Erdbeben in Göppingen: Zwischen Bezgenriet und Heiningen bebt die Erde zur Frühstückszeit

Ein Seismograph hat Erdbeben aufgezeichnet, die Ausschläge sind deutlich zu erkennen.
ZUMA/Zuma Press/actionpress- Bei Bezgenriet bebte die Erde: Ein sehr schwaches Beben mit Magnitude 1,6 um 8.06 Uhr.
- Das Hypozentrum lag in neun Kilometern Tiefe unter dem Flugplatz zwischen Bezgenriet und Heiningen.
- Menschen nahmen die Erschütterung nicht wahr – die makroseismische Karte verzeichnet keinen Eintrag.
- Zuvor wurde am Dienstag, 26. Mai, ein Beben bei Süßen registriert, Magnitude 0,8.
- 2023 gab es sechs schwache Beben im Kreis, u. a. bei Salach, Jebenhausen und Bezgenriet.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Sonne war schon aufgegangen, der Unterricht in den Schulen hatte gerade begonnen – da rumpelte die Erde unter dem Göppinger Stadtteil Bezgenriet. Um 8.06 Uhr registrierten die Seismographen ein Erdbeben in neun Kilometern Tiefe, berichtet der Landeserdbebendienst. Der Herd des Bebens lag ziemlich genau unter dem Flugplatz des Göppinger Stadtteils, zwischen Bezgenriet und Heiningen.
Von Menschen nicht wahrgenommen
Wer da gerade beim Frühstück saß, dürfte dennoch keine Probleme mit überschwappendem Kaffee bekommen haben: Lediglich eine Magnitude von 1,6 auf der Richter‑Skala erreichte das Beben, der Landeserdbebendienst spricht von einem „sehr schwachen Erdbeben“. Auf seiner sogenannten makroseismischen Karte, auf der von Menschen wahrgenommene und gemeldete Beben dargestellt werden, hat der Dienst die aktuelle Erschütterung demnach auch gar nicht verzeichnet.
Das bislang einzige Erdbeben im Landkreis in diesem Jahr wurde am Dienstag, 26. Mai, um 19.41 Uhr registriert: Der Erdbebenherd (das Hypozentrum) lag unter der B10 in sieben Kilometern Tiefe auf Süßener Gemarkung, das Epizentrum ziemlich genau in der Mitte zwischen den Anschlussstellen Salach und Süßen-Süd. Die Seismologen vom Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau bescheinigten dem Mini-Beben nur eine Magnitude von 0,8 auf der Richter-Skala, das bedeutet: Es war wie auch die aktuelle Erschütterung ein „sehr schwaches Erdbeben“. In der Regel werden Erdstöße von Menschen erst ab einer Magnitude von 2,5 auf der Richter-Skala wahrgenommen.
Die meisten Beben im Kreis registrierte der Erdbebendienst im Jahr 2023, damals waren es sechs, sie waren rund um Salach sowie in Jebenhausen und Bezgenriet aufgetreten. Das stärkste hatte die Magnitude 1,3 und ereignete sich am 27. August um 2.11 Uhr nördlich von Salach. Auch 2024 rumpelte es im März unter Eislingen, im Januar 2025 dann wieder unter Salach, die nicht wahrnehmbare Stärke betrug 0,9.

