Hohenzollerischer Geschichtsverein
: Wo der letzte Hechinger Fürst seinen Alterssitz hatte – und wo der Kronprinz badete

Auf den Spuren der Hohenzollern in Schlesien wandelte eine Reisegruppe des Hohenzollerischen Geschichtsvereins eine Woche lang. Seltene Einblicke hinter die Kulissen von Schloss Oels und Schloss Hohlstein inklusive.
Von
Thomas Jauch
Hechingen
Jetzt in der App anhören
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Schlesienexkursion des Hohenzollerischen Geschichtsvereins im Schlosspark von Buchwald.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Schlesienexkursion des Hohenzollerischen Geschichtsvereins im Schlosspark von Buchwald.

privat
  • Eine Woche lang reiste der Hohenzollerische Geschichtsverein durch Schlesien.
  • Stationen mit Hohenzollern-Bezug: Kynsburg, Hohlstein, Löwenberg und Oels.
  • Exklusive Einblicke: Wiederaufbau von Schloss Hohlstein und Rundgang im Stadtpalais.
  • Schloss Oels war Sitz des Kronprinzenpaars, inklusive modernisiertem Bad hinter Schrank.
  • Ergänzend besuchte die Gruppe Breslau, Görlitz, Schweidnitz, Bad Muskau und die Stabkirche Wang.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Unter der fachkundigen Führung des Kunsthistorikers und Vereinsmitglieds Ulrich Feldhahn führte eine einwöchige Exkursion des Hohenzollerischen Geschichtsvereins nach Polen. 28 Teilnehmerinnen und Teilnehmer wandelten auf den Spuren der Hohenzollern in Schlesien. Besucht wurden Stätten mit Bezug sowohl zu den süddeutschen Hohenzollern als auch zu deren preußischen Vettern. Perfekt organisiert wurde die Reise durch das Volkshochschulheim Inzigkofen e.V.

Erste Station: Burg Kynsburg

Erste Hohenzollern-Station war die Burg Kynsburg mit ihren prächtigen Renaissanceportalen. Sie gehörte im 17. Jahrhundert für eine Generation der heute fast vergessenen schlesischen Linie der süddeutschen Hohenzollern.

Schloss Hohlstein, Wohnsitz von Fürst Friedrich Wilhelm Konstantin von Hohenzollern-Hechingen nach dessen Abdankung 1849.

Schloss Hohlstein, Wohnsitz von Fürst Friedrich Wilhelm Konstantin von Hohenzollern-Hechingen nach dessen Abdankung 1849.

Trugenberger

Der letzte Fürst von Hohenzollern-Hechingen, Friedrich Wilhelm Konstantin, geboren im ebenfalls besuchten Schloss Sagan, zog sich nach seiner Abdankung 1849 auf seine von der Familie seiner Mutter Pauline Biron von Kurland, Herzogin von Sagan, ererbten schlesischen Besitzungen zurück. Sein Schloss Hohlstein verfiel nach dem Zweiten Weltkrieg. Der heutige Besitzer zeigte im Rahmen einer exklusiven Besichtigung eindrucksvoll seine Anstrengungen eines Wiederaufbaus.

Im benachbarten Löwenberg baute sich der Fürst ein Stadtpalais, heute Amtssitz des Bürgermeisters der niederschlesischen Stadt Lwówek Śląski. Dieser führte die Gruppe persönlich durch das Gebäude.

Nach der Eroberung Schlesiens durch Friedrich den Großen 1742 wurde in Breslau ein Palais zum Königsschloss erweitert. Im 19. Jahrhundert entdeckten Mitglieder des preußischen Königshauses das landschaftlich reizvolle Hirschberger Tal und schufen sich idyllische Sommersitze in Fischbach und Erdmannsdorf mit großen Parkanlagen.

Schloss Oels, bis 1945 Sitz des letzten Kronprinzen des deutschen Kaiserreichs, Wilhelm von Preußen, und seiner Gemahlin Cecilie.

Schloss Oels, bis 1945 Sitz des letzten Kronprinzen des deutschen Kaiserreichs, Wilhelm von Preußen, und seiner Gemahlin Cecilie.

Trugenberger

Das Schloss Oels war bis 1945 neben dem Schloss Cecilienhof in Potsdam Sitz des letzten Kronprinzen des deutschen Kaiserreichs, Wilhelm von Preußen, und seiner Gemahlin Cecilie. Es wurde dafür modernisiert, wovon ein Badezimmer hinter einem Wandschrank zeugt. 1953 wurde im Ratssaal des Hechinger Rathauses in Anwesenheit von Cecilie von Preußen die Patenschaft der Stadt Hechingen für die Stadt und den Kreis Oels begründet.

In Schloss Oels ist auch die Badewanne zu besichtigen, die nachträglich für den letzten Kronprinzen des deutschen Kaiserreichs, Wilhelm von Preußen, und seine Gemahlin Cecilie eingebaut wurde.

In Schloss Oels ist auch die Badewanne zu besichtigen, die nachträglich für den letzten Kronprinzen des deutschen Kaiserreichs, Wilhelm von Preußen, und seine Gemahlin Cecilie eingebaut wurde.

Trugenberger

Natürlich wollte Reiseleiter Ulrich Feldhahn den Teilnehmern polnische Stätten des Weltkulturerbes nicht vorenthalten: die Friedenskirche in Schweidnitz und den englischen Landschaftsgarten in Bad Muskau. In guter Erinnerung werden auch die Stadtführungen durch Görlitz und Breslau sowie der Besuch der nach Schlesien transferierten norwegischen Stabkirche Wang aus dem 12. Jahrhundert bleiben.