Feuer auf Pferdehof in Pfrondorf: Polizei sucht nach Brandzeugen mit Fahrrad

Bei dem Feuer auf dem Pferdehof in Pfrondorf gab es keine Verletzten. Auch alle Pferde überlebten, es entstand jedoch ein Millionenschaden.
IMAGO/Daniel Kessler- Großeinsatz in Pfrondorf: Eine Scheune auf einem Pferdehof brannte vollständig nieder.
- Verletzt wurde niemand, alle Pferde überlebten – Schaden im niedrigen einstelligen Millionenbereich.
- Ursache unklar: Brandermittler prüfen technischen Defekt oder Brandstiftung.
- Schwierige Spurensuche, da Gebäude teils bis auf die Grundmauern zerstört sind.
- Polizei sucht frühe Fotos und Videos sowie einen älteren Mann mit Fahrrad – Hinweise an (07071) 972 14 00.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Es war ein Großeinsatz, bei dem über 100 Feuerwehrleute aus der Region am Samstagabend in den Liemorgen in Pfrondorf ausrückten: Auf dem dortigen Pferdehof brannte zunächst ein Schuppen, dann griffen die Flammen auf einen Stall über. Auch das Wohnhaus der Betreiberfamilie wurde in Mitleidenschaft gezogen. Der Schaden liegt nach ersten Schätzungen laut Polizei im niedrigen einstelligen Millionenbereich. Verletzt wurde niemand; auch die 47 auf dem Hofgelände lebenden Pferde überlebten.
Was aber hat das Feuer ausgelöst? Das untersuchen derzeit Brandermittler der Kriminalpolizei. Dabei stehen sie vor einer schwierigen Aufgabe: Die betroffenen Gebäude sind teils bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Da in dem Schuppen, in dem das Feuer ausbrach, auch Maschinen und ein Dieseltank untergebracht waren, helfen Spürhunde, die etwa Brandbeschleuniger erschnüffeln können, nicht viel weiter.
War ein technischer Defekt die Ursache? Oder war es Brandstiftung? Konkrete Hinweise darauf hat die Polizei nicht. Um herauszufinden, auf welchen Bereich sich die Spezialisten bei ihren Nachforschungen konzentrieren sollten, sind sie vor allem auf Zeugen angewiesen. Sie könnten dabei helfen, den Ausbruchsort einzugrenzen. Denn als die Rettungskräfte und die ersten Polizeibeamten dort eintrafen, brannte bereits das ganze Gebäude lichterloh.
Videos und Bilder könnten der Polizei helfen
Besonderes Interesse hat die Polizei deshalb an Videos und Fotos aus einem frühen Stadium des Feuers. Und an einem Augenzeugen, den jemand anderes gesehen hat, und der sich bislang noch nicht meldete: Dieser wird als älterer Mann mit Fahrrad beschrieben, der nach dem Brandausbruch in Richtung der Scheune gefahren sein soll. Hinweise nimmt das Kriminalkommissariat Tübingen unter der Telefonnummer (07071) 972 14 00 entgegen.
Große Hilfsbereitschaft: Spendenziel zehnfach übertroffen
Auf der Internetplattform gofundme sammelt ein Bekannter der Betreiberfamilie Spenden. „Wir bitten um Hilfe in Form von Futter, Stroh oder Geldspenden, damit die Versorgung der Tiere weiterhin sichergestellt werden kann. Spenden jeglicher Art helfen und entlasten die Betroffenen in dieser schweren Situation“, heißt es dort unter dem Stichwort „Spende für Futter und Stroh nach Großbrand“. Das Schicksal der Hofbetreiber bewegt offenbar viele Menschen – und es bleibt nicht nur bei Kuchenspenden. Bis zum Donnerstagnachmittag waren bereits über 24.000 Euro eingegangen. Damit wurde das ursprünglich angepeilte Ergebnis um das Zehnfache übertroffen: Das Spendenziel lag zu Beginn bei 2400 Euro.








