Tübinger Verleger Alexander Frate
: Abschied von einem Herzensmenschen

Auf dem Bergfriedhof nahmen mehr als 300 Menschen Abschied von Alexander Frate. Die Redner würdigten den Humor und die Herzlichkeit des ehemaligen Geschäftsführers und Mitverlegers des SCHWÄBISCHEN TAGBLATTS.
Von
Sabine Lohr
Tübingen
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Trauerfeier Alexander Frate auf dem Bergfriedhof

Bei der Trauerfeier für Alexander Frate, dem früheren Geschäftsführer und Mitverleger des SCHWÄBISCHEN TAGBLATTs, verabschiedete sich auch dessen Sohn Oliver mit bewegenden Worten.

Carolin Albers
  • Über 300 Menschen nahmen auf dem Bergfriedhof Abschied von Alexander Frate.
  • Der Ex-Geschäftsführer und Mitverleger des SCHWÄBISCHEN TAGBLATTs starb am 27. April mit 66.
  • Redner würdigten Humor, Herzlichkeit und Zusammenarbeit – etwa RT4 und ein gemeinsames Druckhaus.
  • Tim Hager nannte ihn einen Herzensmenschen; die Horber NECKAR-CHRONIK führte er mit Herzblut.
  • Sohn Oliver dankte für die Kindheit und versprach Unterstützung für die 80-jährige Elisabeth Frate.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Über 300 Menschen verabschiedeten sich am Montag von Alexander Frate. Der ehemalige Geschäftsführer und Mitverleger des SCHWÄBISCHEN TAGBLATTs war am 27. April unerwartet im Alter von 66 Jahren gestorben. Er hinterlässt seine Frau Elisabeth, seinen Sohn Oliver, seine Stieftochter Andrea Mörike und zwei Enkeltöchter.

Trauerredner Thomas Knöller erinnerte an Alexander „Xandi“ Frate als einen „Menschen, der mit dem Herzen agiert hat“. Nach seinem Tod seien Kinder aus der Nachbarschaft zu Elisabeth Frate gekommen und hätten ihr ein Bild geschenkt, auf dem stand: „Danke für die Späße und die Schokoriegel.“

Frates Herzlichkeit, Gelassenheit, Ruhe und seinen „österreichischen Schalk“ würdigte Valdo Lehari, Verleger des Reutlinger General-Anzeigers und Vorsitzender des Verbands Südwestdeutscher Zeitungsverleger. Frate habe immer die Zusammenarbeit gesucht – und gefunden. So gründete er etwa zusammen mit dem Reutlinger General-Anzeiger den Radiosender RT4 und später das gemeinsame Druckhaus. Frate sei zudem ein „Genussmensch“ gewesen, der gerne in Sterne-Restaurants speiste.

Die Zeitung mit Herzblut geführt

Inzwischen gehört das TAGBLATT zur SÜDWEST PRESSE Neckar-Alb. Deren Geschäftsführer Tim Hager sagte, er habe mit Alexander Frate „einen Herzensmenschen“ verloren, der sich stark für die Horber NECKAR-CHRONIK eingesetzt habe. Diese Zeitung hat Frate Ende 2023 zurückgekauft und, wie Hager sagte, „mit Herzblut geführt“. Frate sei humorvoll gewesen, und Ehrlichkeit sei ihm wichtig gewesen. „Aber er konnte auch stur sein“, so Hager.

Frates Sohn Oliver, der ein inniges Verhältnis zu seinem Vater hatte, bedankte sich bei Alexander Frate für seine „unglaublich schöne Kindheit“ und versprach, dass sich die Familie um die 80-jährige Elisabeth Frate kümmern werde. „Wir halten zusammen, wie immer.“ Umrahmt wurde die Trauerfeier vom Streicherensemble der Württembergischen Philharmonie Reutlingen mit dem Ulmer Klarinettisten Markus Hofer – einem Neffen von Alexander Frate.