Herbstliche Wandertipps im Landkreis Reutlingen: Drei Wanderungen mit besonderen Zielen

Wie im Märchen und doch real: Das Schloss Lichtenstein.
dpa- Drei Herbstwanderungen im Kreis Reutlingen: Pfullingen, Eningen und Lichtenstein.
- Familienrunde Pfullinger Sagenweg: ca. 3,9 km, 140 Hm, etwa 1,5 Stunden, Figuren und Aussicht.
- Eningen-Runde mit Albtrauf, Wildgehege und Glemser Stausee – rund 9 km, guter Blick und Einkehr.
- Streckenwanderung Honau-Traifelberg: Schloss Lichtenstein, Nebelhöhle, Schönbergturm, ca. 15 km.
- Einkehrtipps entlang der Routen: Waldcafé, Stausee-Hotel, Wanderheim Eninger Weide, Höhlenwirt, Kiosk.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die ersten Blätter färben sich, in den Wäldern liegt bereits herbstliche Frische – doch am Wochenende werden noch einmal spätsommerliche Temperaturen erwartet. Beste Bedingungen also für eine Herbstwanderung. Ob kurze Runde mit Sagengestalten, aussichtsreicher Höhenweg oder lange Tour mit Schloss, Höhle und Aussichtsturm: Wer am Wochenende im Kreis Reutlingen wandern möchte, hat die Wahl. Drei Touren führen zu besonderen Orten der Region – und zeigen, wie abwechslungsreich die Wege am Albtrauf sein können.
Familienfreundliche Tour auf dem Pfullinger Sagenweg
Auf dem Pfullinger Sagenweg wird der Wald zum Schauplatz alter Geschichten. Die rund vier Kilometer lange Tour führt vorbei an geschnitzten Figuren und Wegweisern zu Sagengestalten wie der Urschel, dem Pelzmichel und dem Erdmännlein.
Unterwegs öffnet sich immer wieder der Blick ins Tal, unter anderem von der Urschelbank auf Pfullingen und Reutlingen. Zum Abschluss geht es an der Skischanze vorbei zurück zum Ausgangspunkt. Die Runde ist etwa 3,9 Kilometer lang, umfasst rund 140 Höhenmeter und dauert laut der Webseite Albtips ungefähr eineinhalb Stunden. Für eine Pause oder den Abschluss der Wanderung bietet sich das Waldcafé-Restaurant an. Von Oktober bis Mai ist es geöffnet; im Wechsel dazu hat das kleinere Restaurant „Fritz“ geöffnet.

Die hölzerne Hand, in die die Wanderer Knöpfe werfen können.
Emil SchmidGrasweg mit Blick auf den Glems-Stausee
Obstbäume, Albtrauf, Wildgehege und der Glemser Stausee: Diese Runde verbindet mehrere typische Landschaften rund um Eningen. Für diese Rundwanderung ist eine gute Grundkondition erforderlich. Man sollte rund drei Stunden einplanen. Startpunkt der Runde ist der Wanderparkplatz am Rangenberg in Eningen. Der teils naturbelassene Höhenweg führt an Obstbäumen entlang und eröffnet immer wieder schöne Blicke auf den Ort. Von hier aus lassen sich zudem weitere Trails erreichen, die bis hinauf zum Gutenberg führen.
Nach knapp drei Kilometern gelangt man zu einem Aussichtspunkt: Von dort aus richtet sich der Blick auf den unteren Stausee in Glems und bis nach Metzingen. Ein besonderer Abschnitt der Strecke führt am Eninger Wildgehege vorbei. Dort sind Rot- und Schwarzwild zu Hause. Mit etwas Glück lassen sich die Tiere beim Grasen oder Ruhen beobachten. Das Gehege liegt direkt am Weg und bietet damit einen kleinen Abstecher vom Wandererlebnis in die heimische Tierwelt. Entlang des Albtraufs geht es weiter zum Wolfsfelsen. Nach rund sechs Kilometern führt der Weg schließlich zum Stausee. Von dort führt die Runde zurück zum Ausgangspunkt. Nach insgesamt rund neun Kilometern ist wieder der Parkplatz am Rangenberg erreicht.
Einkehrmöglichkeiten gibt es auf dieser Strecke gleich mehrere: Etwa das Stausee-Hotel am Glemser Stausee bietet sich für eine Pause mit Blick aufs Wasser an. Auf der Speisekarte stehen regionale und saisonale Gerichte, außerdem gibt es Kaffee und Kuchen. Wer schon früher einkehren möchte, kann am Wanderheim Eninger Weide Halt machen. Es liegt unweit des Wildgeheges und bietet unter anderem schwäbische Klassiker, Flammkuchen, Kuchen und Getränke.

Diese Route führt an den Glemser Stausee.
Regine Lotterer (Archivfoto)Vom Schloss Lichtenstein zur Nebelhöhle
Schon am Startpunkt ist Schloss Lichtenstein zu sehen. Von Honau-Traifelberg führt die Wanderung über Felsköpfe und vorbei an der Nebelhöhle bis zum Schönbergturm. Diese Streckenwanderung beginnt im Lichtensteiner Ortsteil Honau-Traifelberg an der Wasserscheide zwischen Neckar und Donau. Schon vom Ausgangspunkt aus ist Schloss Lichtenstein zu sehen, das auf einem Felsen über dem Echaztal thront. Die Route führt zunächst über aussichtsreiche Felsköpfe wie den Breitenstein und den Gießstein.
Weiter geht es zur Nebelhöhle. Die Tropfsteinhöhle ist seit Jahrhunderten bekannt und wurde bereits 1486 als „Nebelloch“ erwähnt. Auch in der Literatur taucht sie auf: In Wilhelm Hauffs Roman „Lichtenstein“ dient sie dem geächteten Herzog Ulrich als Versteck.
Ein weiterer Höhepunkt der Wanderung ist der Schönbergturm. Der 26 Meter hohe Aussichtsturm wurde 1906 errichtet und bietet einen weiten Blick über die Schwäbische Alb. Wegen seiner ungewöhnlichen Form trägt er den Spitznamen „Steife Unterhose“.
Für die Besichtigung von Schloss Lichtenstein und der Nebelhöhle sollte zusätzliche Zeit eingeplant werden. Die knapp 15 Kilometer lange Strecke führt über rund 400 Höhenmeter. Laut der Wander-App Komoot ist dafür eine sehr gute Kondition empfehlenswert.
Einkehrmöglichkeiten gibt es entlang der Strecke gleich mehrere. Direkt an der Nebelhöhle liegt der Höhlenwirt. Dort gibt es schwäbische Küche, Maultaschen sowie Kaffee, Kuchen und Eis. Auch am Schönbergturm lässt sich eine Rast einlegen: Der dortige Kiosk bietet noch bis Oktober Getränke, Süßes und Vesper an. Ob der Kiosk geöffnet hat, erkennen Wanderer an der gehissten Fahne des Schwäbischen Albvereins. Wer bereits zu Beginn der Tour einkehren möchte, findet direkt neben Schloss Lichtenstein das Alte Forsthaus mit regionaler Küche und hausgemachten Kuchen.

