Tübingen
: Kohleausstieg: „Parents for Future“ luden zur Demo

Das Kohleausstiegsgesetz, das in anderthalb Wochen den Bundestag passieren soll, verkehre die ursprüngliche Absicht in ihr Gegenteil.
Von
mob
Tübingen

Die Initiative „Parents for Future“ warnte auf dem Holzmarkt vor umweltschädlichen Folgen des Kohleausstiegsgesetzes.

Anne Faden

Das jedenfalls meint die Klimaschutzbewegung „Parents for Future“ (PFF), die am Dienstagabend zur Kundgebung auf den Holzmarkt lud. Auch die Initiative „Ende Gelände“ und der BUND kritisierten, die Klimaziele des Pariser Vertrags würden mit dem Gesetz nicht eingehalten. In Garzweiler solle eine Kohleförderung bis 2038 vereinbart werden, womit „viel Dreck in die Luft geblasen“ werde, sagte Tanja Leinweber von PFF. Etwa 300000 Arbeitsplätze in der Solar-, Fotovoltaik- und Windenergie-Industrie blieben so unbesetzt. „Die Kohleverstromung ist energiepolitisch nicht mehr notwendig“, dazu seien für die Kohle-Industrie Milliarden-Entschädigungen aus Steuergeldern vorgesehen. Umsichtiges Handeln der Bundesregierung sei nun gefragt. Eine weitere Kundgebung zum Kohleausstiegsgesetz hat „Ende Gelände“ am kommenden Sonntag, 28. Juni, um 15 Uhr auf dem Marktplatz angesetzt.