Nach Vorwürfen gegen OB Palmer: Tübinger Linke: Betroffene ernst nehmen und ihnen zuhören

Nach den Vorwürfen einer ehemaligen Stadträtin gegen OB Boris Palmer erklärt die Linke Tübingen sich solidarisch mit allen Betroffenen von sexualisierten Grenzüberschreitungen.
Carolin Albers/dpa/Archiv- Linke in Tübingen solidarisiert sich mit Betroffenen sexualisierter Grenzüberschreitungen.
- Zultner und Besenfelder: Betroffene anhören, ernst nehmen und unterstützen.
- Sexistisches Verhalten und Machtmissbrauch – keine Einzelfälle, nicht randständig.
- Partei lehnt Verharmlosung und Täter-Opfer-Umkehr ab und glaubt Betroffenen.
- Hintergrund: Ex-Stadträtin erhebt Vorwürfe gegen OB Palmer, der sie zurückweist.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
„Wir finden es vor allem wichtig, Betroffene zu hören und ernst zu nehmen und an ihrer Seite zu stehen“, so Julia Zultner (Sprecherin des Kreisvorstands der Partei Die Linke) und Tom Besenfelder (Fraktionsvorsitzender im Tübinger Gemeinderat) in einer Pressemitteilung vom späten Freitagnachmittag. Und weiter: „Übergriffiges und toxisches Verhalten ist generell nicht akzeptabel, insbesondere in Beziehungen mit Machtgefälle.“
„Aus gegebenem Anlass“ drücken Zultner und Besenfelder ihre Solidarität mit „allen Betroffenen von sexualisierten Grenzüberschreitungen“ aus. „Wir nehmen ihre Erfahrungen ernst, hören ihnen zu und glauben ihnen. Niemand sollte mit dem Erlebten allein gelassen werden müssen. Patriarchale Verhaltensmuster wie sexistisches Verhalten und Machtmissbrauch bis hin zu sexualisierter Gewalt sind keine Einzelfälle und keine Randphänomene, sondern gehören für viele Frauen, Flinta* und andere Betroffene leider zum Alltag. Dass solche Erfahrungen so verbreitet sind, darf jedoch niemals dazu führen, dass wir sie als Normalität hinnehmen.“
Für die Linke in Stadt und Kreis sei deshalb klar: „Wir glauben Betroffenen. Wir stellen uns an ihre Seite und treten jeder Form von Relativierung, Verharmlosung und Täter-Opfer-Umkehr entgegen. Betroffene haben ein Recht darauf, gehört und ernst genommen zu werden – ohne sich rechtfertigen zu müssen.“
Am Montag hatte die frühere Stadträtin auf ihrem Instagram-Kanal über ein angebliches Verhältnis zu Boris Palmer berichtet und ihm „sexuelle Übergriffigkeit“ und „emotionalen Missbrauch“ vorgeworfen. Die Vorwürfe weist er als haltlos zurück. Die Staatsanwaltschaft prüft Ermittlungen gegen Boris Palmer, nachdem eine andere Person Anzeige gegen ihn erstattet hat. Es gilt die Unschuldsvermutung. Palmer gab am Dienstag bekannt, er werde sein Amt als unabhängiger Berater für Staatsmodernisierung bei der Landesregierung ruhen lassen.
Am Donnerstagabend meldete sich die ehemalige Stadträtin, die Vorwürfe gegen den Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer erhoben hat, auf ihrem Instagram-Kanal zu Wort. Ihr gehe es vergleichsweise gut und sie sei an einem sicheren Ort, heißt es.


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