Dreister Dieb in Ulm: Angeblicher „Mottenkontrolleur“ stiehlt 95-Jähriger Schmuck

Erst kam ein Anruf vom vermeintlichen Händler, dann spazierte ein Vertreter durch die Wohnung: Einer 95-jährigen Ulmerin kam durch diese Betrugsmasche Schmuck abhanden. (Symbolfoto)
Sebastian Gollnow/dpa- Betrüger gibt sich in Ulm als „Mottenkontrolleur“ aus und stiehlt Schmuck einer 95-Jährigen.
- Täter täuschte Mottenbefall vor, um Zugang zu allen Räumen der Wohnung zu bekommen.
- Die Polizei warnt vor der Masche und sucht nach einem Unbekannten „südländischen Aussehens“.
- Die Teppichfirma betont, keine Kontrolleure zu schicken – Betrüger nutzten deren Namen.
- Polizei rät zu Misstrauen gegenüber Fremden, besonders bei unerwarteten Anrufen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Ulmer Polizei warnt vor einer dreisten Betrugsmasche. Eine 95-Jährige wurde dabei Anfang Juli um Schmuck gebracht. Die betagte Dame wohnt in der Oststadt. Am Donnerstagabend (3. Juli 2025) klingelte ihr Telefon. Eine Frau stellte sich als Mitarbeiterin einer Teppichhandlung vor. Sie kündigte an, dass demnächst ein Vertreter ihrer Firma vorbeikommen würde, der eine Überraschung für die Kundin habe. Tags darauf klingelte es tatsächlich, ein 40-50 Jahre alter Mann stand vor der Tür und stellte sich als der angekündigte Vertreter vor. Er wolle die Teppiche der Frau kostenlos auf Mottenbefall prüfen, sagte er.
Kontrolleur findet imaginäre Mottennester
Er inspizierte die Teppiche - und tatsächlich, so sagte er der Seniorin, fand er Mottennester. Das sei schlimm, denn Motten könnten sich ja auf alle möglichen Textilien ausbreiten. Er müsse nun auch Teppiche und sogar die Kleiderschränke in allen Zimmern untersuchen.
Als er fertig war, stellte die Wohnungsinhaberin fest, dass aus einer Schatulle Schmuck fehlte. Sie stellte den angeblichen Vertreter zur Rede. Doch der gab sich entrüstet über den Vorwurf und machte sich anschließend schleunigst aus dem Staub. Nun ermittelt die Polizei gegen den Unbekannten mit „südländischem Aussehen“. Eine genaue Beschreibung liegt nicht vor.
Teppichhändler schickt keine Kontrolleure
Die Teppichhandlung gibt es übrigens tatsächlich in Ulm - allerdings betonte sie, dass sie keine Mottenkontrolleure zu ihren Kunden schickt. Immer wieder nutzen Betrüger die Arg- und Wehrlosigkeit älterer Menschen aus, um an ihr Erspartes zu kommen. Die Polizei rät zu einem gesunden Misstrauen Fremden gegenüber, besonders am Telefon.

