Nach großem Poser-Treffen in Ulm: Polizei ermittelt Organisatoren – zehn Menschen müssen fast 100.000 Euro zahlen

Die Polizei hat im Juli 2025 ein großes Treffen von Tunern und Posern in Ulm unterbunden. (Archivbild)
Samuel Tschaffon- Geplantes Poser-Treffen „Project X Takeover 05.07.2025“ wurde in Ulm verhindert.
- Stadt erließ eine Allgemeinverfügung, die Polizei sperrte Straßen und setzte Hubschrauber ein.
- Viele Teilnehmende wichen nach Memmingen und Altenstadt aus – Versammlungen dort aufgelöst.
- Ermittlungen ergaben zehn Organisatoren, Gebührenbescheide über insgesamt 95.000 Euro.
- Polizei kündigt an: Solche Maßnahmen sollen bei ähnlichen Treffen weiter eingesetzt werden.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
„Project X Takeover 05.07.2025“ – unter diesem Titel kündigte ein Instagram-Reel vergangenes Jahr ein großes Treffen der Poser- und Tuningszene am ersten Juli-Wochenende an. Das Video zeigte gewagte Überholmanöver und Drifts, rund 2000 bis 3000 Autos waren erwartet worden.
Vermutlich eher unerwartet für die Poser war hingegen die schnelle und starke Reaktion der Stadt: Diese verhängte eine Allgemeinverfügung zum Verbot des Treffens, die Polizei in Ulm und Neu-Ulm kontrollierte intensiv mit Straßensperren und Hubschraubern. Selbst in Memmingen und Altenstadt, wohin ein großer Teil der Poser auswich, warteten bereits Polizisten auf sie – die Versammlungen wurden aufgelöst, zahlreiche Autos aus dem Verkehr gezogen.
Polizei will Poser weiter kontrollieren
Wie das Polizeipräsidium Ulm im April 2026 mitteilt, hatte das Treffen nun noch ein weiteres rechtliches Nachspiel. Durch Ermittlungen in der Poser-Szene konnte die Polizei nämlich zehn Personen die Organisation der Versammlung nachweisen. Gegen diese Menschen wurden Gebührenbescheide in Höhe von insgesamt 95.000 Euro verhängt.
Laut Polizei sollen solche Maßnahmen auch künftig gegen Organisatoren vergleichlicher Treffen eingesetzt werden.
