Black Friday: Klimaaktivisten protestieren in Ulm gegen Schnäppchentag

Auch über dem Ulmer Westringtunnel an der B28/B10 prangt eine Protestbotschaft gegen den Shopping-Aktionstag.
Letzte Generation- Klimaaktivisten der „Letzten Generation“ protestieren in Ulm gegen den Black Friday.
- Sie fordern mit Plakaten ein Ende des „Konsumzwangs“ und betonen die Umweltbelastung.
- Plakate und Banner in der Innenstadt und an der B28/B10 rufen zum Boykott auf.
- Die Polizei prüft, ob die Plakate zu Verkehrsbehinderungen führen.
- Hintergrund: Überschwemmungen in Spanien als Folge des Klimawandels.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Ob am Münsterplatz, in der Hirschstraße oder in den Sedelhöfen – wer am Freitagmorgen (29.11.2024) in der Ulmer Innenstadt unterwegs ist, kommt kaum an den Botschaften vorbei: „Konsumzwang und Klimaschutz sind nicht vereinbar“, „Konsumzwang stoppen – lass das Billigshoppen“ oder auch „Spar dein Geld und schütz unsre Welt“ ist auf den Plakaten und Transparenten zu lesen, die Klimaaktivisten in der Nacht aufgehängt haben. Nicht nur dort, wo sich viele Geschäfte befinden – auch mit einem großen Banner über dem Westringtunnel an der B28/B10 werden Verkehrsteilnehmer dazu aufgerufen, dem Black Friday eine Absage zu erteilen. An und um den Tag locken Händler in den Geschäften und online mit Rabatten und anderen Aktionen jährlich massenhaft Kundschaft an.
„Letzte Generation“ argumentiert mit Überschwemmungen in Spanien
Die „Letzte Generation“, die hinter dem Protest steht, will nach eigener Aussage darauf hinweisen, dass „in einer Welt begrenzter Ressourcen ständiges Wachstum verbunden mit der damit einhergehenden Notwendigkeit des Massenkonsums schlicht nicht möglich“ sei. Naturkatastrophen wie jüngst die Überschwemmungen in Spanien seien spürbare Auswirkungen des fortschreitenden und sich verschärfenden Klimawandels und seien eng mit einem „auf Konsum ausgerichteten Wirtschaftssystem“ verknüpft. Den Black Friday sehen die Aktivisten als Sinnbild.

Auch auf dem Albert-Einstein-Platz, wo sich viele Geschäfte befinden, wurden Plakate gegen den Black Friday angeklebt.
Letzte GenerationPolizei prüft mögliche Verkehrsbehinderungen durch Plakate
Die Polizei, die am Morgen von der Aktion erfuhr, geht der Sache nach und prüft nach Auskunft des Polizeipräsidiums Ulm vorrangig, ob es aufgrund der Plakate zu Verkehrsbehinderungen kommt. In der Frage, wer die Schilder und Transparente abhängt, arbeite man mit der Stadt Ulm zusammen.
Klebe-Protest an Flughäfen und Straßenblockaden
Die „Letzte Generation“ ist für Aufsehen erregende Proteste wie Klebeaktionen an Flughäfen bekannt. Eklatant war auch eine Kletteraktion mit großem Banner am Ulmer Münster im Juli. Die Polizei, die mit Spezialeinsatzkommando (SEK) anrückte, nahm drei der Beteiligten fest. Ein Kletterversuch wenige Tage zuvor war gescheitert.
Im August riefen die Klimaschützer wieder die Polizei auf den Plan, als sie den Verkehr in der Ulmer Innenstadt blockierten. Auch in anderen Städten in der Region machen die Aktivisten auf sich aufmerksam, etwa mit Straßenblockaden in Tübingen und Reutlingen. Dort wurden im April drei Aktivisten zu Geldstrafen verurteilt, weil sie die B28 versperrt und sich teils festgeklebt hatten.


