Wahlkreis Tübingen-Hechingen
: Christoph Naser tritt für die CDU bei der Bundestagswahl an

Am Freitag wählte die CDU ihren Kandidaten im Wahlkreis 290 Tübingen-Hechingen für die vorgezogene Bundestagswahl am 23. Februar: Rund 300 Mitglieder entschieden sich in der Burghofhalle Ofterdingen klar für den Tübinger Kreisvorsitzenden Christoph Naser.
Von
Jonas Bleeser
Ofterdingen/Tübingen
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Christoph Naser.

Quelle: Schwäbisches Tagblatt. Vor Verwendung bitte Bildrechte prüfen.

Christoph Naser.

Der Tübinger Kreisvorsitzende Christoph Naser ist der CDU-Kandidat für die kommende Bundestagswahl.

Benedikt Schweizer
  • Christoph Naser ist CDU-Kandidat im Wahlkreis Tübingen-Hechingen.
  • Er gewann mit 70,25% der Stimmen gegen Martin Stadelmaier und Jakob Maximilian Schill.
  • Naser tritt die Nachfolge von Annette Widmann-Mauz an, die seit 1998 im Bundestag war.
  • Naser ist 32, Vikar, Religionspädagoge und verheiratet mit zwei Kindern.
  • Die vorgezogene Bundestagswahl findet am 23. Februar statt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Parteimitglieder in Ofterdingen hatten die Wahl zwischen drei Kandidaten: Neben dem Tübinger Kreisvorsitzenden Christoph Naser bewarben sich auch sein Stellvertreter Martin Stadelmaier sowie der erst 18-jährige Jakob Maximilian Schill.

Alle drei hielten Bewerbungsreden, die Abstimmung der CDU-Parteimitglieder fiel dann aber deutlich zugunsten Nasers aus: Er erhielt 70,25 Prozent der abgegebenen Stimmen. Damit tritt er die Nachfolge von Annette Widmann-Mauz an: Die langjährige CDU-Bundestagsabgeordnete und ehemalige Staatsministerin unter Angela Merkel war seit 1998 für die Christdemokraten im Bundestag, seit 2002 wurde sie im Wahlkreis immer direkt gewählt. Ihren Rückzug gab sie bereits im Juli bekannt, kurz darauf erklärten Naser, Stadelmaier und Schill ihr Interesse für die Kandidatur.

Der nun gewählte Naser hat bereits einiges an Wahlkampferfahrung, wenn auch nicht in der ersten Reihe: Der 32-Jährige kandidierte als Student für den Gemeinderat, 2020 trat er als Vize-Kandidat hinter Diana Arnold für den Landtag an, ein Jahr später leitete er den Bundestagswahlkampf für Widmann-Mauz. Danach wurde er Kreisverbandsvorsitzender, als der er im Oktober wiedergewählt wurde.

In die Partei trat Naser bereits als Abiturient in Schwäbisch-Hall ein. In Tübingen studierte Naser evangelische Theologie und Politikwissenschaften – und fand im hiesigen CDU-Stadtverband seine politische Heimat. „Ich fand es toll, dass die CDU anders war, als die Vorurteile glauben ließen, und ich nicht erst zehn Jahre lang Plakate kleben musste, bevor ich mich politisch engagieren durfte,“ sagte er im Juli 2024 nach seiner Bewerbung.

Naser ist Vikar an der Stephanuskirche Tübingen und arbeitet als Religionspädagoge in der Tübinger Grundschule Aischbach. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder.