Inklusion in Eningen: Was macht den neuen Kunst- und Sinnesgarten aus?

Annegret Romer stellt den Mitgliedern des Arbeitskreises Inklusion den neu gestalteten Kunst- und Sinnesgarten vor der Gemeindebücherei vor.
Sophie Holzäpfel- Vor der Eninger Gemeindebücherei entstand ein Kunst- und Sinnesgarten mit Hochbeet.
- Vier Werke von Riccarda Gregor-Grieshaber sind dort als farbige Glasbilder auf Stelen zu sehen.
- Der Garten ist barrierefrei geplant – das Hochbeet ist für Rollstuhlnutzung unterfahrbar.
- Infos stehen in einfacher Sprache bereit, ein QR-Code für digitale Inhalte ist vorgesehen.
- Finanziert wurde das Projekt u. a. mit 5000 Euro von Aktion Mensch und 1500 Euro aus Spenden.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Riccarda Gregor-Grieshaber war nicht nur Frau von. Während ihr Mann, der Grafiker und Künstler HAP Grieshaber, weit über die Region hinaus bekannt wurde, entwickelte auch sie eine eigene künstlerische Handschrift. Vier ihrer Gemälde sind nun als bunte Glasbilder im neu angelegten Kunst- und Sinnesgarten vor der Eninger Gemeindebücherei zu sehen. Die Künstlerin lehrte einst in der Bernsteinschule bei Sulz am Neckar. Ihre Werke sind damit nun dauerhaft im öffentlichen Raum zu sehen.
Zwischen Duftkräutern und Blumen stehen die Glasbilder auf Stelen im Garten. Die neue Anlage ist damit eine weitere Station des Eninger Kunst- und Sinnespfads, den der Förderverein Eninger Kunstwege seit Jahren weiterentwickelt. Der Garten soll dabei mehr sein als ein Ort, an dem Kunst betrachtet wird: „Er soll ein Ort der Begegnung sein“, sagt Annegret Romer, stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins.
Barrierefrei durch den Kunstgarten
Ein Anliegen war es dem Verein, die Anlage barrierefrei zu gestalten. Das Hochbeet ist so angelegt, dass es auch von Menschen im Rollstuhl unterfahren und genutzt werden kann. Kunst und Kräuter sollen hier für möglichst viele Menschen zugänglich sein. Das gilt auch für die Informationen: Eine Tafel ist bewusst in leichter Sprache formuliert. Geplant ist außerdem ein QR-Code, über den Besucher die Informationen künftig digital abrufen können, sagt Romer.
Finanziert und umgesetzt hat der Verein das Projekt weitgehend selbst. So stellten die Mitglieder einen Antrag bei der Aktion Mensch und bekamen 5000 Euro Zuschuss. Weitere 1500 Euro kamen über ein Spendenparlament hinzu, dazu private Spenden. Angelegt haben die Vereinsmitglieder den Garten schließlich selbst – hauptsächlich in Eigenarbeit. „Wir wollen ihn mit Leben füllen“, sagt Romer. Geplant seien etwa öffentliche Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit der Bücherei. Eine erste Gelegenheit gibt es am Sonntag, 27. September, beim Tag der offenen Ateliers: Um 14 Uhr führt der Verein durch den neuen Kunst- und Sinnesgarten.

