Bundestagswahl 2025 in Dettingen
: Die CDU zieht davon, die Rechten legen zu

Die CDU fährt satte Gewinne ein, die AfD legt deutlich zu – Grüne, FDP und SPD lassen Federn: Dettingen wählt weitgehend im Bundestrend.
Von
Christina Hölz
Dettingen
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Bundestagswahl 2025 Dettingen

Richtungswahl 2025: Auch in Dettingen gingen mit 82,2 Prozent deutlich mehr Bürger an die Urnen als zuletzt.

Thomas Kiehl
  • Bundestagswahl 2025: Ergebnis in Dettingen an der Erms wird noch erwartet.
  • Neuwahlen am 23. Februar; neuer Bundeskanzler wahrscheinlich.
  • Wahlrechtsreform: keine Überhangmandate; einige Politiker verlieren Mandate.
  • Wahl in Dettingen an der Erms wichtig für regionale Politik.
  • Ergebnisse werden veröffentlicht, sobald verfügbar.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Es ist wie fast überall: Die Union darf über Zugewinne jubeln, Grüne und Sozialdemokraten müssen ihre Wunden lecken – und die AfD kratzt auch in Dettingen an der 19-Prozent-Marke. Im Sturzflug abwärts ging es in der Industriegemeinde Dettingen indessen für die Liberalen. Die Lindner-Partei kommt dort von 17,2 Prozent im Zweitstimmen-Votum – vier Jahre später bleiben davon noch etwas mehr als sechs Prozent.

Schauen wir auf die Details. Da zieht der Wahlkreis-Kandidat der Union deutlich besser, als der Kanzlerkandidat höchstselbst: Mehr als 43 Prozent der Wähler sehen Michael Donth gerne wieder in Berlin – Friedrich Merz als Regierungschef präferieren derweil „nur“  36,6 der Urnengänger in Dettingen. Damit liegt Merz in der Ermsgemeinde zwar deutlich über dem Deutschland-Votum, der klare Vertrauensbonus geht derweil an den ehemaligen Römersteiner Bürgermeister Donth: Für ihn ging es sechs Prozent rauf.

Keine Überraschung: Der Olaf-Scholz-Express schwächelt auch auf lokaler Ebene. Bei den Sozialdemokraten landen gerade noch 13,5 Prozent der Voten, gegenüber 21 Prozent 2025.  Eine undankbare Rolle für den wahlkampferprobten und im Landkreis bekannten Kandidaten Sebastian Weigle, der obendrein noch mit einem schlechten Listenplatz ausgestattet war.

Auch die Grünen lassen Federn

Auch die Grünen sind in Dettingen wieder in der Realität angekommen: Zweimal gute elf Prozent. Das ist für den Neuling und Müller-Gemmeke-Nachfolger Jaron Immer ein achtbares Ergebnis. Und es spiegelt durchaus das Wählerverhalten im Bund wider. Die Zeiten der letzten Wahl, als die einstige Öko-Partei sich zu 15 Prozent aufgeschwungen hatte, sind jedoch vorbei.

Für die Region spielt außerdem die Wahlrechtsreform zur Verkleinerung des Bundestags eine große Rolle. Weil es keine Überhangmandate mehr gibt, werden einige Politikerinnen und Politiker nach den Neuwahlen nicht mehr den Sprung ins Parlament schaffen, obwohl sie ihren Wahlkreis gewonnen haben.