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: Nach Widmann-Mauz-Rückzug: Christoph Naser will für die CDU antreten

Nachdem die Tübinger CDU-Bundestagsabgeordnete Annette Widmann-Mauz vergangene Woche ihren Rückzug ankündigte, hat sich ein möglicher Nachfolger als CDU-Kandidat gemeldet: Der Tübinger Kreisvorsitzende Christoph Naser.
Von
job
Tübingen

Christoph Naser.

Benedikt Schweizer

Sie habe sich den Entschluss „nicht leicht gemacht“, schreibt sie. Doch sie sei „nach reiflicher Überlegung“ zur Überzeugung gekommen, „dass genau jetzt der richtige Zeitpunkt ist, den Staffelstab an jüngere Hände weiterzugeben“. Im September 2025, wenn voraussichtlich die nächsten Bundestagswahlen stattfinden, wird Annette Widmann-Mauz nicht mehr für die CDU kandidieren. Das erklärte sie vergangene Woche.

Wer aber soll für die CDU dann im Wahlkreis antreten? Der erste mögliche Kandidat hat sich nun aus der Deckung begeben: Es ist der CDU-Kreisvorsitzende Christoph Naser. In einem Schreiben an seine Parteifreunde bewirbt er sich offiziell um eine Nominierung. „Über das Wochenende habe ich mir mit meiner Familie über diesen Schritt intensiv Gedanken gemacht. Viele Parteifreundinnen und Parteifreunde haben mich in den letzten Tagen dazu ermutigt“. schreibt Naser darin.

In Berlin regiere eine Koalition, die „die keine Orientierung bietet. Sicher ist nur der nächste Ampel-Streit. Dieser Werteverlust ist ein Grund für den spürbaren Vertrauensverlust in unsere Demokratie. Viele haben Angst, dass die Gesellschaft auseinanderdriftet“, schreibt Naser weiter.

Naser ist 32 Jahre alt und Vikar in der Evangelischen Stephanusgemeinde in Tübingen. Er war Wahlkampfleiter von Widmann-Mauz im Wahlkampf 2021. Naser ist verheiratet und hat zwei Kinder. Er studierte in Tübingen, Berlin und Jerusalem und hat sowohl einen Abschluss in Politikwissenschaften wie auch ein Examen in evangelischer Theologie.

Mit der TAGBLATT-Reakteurin Sabine Lohr sprach Christoph Naser über die Hintergründe seiner Entscheidung. Der Artikel kann hier gelesen werden.