Christbaum: Lagern, wässern, Insekten – was man über Weihnachtsbäume wissen muss

So kann man es auch machen: Eine Frau transportiert ihren Weihnachtsbaum mit dem Fahrrad.
David-Wolfgang Ebener/dpa-tmn/dpa- Weihnachtsbaumkauf früh in der ersten Dezemberhälfte empfohlen.
- Nordmanntannen und Blaufichten sind die beliebtesten Sorten.
- Preise für Weihnachtsbäume 2024 steigen moderat.
- Bäume gut lagern und regelmäßig gießen, um Nadeln zu erhalten.
- Insekten im Baum ungefährlich, Zecken sind sehr unwahrscheinlich.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Wenn an Heiligabend der sattgrüne Baum im Wohnzimmer mit seinen bunten Kugeln und Lichtern hell erstrahlt, dann ist es geschafft. Der Baum wurde offensichtlich rechtzeitig gekauft, er hat noch seine Nadeln und wurde schön geschmückt. Damit das auch in diesem Jahr gut klappt, gibt es Tipps zum Kaufort, zu Lagerung und Pflege.
Wann sollte man den Weihnachtsbaum kaufen?
Früher wurde der Baum häufig kurz vor Weihnachten gekauft. Das hat sich im Laufe der vergangenen Jahre allerdings geändert. „Der Trend geht zum früheren Kauf“, erklärt Saskia Blümel, Geschäftsführerin des Verbands natürlicher Weihnachtsbaum, auf Anfrage. Viele Menschen wollten sich auch die Vorweihnachtszeit schon mit einem Baum schön machen. „Also wird er eher in der ersten Dezemberhälfte gekauft und nicht erst kurz vor Weihnachten.“
Welche Baumsorte und welche Größe sind gefragt?
Beliebtester Weihnachtsbaum ist laut Blümel die Nordmanntanne mit 80 Prozent Marktanteil, gefolgt von der Blaufichte mit ungefähr 15 Prozent. Die anderen Baumarten verteilen sich dann auf die restlichen fünf Prozent. Die durchschnittliche Größe liegt bei 1,60 Meter. Ein so großer Baum ist ungefähr acht bis neun Jahre alt, bevor er gefällt wird und im Wohnzimmer landet. Die Ernte beginnt laut Bundesverband der Weinachtsbaumerzeuger um den 15. November und läuft dann je nach Bedarf bis kurz vor Weihnachten.
Wie haben sich die Preise entwickelt?
„Nach einer längeren Preisstabilität werden die Verbraucherpreise für Weihnachtsbäume 2024 in moderatem Rahmen steigen“, erklärt Blümel. Die Spanne liegt bei einer Nordmanntanne im Regelfall zwischen 22 und 30 Euro je Meter, bei einer Blaufichte bei 14 bis 19 Euro. Die Erzeuger führen die Preiserhöhung auf die allgemeine Teuerung und deutlich gestiegene Kosten zurück.
Wo und wie kann man einen Weihnachtsbaum kaufen?
Es gibt ganz unterschiedliche Arten, einen Weihnachtsbaum zu kaufen. Sie werden beispielsweise von Super- oder Baumarktketten angeboten. Dazu gibt es in vielen Orten noch dauerhafte oder tageweise Verkaufsaktionen. Auch im Internet kann man frische Christbäume kaufen, sie werden in der Regel von den Anbietern geliefert. „Wer das Ganze als Familienevent anlegen möchte, kann zu einem Hof fahren und ihn selbst schlagen“, sagt Blümel. Man könne ihn aber mit gutem Gewissen auch in einem Baumarkt oder im Verbrauchermarkt kaufen. „Das ist eine Zeit- und Geschmacksfrage.“
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Wie kann man ihn gut lagern, bevor man ihn reinholt?
Bis zum Aufstellen sollte er so kühl wie möglich gelagert werden, empfiehlt Öko-Test. „Am besten ist ein Platz, der von Wind und Sonne gut geschützt ist.“ Gut geeignet sei zum Beispiel ein unbeheizter Wintergarten oder ein Kellerraum. Solange er nirgends steht, wo das Wasser gefrieren kann, kann er gut in einem Eimer Wasser gelagert werden. Laut Blümel kann man ihn im Netz lagern, um ihn anschließend besser transportieren zu können. Vor dem Reinholen sollte man ihn laut der Expertin einmal unten ansägen, „also einfach eine Scheibe absägen“.
Ab wann kann man ihn reinstellen und was sollte man beachten?
„Wenn man ihn in der ersten Dezemberwoche aufstellt, müsste er bis Weihnachten halten“, sagt Blümel. Wer ihn erst kurz vor Weihnachten aufstellt, kann sich entsprechend bis weit in den Januar daran erfreuen. Er trockne in der Heizungsluft natürlich aus, aber man werde an Heiligabend noch was Grünes im Wohnzimmer stehen haben, solange man ihn ordentlich gießt. Wichtig sei, dass man ihn nicht direkt von draußen gleich ins warme Wohnzimmer stelle, sondern ihm in einem kühlen Raum noch Zeit zum Akklimatisieren gebe. Gut sei eine Zwischenstation bei rund zehn bis 15 Grad für ein bis zwei Tage.
Wie sollten man den Baum pflegen, wenn er im Haus steht
Elementar ist, dass man ihn genügend gießt. „Ein Weihnachtsbaum braucht pro laufendem Meter einen Liter Wasser pro Tag. Ein Zwei-Meter-Baum braucht also zwei Liter am Tag“, rechnet Blümel vor. Man sollte ihn auch nicht direkt neben eine Heizung stellen. Mehr braucht der Baum nicht. Zusatzmittel wie Blumenfrisch vom Floristen hat laut Weihnachtsbaum-Produzenten keinen nennenswerten Effekt. „Im schlimmsten Fall können Extras wie destilliertes Wasser dem Baum sogar schaden“, schreibt Öko-Test.
Wie sieht es mit lebendigen Insekten oder gar Zecken aus?
Eine Studie der Universität im norwegischen Bergen hat gezeigt, dass sich bis zu 25.000 Insekten in einem Christbaum verstecken können, darunter Rindenläuse, Milben und Motten. Gefährlich sind die für Menschen allerdings nicht, normalerweise nicht einmal für Allergiker. Wer seinen Baum ausschüttelt, bevor er ihn reinbringt, wird schon viele von ihnen los. Die anderen sterben im Wohnzimmer bald, weil es dort zu trocken ist und zu wenig Nahrung gibt.
Für Blümel sind gerade die häufigen Milben „harmlose Tiere, die zwar niemand im Wohnzimmer haben will, die einem aber auch nichts tun“. Dass Zecken aus einem Weihnachtsbaum krabbeln, sei „sehr, sehr unwahrscheinlich“. Zecken sitzen im Normalfall im Gras, nicht auf Bäumen. Außerdem überwintern sie bevorzugt unter Laub.
Rückgang der Anbaufläche
Ungefähr 23 bis 25 Millionen Weihnachtsbäume stehen laut der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald jedes Jahr in deutschen Wohnzimmern. Beim Verkauf wird jährlich bundesweit ein Umsatz von rund 800 Millionen Euro gemacht. Private Haushalte mit mehr als drei Personen stellen zu 80 Prozent einen Weihnachtsbaum zu Weihnachten auf. Erstmalig seit vielen Jahren gehen im Jahr 2024 allerdings laut dem Verband natürlicher Weihnachtsbaum die Erntemengen zurück. So gebe es weniger Erzeugerbetriebe und Flächen würden anderweitig genutzt.


