanwaltschaft Memmingen ordnete eine genaue Untersuchung an, ein Unfallgutachter wurde mit der Erstellung eines unfallanalytischen Gutachtens beauftragt. Ein tiefer Kratzer im Asphalt zeigt den genauen Kollisionspunkt. Beide Fahrzeuge waren nach dem Zusammenprall nicht mehr fahrbereit und wurden abgeschleppt.
Die Stelle auf der B28 ist immer wieder Unfallschwerpunkt. Regelmäßig passieren dort Unfälle – zum Teil mit tödlichem Ausgang. Im Januar überschlug sich auf Höhe Senden-Aufheim ein 60-Jähriger auf nasser Fahrbahn mit seinem Wagen und verletzte sich schwer. Im April 2023 starb eine 69-Jährige, nachdem ein anderer Autofahrer in sie hineingefahren war. Der Unfallverursacher wurde später wegen fahrlässiger Tötung verurteilt.
