Nach Brand auf Pferdehof in Tübingen: Situation unter Kontrolle – Nachlöscharbeiten sehr aufwendig

Am Morgen nach dem Brand stehen immer noch Nachlöscharbeiten an, das THW reißt eine abgebrannte Scheune ab.
Moritz Siebert- Großbrand auf Pferdehof in Pfrondorf: Eine Scheune und ein Stall brannten nieder.
- 193 Einsatzkräfte waren zeitweise vor Ort, am Morgen arbeiteten noch rund 90 nach.
- Wohnhaus blieb weitgehend unbeschädigt – Riegelstellung schützte das Gebäude.
- THW reißt die eingestürzte Scheune ab, Feuerwehr sucht Glutnester mit Wärmebildkamera.
- Keine Verletzten, 47 Pferde blieben unversehrt; Einsatzdauer am Vormittag noch offen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Am Morgen nach dem Großbrand sind noch immer rund 90 Kräfte im Einsatz: Die Feuerwehr ist mit Nachlöscharbeiten beschäftigt, das THW mit dem Abriss einer ausgebrannten Scheune. Dutzende Einsatzfahrzeuge stehen am Wegrand. Die Einsatzleitung vor Ort beschreibt die Lage als statisch. Die Nachlöscharbeiten seien aber massiv aufwendig.
Am Samstagabend (26. September) war ein Feuer auf dem Pferdehof Liemorgen in Pfrondorf ausgebrochen: Die Flammen vernichteten eine Scheune und einen Stall. Um 21:45 Uhr ging der Alarm bei der Feuerwehr ein. Die rückte aus und holte sich Unterstützung. Zur Spitzenzeit waren 193 Kräfte von Feuerwehren aus der Region, vom THW und DRK im Einsatz, berichtet der Pfrondorfer Abteilungskommandant Steffen Lichtenberger am Sonntagmorgen (27. September).
Als die Feuerwehr am Samstagabend eintraf, habe die Scheune schon in Vollbrand gestanden, so Lichtenberger. Von zwei Seiten sei die Wehr mit einer Riegelstellung gegen das Feuer vorgegangen, um das Wohnhaus zu schützen. Das hat funktioniert. Das Wohnhaus, das direkt mit der abgebrannten Scheune verbunden ist, sei weitgehend unbeschädigt geblieben.
„Nach zwei bis drei Stunden hat man gesehen, dass wir das Feuer unter Kontrolle haben“, sagt Lichtenberger. Der Einsatz in Pfrondorf war damit aber noch lange nicht vorbei. Immer wieder seien Kräfte abgelöst worden über die Nacht, berichtet die Einsatzleitung. Einige waren aber die ganze Nacht im Einsatz. Das THW habe die Feuerwehr sofort angefordert, berichtet Lichtenberger. Angerückt kamen die Kolleginnen und Kollegen aus Ofterdingen, Kirchheim/Teck und Pforzheim mit schwerem Gerät.
Am Sonntagmorgen ist das THW am Einsatzort unter anderem damit beschäftigt, die Reste der eingestürzten Scheune abzureißen. Die Feuerwehr löscht parallel nach. „Wir messen mit Wärmebildkamera aus“, erklärt Lichtenberger. „Es können sich immer noch Glutnester darin befinden.“ Zu sehen ist, dass immer wieder Qualm aus den abgebrannten Resten der Scheune aufsteigt.
Das THW ist am Morgen auch noch damit beschäftigt, Heu und Stroh aus einem Stall zu räumen, der ebenfalls Feuer gefangen hatte. Das Material verteilen sie mit Radladern auf einer Fläche, um sicherzustellen, dass sich keine Glutnester mehr darin befinden. Die Feuerwehr löscht nach.
Am Vormittag ist noch nicht genau absehbar, wie lange der Einsatz noch geht. Nach Auskunft des Kreisbrandmeisters Sebastian Raudszus, der ebenfalls vor Ort ist, handelt es sich um den größten Einsatz im Kreis Tübingen bislang in diesem Jahr.
Verletzt wurde beim Feuer nach Auskunft der Einsatzleitung niemand. Auch die 47 Pferde, die dort leben, blieben unversehrt, ein Veterinär wurde an der Einsatzstelle nicht gebraucht. Der Betreiber habe die Tiere rechtzeitig retten können.

Am Tag danach: Die Pferde stehen auf der Koppel, im Hintergrund der teils abgebrannte Hof Liemorgen.
Moritz Siebert





