Horb: Streit um Bildechinger Steige: Jetzt soll's Wissing regeln

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Klaus Mack.
DBT/Stella von Saldern- Streit um Ortsumgehung Hohenberg: CDU-Abgeordneter Mack kritisiert neue Planungen.
- Verkehrsminister Wissing soll Neubewertung der Planungen vornehmen.
- Anbindung der Bildechinger Steige wird nicht weiterverfolgt.
- Mack fordert Berücksichtigung der Anwohnerbelange.
- Projekt soll Verkehr zwischen Horb und Freudenstadt entlasten.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Klarheit über die Planungen zur Ortsumgehung Hohenberg in Horb - das war laut eigener Aussage Klaus Macks Ziel, das der CDU-Bundestagsabgeordneten für den Wahlkreis Calw/Freudenstadt mit seiner Anfrage an das Bundesverkehrsministerium verfolgte. Nun liegt eine Antwort vor, wie Mack in einer erneuten Pressemitteilung berichtet.
„In den weiteren Planungsstufen soll die Anbindung der Bildechinger Steige nicht mehr weiterverfolgt werden“, heißt es nun in dem Antwortschreiben an Mack. Damit bekam Mack dasselbe zu hören wie bereits der Ausschuss des Horber Gemeinderats, in dem in der Sitzung im Dezember bei manchem Mitglied fast gar Fassungslosigkeit herrschte.
Zur Begründung gibt das Ministerium nach Macks Auskunft an: Aufgrund des geringen Abstandes zum Knotenpunkt Stuttgarter Straße/Rottweiler Straße/B 28 komme der Einmündung der Bildechinger Steige eine besondere Bedeutung zu. Und weiter: „Die Straßenbauverwaltung des Landes Baden-Württemberg hat deshalb im Zuge der Vorplanung die Vor- und Nachteile einer Anbindung der Bildechinger Steige unter Berücksichtigung der prognostizierten Verkehrsbelastung hinsichtlich verschiedener Aspekte wie Verkehrsablauf, Wirtschaftlichkeit sowie Erschließungsfunktion geprüft und abgewogen.“
Mack zeigt sich erbost: „Damit wird die zwischen Stadtverwaltung und Regierungspräsidium abgestimmte, ursprüngliche Planung einfach ausgebremst. Es ist inakzeptabel, dass bei einem so bedeutenden Infrastrukturprojekt die Anliegen der Anwohnerinnen und Anwohner so sehr vernachlässigt werden."
Er wendet sich laut der Mitteilung nun direkt an Verkehrsminister Volker Wissing (ehemals FDP) und fordert von ihm auf oberster Ebene eine Neubewertung der Planungen in Horb auf Basis der Belange vor Ort und der bereits vorliegenden, abgestimmten Planung. „Es zeigt sich, dass diese Aspekte aktuell nicht ausreichend berücksichtigt werden. Eine erneute Prüfung der Planungen ist dringend erforderlich“, sagt Mack.
Die Ortsumgehung Hohenberg ist als Teil einer leistungsfähigen, überregionalen Bundesstraßenachse zwischen Horb und Freudenstadt geplant und soll zugleich den örtlichen Verkehr entlasten. Die Ankündigung, die Bildechinger Steige von der neuen, vierspurigen Straße abzutrennen, sorgt daher für viel Unverständnis.

