Hochwasser in Ulm: Pegelstand der Donau sinkt wieder

Der Geh- und Radweg unterhalb der Gänstorbrücke in Ulm war am Mittwoch (15.11.) gesperrt.
Simone DürmuthDas Hochwasser an der Donau war am Mittwoch (15.11.) Gesprächsthema Nummer eins in Ulm. Egal, über welche Brücke man lief, überall wurden Handys gezückt, Bilder vom überschwemmten Radweg gemacht und an Freunde und Bekannte verschickt. Gegen 3 Uhr morgens hatte der Pegel die Meldestufe 2 (insgesamt gibt es 4) überschritten, das sind 3 Meter 50 Wassertiefe an der Messstelle Bad Held in Neu-Ulm. Laut Definition ist das der Pegelstand, bei dem Land- und forstwirtschaftliche Flächen überflutet werden und bei dem es leichte Verkehrsbehinderungen auf Hauptverkehrs- und Gemeindestraßen gibt. In Ulm und Neu-Ulm sind dann oft die Fuß- und Radwege an der Donau gesperrt. Wo sonst Menschen flanieren, schwimmen dann die Enten. Vorsorglich waren diese Wege bereits am Dienstag gesperrt worden.
Bauarbeiten auf der Gänstorbrücke eingestellt
Ebenfalls am Dienstag wurde die Baustelle unterhalb der Gänstorbrücke eingestellt. Wegen der starken Strömung war es für die Arbeiter zu gefährlich weiterzumachen. Seit dem Mittag sinkt der Pegelstand der Donau aber wieder, um 15 Uhr sank er unter Meldestufe 1. Kurz vor 18 Uhr lag er bei 3 Metern 34, Tendenz fallend.
Landesweit fallende Pegel
Im ganzen Südwesten entspannte sich die Lage an den Flüssen. Ein Sprecher der Hochwasservorhersagezentrale Baden-Württemberg (HVZ) sagte der dpa, die Wasserstände gingen vor allem an den kleineren Flüssen wieder zurück.
Seit Sonntag hatte es im Land immer wieder starke Regenfälle gegeben. Betroffen waren vor allem Gewässer im Süden des Landes - der Südschwarzwald, das Allgäu oder auch die obere Donau. Die Auswirkungen des Hochwassers sorgten für keine Gefahr bei der Bevölkerung. Der Regen soll nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes am Donnerstag abklingen. Dann werden Temperaturen zwischen 7 und 12 Grad erwartet.
Ulm-Schriftzug abtransportiert
Was entgegen mancher Spekulationen allerdings nichts mit dem Hochwasser zu tun hatte, war die Entfernung des Ulm-Schriftzugs vom Donauufer. Die bunten Buchstaben, die als Kulisse für Instagram-Bilder dienen sollen, wurden zwar am Mittwoch abgebaut, aber nur, weil sie auf den Weihnachtsmarkt umziehen und vorher nochmal hübsch gemacht werden.
