Mit frisch gegrillten Würsten, einer kurzen Ansprache sowie kleinen Überraschungen für alle anwesenden Kinder wurde der Tunnelspielplatz auf dem Dorfplatz im Oktober 2021 offiziell eröffnet. Warum der Auftrieb? Damit alle Beteiligten ausreichend gewürdigt werden konnten.
Denn es hatten sich sogar Eltern beteiligt, die keine kleinen Kinder mehr haben.
„So etwas gab es bisher in Ulm noch nicht, außerdem haben sich 23 ehrenamtliche Helfer, auch Eltern, die keine kleinen Kinder mehr haben, sowie örtliche Firmen und Experten aus der Stadtverwaltung an dem Tunnelspielplatz beteiligt“, nannte die Unterweiler Ortsvorsteherin Martina Bouslair etliche Besonderheiten.

Die Idee hatte ein Bürger aus dem Urlaub mitgebracht

Die Idee mit den Betonröhren hatte ein Bürger aus dem Ortsteil aus dem Urlaub mitgebracht. Der gesamte Ortschaftsrat sei begeistert gewesen, als es darum ging, den bestehenden Spielplatz gleich neben der Grundschule derartig zu erweitern. Im Unterweiler Budget standen 23 000 Euro zur Verfügung, und dann kam noch jede Menge Eigenleistung hinzu, sagte die Ortsvorsteherin später am Rande der Veranstaltung.
Die Planung und Umsetzung durch Mitarbeiter der Stadtverwaltung sowie ein Team des Baubetriebshofs unter der Obhut des Landschaftsgärtners Rudolf Schock habe zwar etwas länger gedauert als gedacht, „aber die Sicherheit dieses nicht alltäglichen Systems stand im Vordergrund“, betonte Martina Bouslair. Die Röhren haben einen Durchmesser von 1,20 Metern und das Tunnelsystem hat vier Aus- beziehungsweise Eingänge. Wichtig dabei: Es ist so konzipiert, dass überall genug Licht hineinfällt. Die Wiese darüber ist schon wieder grün oder blüht sogar noch, und die jungen Sträucher sind angewachsen. Denn inoffiziell wurde der Tunnelspielplatz bereits zum Schulanfang von den Kindern eröffnet.
Dürfen ihn die Schulkinder auch in der Pause nutzen? „Da wird es schwierig mit der Betreuung“, gibt die Ortsvorsteherin zu bedenken. Aber die Betreuer der verlässlichen Grundschule nehmen das Angebot bei ihrer überschaubaren Zahl von Kindern gerne an.

Kinder räumen fremden Müll aus den Röhren

Martina Gmelch aus Unterweiler ist Mutter von drei Jungen im Alter von 2, 5 und 8 Jahren. Sie ist begeistert vom neuen Tunnelspielplatz. „Die Kinder würden am liebsten ihr Zelt dort aufschlagen“, erzählt sie. Froh ist sie vor allem, dass ihr Ältester den Jüngsten an die Hand nimmt und ihn in den Tunnel begleitet, „dann muss ich mich nicht so bücken“, sagt sie und lacht. Die Unterweiler Kinder hätten den neuen Spielplatz gleich so gut angenommen, dass sie ihn kürzlich spontan aufgeräumt haben, als der erste Müll in den Röhren lag. „Sie wissen den neuen Spielbereich zu schätzen.“
Aber auch die Erwachsenen sehen das Projekt als Bereicherung der Dorfgemeinschaft. So soll der Erlös des Tunnelspielplatz-Eröffnungsfestes samt Bewirtung durch die Narrenzunft Boggaraule – plus 600 Euro vom Spendenlauf der Schule – an die Grundschule in Dernau im Kreis Ahrweiler gespendet werden. Auch diese war von der Flutkatastrophe im Sommer 2021 betroffen gewesen.

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Meter beträgt der Durchmesser der großen Betonröhren, die im Erdreich einer ehemaligen Wiese beim bisherigen Spielplatz verlegt wurden. Aber überall fällt genug Licht herein.