Stärkstes Erdbeben des Jahres
: Am frühen Morgen bebt die Erde auch im Kreis Göppingen

Nahe der Hahnweide meldet der Landeserdbebendienst eine Erschütterung mit der Magnitude 3.0. So heftig hat die Erde in Süddeutschland in diesem Jahr noch nirgends gebebt.
Von
Dirk Hülser
Dettingen/Teck
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Seismologen bei der Arbeit

Seismologen werten Messdaten eines Erdbebens aus.

Jan Woitas/dpa
  • Erdbeben mit Magnitude 3.0 traf am 9.12.2025 den Raum südlich der Hahnweide bei Dettingen/Teck.
  • Landeserdbebendienst nennt es das stärkste Beben des Jahres im süddeutschen Raum – spürbar im Kreis Göppingen.
  • Rund 375.000 Menschen waren laut Erdbebennews.de potenziell betroffen; Auswirkungen bis Schwäbisch Gmünd und Tübingen.
  • Volcanodiscovery.com gibt Magnitude 2.6 und eine Tiefe von etwa sechs Kilometern an – Daten noch in Auswertung.
  • Experten prüfen weiterhin Stärke, Epizentrum und Tiefe des Bebens für genauere Ergebnisse.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Im globalen Maßstab war es ein leichtes Erdbeben, für süddeutsche Verhältnisse hat es ganz ordentlich gerummst: Laut Landeserdbebendienst (LED) bebte die Erde am Dienstagmorgen, 9.12.2025, um 3.50 Uhr südlich der Kirchheimer Hahnweide auf der Gemarkung von Dettingen/Teck in rund zehn Kilometer Tiefe. Mit einer Magnitude von 3.0 auf der Richter-Skala war es laut der LED-Datenbank das bislang stärkste Beben des Jahres im gesamten süddeutschen Raum und war auch im Kreis Göppingen zu spüren. Die Erschütterungen konnten demnach im Umkreis von etwa zehn Kilometern wahrgenommen werden, „vereinzelt darüber hinaus“.

Für 375.000 Menschen „potenziell spürbar“

Auch der Dienst erdbebennews.de berichtet von dem Beben und spricht von einer Maximalintensität von 3.5 auf der Richter-Skala. Es sei für etwa 375.000 Menschen „potenziell spürbar“ gewesen. Demnach seien Auswirkungen bis etwa Ebersbach/Uhingen und Eislingen, vereinzelt bis zur Kreisgrenze bei Schwäbisch Gmünd im Norden errechnet worden, im Osten bis weit hinter Laichingen, im Süden bis etwa Albstadt und im Westen bis Tübingen und Holzgerlingen.

Der Dienst volcanodiscovery.com spricht davon, dass das Beben in Göppingen 22 Kilometer vom Epizentrum entfernt spürbar gewesen sei, wenn auch nur als „sehr leichtes Vibrieren“. Dasselbe gelte unter anderem für Metzingen, Reutlingen und Esslingen. Die Magnitude habe demnach 2.6 auf der Richter-Skala betragen, wie eine aktuelle Auswertung ergeben habe. Die Experten berufen sich auf Daten des European-Mediterranean Seismological Centre (EMSC) und gehen von einer Tiefe (Hypozentrum) von etwa sechs Kilometern aus.

Die Messdaten werden jetzt weiter ausgewertet, deshalb können sich einzelne Parameter des Bebens noch ändern. Darauf weist volcanodiscovery um 11.50 Uhr am Dienstag, 9.12.2025, hin: „Die Stärke, genaue Lage des Epizentrums und Erdbebentiefe können in den nächsten Stunden noch korrigiert werden, während Seismologen die Daten manuell auswerten und ihre Berechnungen verfeinern.“