Polizeieinsatz in Ulm
: Polizei will nach Razzia am Lederhof Bilanz ziehen

In Ulm waren bis in den Mittwochabend dutzende Polizisten im Einsatz und durchsuchten Passanten – eine „Kontrollmaßnahme zur Bekämpfung der Straßenkriminalität“.
Von
Kerstin Auernhammer,
Alexander Kern
Ulm
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  • Mit einer Razzia im „Problembezirk“ zwischen Hauptbahnhof und Lederhof will die Ulmer Polizei Straßenkriminalität bekämpfen. Zuletzt hatten sich hier Meldungen über Drogendelikte und Überfälle gehäuft.

    Mit einer Razzia im „Problembezirk“ zwischen Hauptbahnhof und Lederhof will die Ulmer Polizei Straßenkriminalität bekämpfen. Zuletzt hatten sich hier Meldungen über Drogendelikte und Überfälle gehäuft.

    Amrei Oellermann
  • Einige Bereiche sind abgesperrt, viele Mannschaftswagen der Polizei stehen am Deutschhaus.

    Einige Bereiche sind abgesperrt, viele Mannschaftswagen der Polizei stehen am Deutschhaus.

    Amrei Oellermann
  • So viele Polizisten sieht man in der Ulmer Innenstadt nicht alle Tage.

    So viele Polizisten sieht man in der Ulmer Innenstadt nicht alle Tage.

    Amrei Oellermann
  • Mannschaftsbusse parken am Deutschhaus.

    Mannschaftsbusse parken am Deutschhaus.

    Amrei Oellermann
  • Auch das Anti-Konflikt-Team der Polizei ist mit dabei.

    Auch das Anti-Konflikt-Team der Polizei ist mit dabei.

    Amrei Oellermann
  • Sven Vrancken von der Pressestelle des PP Ulm gibt Medienvertretern Auskunft.

    Sven Vrancken von der Pressestelle des PP Ulm gibt Medienvertretern Auskunft.

    Amrei Oellermann
  • Mit einer Razzia im „Problembezirk“ zwischen Hauptbahnhof und Lederhof will die Ulmer Polizei Straßenkriminalität bekämpfen. Zuletzt hatten sich hier Meldungen über Drogendelikte und Überfälle gehäuft.

    Mit einer Razzia im „Problembezirk“ zwischen Hauptbahnhof und Lederhof will die Ulmer Polizei Straßenkriminalität bekämpfen. Zuletzt hatten sich hier Meldungen über Drogendelikte und Überfälle gehäuft.

    Matthias Kessler
  • Der Lederhof war zuletzt als Kriminalitätsschwerpunkt aufgefallen, am Mittwoch (31.01.2024) führte die Polizei dort eine Razzia durch.

    Der Lederhof war zuletzt als Kriminalitätsschwerpunkt aufgefallen, am Mittwoch (31.01.2024) führte die Polizei dort eine Razzia durch.

    Matthias Kessler
  • Dutzende Beamte filzten am Lederhof und am Deutschhaus verdächtige Personen. Dabei wurden Habseligkeiten der Betroffenen in Plastikbeutel gepackt.

    Dutzende Beamte filzten am Lederhof und am Deutschhaus verdächtige Personen. Dabei wurden Habseligkeiten der Betroffenen in Plastikbeutel gepackt.

    Amrei Oellermann
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Mehrere Stunden lang hat die Polizei in Ulm ab dem Mittwochnachmittag (31.01.2024) eine Razzia durchgeführt. Rund ums Deutschhaus und den Lederhof hatte sich in den vergangenen Monaten eine Art Kriminalitätsschwerpunkt entwickelt: Schlägereien, Vandalismus, Raubüberfälle. Nach den jüngsten Vandalismusvorfällen zwischen den Jahren waren in Sozialen Medien Forderungen nach einem härteren Vorgehen der Polizei laut geworden. Nun war es so weit.

Dutzende Polizeikräfte führten ab etwa 15.30 Uhr eine Razzia durch, die bis in die späteren Abendstunden andauerte. Wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Ulm am Donnerstagmorgen auf Nachfrage mitteilt, war der Einsatz gegen 20 Uhr beendet.

Die Polizei selbst sprach von einer „Kontrollmaßnahme zur Bekämpfung der Straßenkriminalität“. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestehe nicht, betonte sie. Die Ergebnisse der Razzia stehen noch aus, die Polizei will am Donnerstag (1. Februar) Bilanz ziehen. Am Mittwoch hieß es nur so viel: Mit der bisher größten Kontrollaktion im stadtbekannten Problem-Areal wolle man mehrere Ziele erreichen, teilt Polizeisprecher Sven Vrancken am Mittwoch mit, während die Maßnahme in Gange war. Erstens: „Wir wollen wissen, wer sich hier aufhält.“ Zweitens: „Wir wollen der Bevölkerung zeigen, dass wir da sind und den Bereich im Blick haben.“ Drittens soll diese Präsenz in alle Richtungen Wirkung zeigen. Nach den zahlreichen Vorfällen in jüngerer Vergangenheit – Raub, Körperverletzung, Sachbeschädigung, Drogendeals – habe sich zudem die Ermittlungsgruppe Einstein gegründet, die die Vorfälle im Areal gesondert bearbeitet.

Auch Polizeihunde sind beim Einsatz dabei.

Amrei Oellermann

Ungute Erinnerungen an Geiselnahme

Der Einsatz weckt ungute Gefühle und Erinnerungen an den vergangenen Freitag, als die Polizei den kompletten Münsterplatz absperrte. Hintergrund war eine Geiselnahme im Starbucks-Cafe.

Was ist eine Razzia?

Laut Duden ist eine Razzia eine „überraschende örtlich begrenzte Fahndungsaktion der Polizei“. In diesem Falle waren der Lederhof und der Bereich um das Deutschhaus in Ulm betroffen, auch ein Teil der Bahnhofstraße. Gefahndet wurde unter anderem nach Drogen und Waffen.