Rückblick Eningen 2025
: Gewinn bringender Wind und eine neue Stiftung

Die Gemeinde Eningen unter Achalm hat zudem die Entwicklung des Möve-Areals auf den Weg gebracht.
Von
Jürgen Herdin
Eningen
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Eningen Jahresrückblick Georgenberg Schiefelbein

Sozialminister Manne Lucha mit Bürgermeister Eric Sindek (rechts) und dem Landtagsabgeordneten Thomas Poreski (links) bei seiner Stippvisite bei den Ferienprogramm-Kindern auf der Eiferthöhe.

Jürgen Herdin
  • Eningen plant eine neue Ortsmitte mit Wohnraum, Büros, Geschäften und Gastronomie bis 2035.
  • Das Möve-Areal wird mit Einzelhandel, Büros und Wohnungen bebaut – Lidl plant eine große Filiale.
  • Vier Windkraftanlagen sollen jährlich 600.000 Euro Pachteinnahmen für 20 Jahre bringen.
  • Der katholische Kindergarten St. Raphael wurde für 6,5 Millionen Euro eröffnet.
  • Die neue Schiefelbein-Stiftung fördert gemeinnützige Projekte und Vereine in Eningen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die erste Zuschuss-Million vom Land ist da. Eningens größter städtebaulicher Coup seit Jahrzehnten wird weiter diskutiert, so auch der Fakt, dass das Rathaus abgerissen wird – in etwa sechs Jahren.  Nordöstlich davon soll in etwa zehn Jahren eine neue Ortsmitte fertiggestellt sein. Wohnraum, Büros, Geschäfte und Gastronomie: Das Land ist von diesem Konzept überzeugt, bewilligte jedenfalls 2025 die erste Zuschuss-Million.

Großes wird sich hinter der 180 Meter langen Klinkerfassade der Alten Weberei tun. Dafür ebnete der Gemeinderat im Januar den Weg. Auf den 1,6 Hektar des Möve-Areals entsteht ein Mix aus Einzelhandel, Büros und Wohnen.  Auch Lidl will sich dort großräumig breit machen – und damit Aldi und Edeka in direkter Umgebung auf die Pelle rücken.​

Eine buchstäblich profitable Luftnummer und ein Beitrag zur Energiewende soll am Rande Eningens die Windenergie werden. Den Weg dorthin will die Kommune mit dem erfahrenen Unternehmen Sowitec gehen. Bei vier Anlagen kämen, so die erste Kalkulation, durch die Verpachtung, rund 600.000 Euro in die Gemeindekasse – jedes Jahr und 20 Jahre lang.

Investition in Kinder und Jugend

Ausreichend Kitaplätze sind Pflicht, betont Eningens Bürgermeister Eric Sindek immer wieder. Sie geben Eltern berufsplanerische Sicherheit – und Kitas erhöhen die Lebensqualität in einer Gemeinde. Im Juli war Schlüsselübergabe für den katholischen Kindergarten St. Raphael in der Bruckbergstraße. 13 Planungsbüros und 31 Gewerke hatten es am Ende geschafft, dass das Gebäude mit seinen großzügigen Außenanlagen für 6,5 Millionen Euro errichtet werden konnte – eine Million Euro günstiger als veranschlagt.

Als Landessozialminister Manne Lucha (Grüne) Anfang August in Eningen war, da sprach er vom erfolgreichen „Masterplan Jugend“. Und mit Freude durfte er beim Ferienprogramm auf der Eninger Eiferthöhe am Fuße der Achalm feststellen, dass der Ortsjugendring bereits seit 45 Jahren einen recht erfolgreichen Masterplan hat – vor allem für die Arbeit mit Kindern.

Und das freut vor allem die Vereine: Der Hanseat Rainer Schiefelbein verbindet nur gute Erinnerungen mit Eningen; dort, wo er als junger Mann und seine Frau Iris vor allem im TSV viele Freunde gefunden haben. Nun gibt es die Schiefelbein-Stiftung. Mit deren Mitteln sollen künftig Projekte von gemeinnützigen oder mildtätigen Vereinen und Einrichtungen unterstützt werden.