ÖPNV in der Region
: Stadtbahn fährt künftig durch Gartenstraße

Der Gemeinderat in Reutlingen hat entschieden: Die Regionalstadtbahn soll ihre Trasse in der Gartenstraße bekommen. Damit steht die Innenstadt-Strecke fest.
Von
Mathias Grimm
Reutlingen
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Der Reutlinger Gemeinderat stimmte am Dienstag, 16. Dezember, mit 25 Ja-Stimmen, 15 Gegenstimmen und einer Enthaltung für die Trassenführung der Regionalstadtbahn durch die Gartenstraße. Die könnte künftig so aussehen.

Zweckverband Regional-Stadtbahn Neckar-Alb
  • Der Gemeinderat Reutlingen beschloss am 16. Dezember die Stadtbahn-Trasse durch die Gartenstraße.
  • 25 stimmten dafür, 15 dagegen, 1 Enthaltung; AfD-Anträge auf Vertagung wurden abgelehnt.
  • Oberbürgermeister Keck betonte die Bedeutung und Fördermöglichkeiten des Projekts.
  • Kritikpunkte: hohe Kosten, Haushaltsrisiken, Verkehrsbelastung und Bauzeit-Einschränkungen.
  • Für Betzingen wurde eine eingleisige Trasse über die Alte Bahntrasse beschlossen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der Reutlinger Gemeinderat hat am Dienstagabend, 16. Dezember, die Trassenführung der Regionalstadtbahn Neckar-Alb festgelegt und damit eine der wichtigsten verkehrspolitischen Entscheidungen der vergangenen Jahre getroffen. Die Innenstadtstrecke wird über die Gartenstraße geführt. In der Abstimmung sprach sich der Gemeinderat mehrheitlich für die Gartenstraße als Vorzugsvariante für die Innenstadtstrecke aus. 25 Stadträtinnen und Stadträte stimmten dafür, 15 dagegen, eine Stimme enthielt sich.

AfD wollte vertagen

Zuvor hatte das Gremium zwei Anträge auf Vertagung der Entscheidung abgelehnt. Gleich zu Beginn der Debatte beantragte die AfD-Fraktion, die Entscheidung bis nach den Haushaltsberatungen zu verschieben. Ein zweiter Vertagungsantrag ohne zeitliche Bindung folgte. Beide Anträge fanden jedoch keine Mehrheit.

Oberbürgermeister Thomas Keck hatte selbst eindringlich vor einer Verzögerung gewarnt und auf mögliche Mehrkosten, Planungsrisiken und Zeitverluste hingewiesen.

In der anschließenden Aussprache warb Keck erneut für das Projekt. Die Regionalstadtbahn sei nicht nur für Pendler gedacht, sondern ermögliche vielen Menschen eine schnelle, sichere und verlässliche Mobilität. Zudem flössen durch Planung und Bau erhebliche Mittel in die Region. Keck sprach von einer „einmaligen Förderkulisse“, die genutzt werden müsse. Andere Städte wie Ulm, Heilbronn oder Pforzheim hätten ähnliche Projekte bereits umgesetzt oder auf den Weg gebracht.

Kosten und Haushaltslage

In der politischen Diskussion spielten vor allem Kosten und Haushaltsrisiken eine zentrale Rolle. Mehrere Redner warnten vor langfristigen finanziellen Verpflichtungen und verwiesen auf die angespannte Haushaltslage der Stadt. Auch mögliche Auswirkungen auf den innerstädtischen Verkehr sowie Einschränkungen während der Bauzeit wurden thematisiert. Gleichzeitig wurde betont, dass Investitionen in Infrastruktur gerade in schwierigen Zeiten notwendig seien, um Reutlingen zukunftsfähig aufzustellen.

Gleichzeitig entschied der Gemeinderat über die Trassenführung in Betzingen sowie in den weiteren Abschnitten bis nach Ohmenhausen. Für diesen Ortsbereich beschloss das Gremium eine höhengleiche, eingleisige Trassenführung über die Alte Bahntrasse. Ein Vorstoß verschiedener Fraktionen, die Strecke aufgrund des dort zu erwartenden Fahrgastaufkommens zweigleisig auszubauen, setzte sich nicht durch.