Messer-Attacke in Ulm: So hat sich die Landesregierung zum Angriff bei Mediamarkt geäußert

Spurensicherung am Tatort: Die Messer-Attacke am Mediamarkt hat Ulm erschüttert.
Volkmar Könneke- Messerangriff in Ulmer Mediamarkt wird heute im Landtag diskutiert.
- AfD-Fraktion stellt um 14.15 Uhr Fragen; Regierung soll Stellung nehmen.
- Täter: 29-jähriger Eritreer; Vorfall am 14. Januar in Ulm.
- Ein 25-Jähriger lebensgefährlich, zwei Mitarbeitende leicht verletzt.
- Polizei schoss auf mutmaßlichen Täter, zuvor wegen Gewaltdelikten aufgefallen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Messerangriff bei Mediamarkt von Mitte Januar war am heutigen Donnerstag (5. Februar) ein Thema im Landtag. So hat die AfD-Fraktion den Vorfall in einer Fragestunde des Parlaments thematisiert. Zu den Fragen des Abgeordneten Miguel Klauß hat Staatssekretär Siegfried Lorek (CDU) Stellung genommen.
Wie berichtet, hatte am 14. Januar ein 29-jähriger Eritreer in dem Elektrofachmarkt an der Blaubeurer Straße in Ulm auf mehrere Mitarbeiter eingestochen; ein 25-Jähriger wurde dabei lebensgefährlich verletzt; zwei weitere Mitarbeitende wurden leicht verletzt.
Mutmaßlicher Täter wurde von Polizei niedergeschossen
Der mutmaßliche Täter floh zunächst vom Tatort. Einsatzkräfte stoppten den 29-Jährigen nach dem Verlassen des Elektronikmarktes. Weil er Beamte mit dem Messer bedroht und sich geweigert haben soll, die Waffe fallen zu lassen, hätten die Polizisten mehrere Schüsse auf ihn abgegeben. Der Eritreer war laut Polizei bereits in der Vergangenheit wegen Gewaltdelikten aufgefallen und hatte bis Dezember eine Haftstrafe verbüßt.
Zunächst wollte der 39-jährige AfD-Abgeordnete Klauß von Staatssekretär Siegfried Lorek (CDU) wissen, welche Vorstrafen der Verdächtige hat. Abgesehen davon, dass diese bereits vom Justizministerium bekannt gegeben worden seien, so Lorek, sei es „typisch für die AfD, dass über das Opfer kein Wort verloren wird“. Er bezog sich damit auf den 25-jährigen Mediamarkt-Mitarbeiter, der sich noch immer in einem „kritischen Zustand“ in einer Ulmer Klinik befindet, wie der Sprecher der Ulmer Staatsanwaltschaft, Michael Bischofberger, am Donnerstag auf Anfrage mitteilte.
Lorek bedankte sich auch bei den beiden Kollegen des lebensgefährlich Verletzten, die mit ihrem Einsatz „Schlimmeres verhindert haben“. Genauso wie die Polizei. Der 29-Jährige sei unter anderem wegen vorsätzlicher Körperverletzung, versuchter und vollendeter gefährlicher Körperverletzung und tätlichem Angriff sowie Sachbeschädigung verurteilt worden. Wie viel Geld der Mann aus Eritrea den deutschen Staat bislang gekostet habe, wie Klauß ebenfalls wissen wollte, konnte Lorek nicht beziffern.
„Menschen in Ulm sind verunsichert“
Der Staatssekretär erläuterte zudem noch einmal kurz, dass der Eritreer bereits seit 2023 keinen Flüchtlingsstatus mehr hat. „Abschieben können wir trotzdem nicht: Mit den Machthabern in Eritrea gibt es keinerlei Kooperation.“ Die Vorwürfe des AfD-Abgeordneten, die CDU sei aufgrund ihrer Flüchtlingspolitik schuld daran, dass es überhaupt Opfer durch Migranten gebe, wies Lorek zurück.
Klauß hat seit Mai 2025 keine parlamentarische Immunität mehr. Gegen ihn wird wegen Volksverhetzung in drei Fällen ermittelt.
Kurz schaltete sich auch Michael Joukov, Abgeordneter aus dem Wahlkreis Ulm für die Grünen, in die Debatte ein. Er dankte Lorek für die sachlichen Antworten und unterstrich, dass „die Menschen in meinem Wahlkreis durch den Vorfall sehr verunsichert sind“. Wie lange schon nicht mehr nach Eritrea abgeschoben werden könne, wollte er wissen.

