Weihnachtsbaum Gewinnspiel: Schlanke Bäume sind gefragt

Forst- und Landwirt Martin Mayer aus Engelhofen verzichtet beim Anbau seiner Nordmanntannen komplett auf Chemie.
Sigrid Bauer- Martin Mayer verkauft seit über 30 Jahren chemiefreie Weihnachtsbäume.
- Nordmanntannen kosten zwischen 30 und 50 Euro, Qualität ist entscheidend.
- Bäume werden per Hand gepflegt, auf Chemie verzichtet Mayer.
- Verkauf ab Hof beginnt Anfang Dezember.
- Größter Verkaufsansturm am dritten Advent beim Weihnachtsmarkt in Engelhofen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Auswahl ist riesig. „Es ist für jeden Geschmack etwas dabei und bisher hat jeder seinen passenden Baum gefunden“, stellt Forstwirt Martin Mayer fest. Übersichtlich hat er auf dem Gelände um den Bauernhof seiner Familie die Bäume aufgestellt, sodass ihr Wuchs gut erkennbar ist.
Hauptkriterium: schöner Wuchs
Zwischen 30 und 50 Euro kosten die Nordmanntannen und sie sind damit nicht teurer als Bäume aus konventionellem Anbau. Es geht nicht nach Größe, sondern nach Qualität. „Ein Topbaum wie dieser kostet mehr als ein nicht so gleichmäßig gewachsenes Exemplar“, erklärt er und zeigt einen rundum perfekten Christbaum mit kräftigen und dunkelgrün glänzenden Nadeln.
Seine Stammkunden schätzen den naturnahen Anbau der Koniferen, der Mayer zwar mehr Arbeit macht, aber auch Kosten für Dünger und Pestizide spart. Er mäht das Gras zwischen den Bäumen von Hand aus. In großen Plantagen geht man mit Chemie gegen das Unkraut vor. „Dieses Jahr ist das Gras durch den vielen Regen so schnell und hoch gewachsen, dass ich zweimal durchgehen musste. Ich lasse das Schnittgut liegen. Das düngt und der Mulch hält in trockenen Sommern den Boden länger feucht. Bewässern musste ich bisher nicht. Das wäre sehr aufwändig.“ Lieber setzt er ein- oder zweijährige Bäumchen nach, wenn sie vertrocknet sind, weil ihre Pfahlwurzel noch nicht tief genug reicht.
Weihnachtsbaum Gewinnspiel
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Teilnahmeschluss ist der 13.12.2024 um 23:59 Uhr.
Bäume jeden Alters
Im Gegensatz zu großen Christbaumplantagen sind seine Nordmanntannen, die auf einem guten Hektar verteilt stehen, ganz unterschiedlich alt. „Ich entnehme jedes Jahr etwa zehn Prozent der Bäume, kleinere und größere, und setze an derselben Stelle wieder einen neuen. Bei mir gibt es nie eine brache Fläche“, sagt Mayer. Am besten verkaufen sich die Exemplare zwischen 1,80 und 2,40 Meter. Sie sind zehn bis zwölf Jahre alt. Die meisten Leute wollen einen eher schmalen Baum. Das reguliert Mayer nach dem Austrieb im Mai, Juni mit einem Schnitt, bei dem der Haupttrieb eingekürzt wird. Eine kleine Fläche mit Nordmanntannen befindet sich nah beim Hof am Waldrand. Dort war er erst am Tag zuvor mit einer jungen Familie, die sich ihren Christbaum selbst gesägt hat.
„Ich finde es gut, wenn die Kinder sich dafür interessieren, woher der Baum kommt, und sie sehen, dass es auch Arbeit macht. Dafür nehme ich mir gern Zeit“, sagt Mayer. Den Kindern schenkt er gern eine junge Fichte. „Manchen ist der eigene kleine Christbaum wichtiger als der große im Wohnzimmer“, weiß er.
Für einige Kunden hat Mayer wie früher Fichten, Tannen oder Kiefern aus der Naturverjüngung im Angebot. „Die müssen sowieso geschlagen werden, um den restlichen Bäumen bessere Wachstumsbedingungen zu geben“, so der Forstwirt.
Der Verkauf ab Hof hat Anfang Dezember begonnen. „Es ist immer jemand da. Die Leute können unangemeldet kommen. Wir nehmen uns in dieser Zeit nicht viel anderes vor“, so Mayer. Das Hauptverkaufswochenende ist am dritten Advent, wenn die Dorfgemeinschaft Engelhofen in der Dorfmitte ihren Weihnachtsmarkt praktisch direkt neben dem Hof Mayer veranstaltet. Dafür schlägt er ein paar Tage zuvor mit seinem Schwiegersohn noch 200 Nordmanntannen, die dann ganz frisch zum Verkauf stehen.
Kompliment: Baum nadelt nicht
„Ein Kunde hat sich mal beschwert, dass man unseren Baum fast nicht hinausschmeißen kann, weil er einfach nicht nadelt. Über so eine Rückmeldung freut man sich“, meint er. Überhaupt schätzt er die Gespräche mit den Leuten, darunter viele Bekannte, beim Verkauf. „Das ist immer nett“, so Mayer. Bei Bedarf liefere er den Weihnachtsbaum sogar nach Hause. „Nicht jeder hat ein geeignetes Auto oder einen Hänger für eine große Tanne.“ Einige Jahre hat der Forst- und Bio-Landwirt, dessen Sohn inzwischen die Landwirtschaft mit Mutterkuhhaltung betreibt, seine Bäume biozertifizieren lassen. Jetzt hat er darauf verzichtet, da es jährlich wiederholt werden muss und teuer ist. „Obwohl sich bei uns rein gar nichts verändert hat“, betont er. Er setzt auf das Vertrauen seiner Kundschaft, die teils aus Hall, Crailsheim und sogar Dinkelsbühl kommt.
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