Erdbeben in sieben Kilometer Tiefe: Erstmals in diesem Jahr bebt im Kreis Göppingen die Erde

Ein leichtes Erdbeben haben die Seismografen im Kreis Göppingen registriert (Symbolbild).
Martin Gerten- Erstes Beben dieses Jahr im Kreis Göppingen: Magnitude 0,8, sehr schwach und wohl unbemerkt.
- Zeitpunkt war Dienstagabend, 26.5.2026, um 19.41 Uhr – gemeldet vom Landeserdbebendienst.
- Hypozentrum in sieben Kilometern Tiefe unter der B10 bei Süßen, Epizentrum zwischen Salach und Süßen-Süd.
- Menschen spüren Erdstöße meist erst ab Magnitude 2,5, heißt es von den Seismologen.
- Rückblick: 2023 registrierte der Dienst sechs Beben in der Region, das stärkste 1,3.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Immer wieder hat in den vergangenen Jahren die Erde rund um Salach und Eislingen gebebt, am Dienstagabend, 26.5.2026, war es um 19.41 Uhr wieder so weit: Zum ersten Mal in diesem Jahr hat der Landeserdbebendienst (LED) Baden-Württemberg ein Beben im Kreis Göppingen gemeldet. Der Erdbebenherd (das Hypozentrum) lag unter der B10 in sieben Kilometern Tiefe auf Süßener Gemarkung, das Epizentrum ziemlich genau in der Mitte zwischen den Anschlussstellen Salach und Süßen-Süd.
Die meisten Beben gab es 2023
Doch bemerkt haben dürfte den abendlichen Rumpler niemand: Die Seismologen vom Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau bescheinigen dem Mini-Beben lediglich eine Magnitude von 0,8 auf der Richter-Skala, das bedeutet: Es war ein „sehr schwaches Erdbeben“. In der Regel werden Erdstöße von Menschen erst ab einer Magnitude von 2,5 auf der Richter-Skala wahrgenommen.
Die meisten Beben im Kreis registrierte der Erdbebendienst im Jahr 2023, damals waren es sechs, sie waren rund um Salach sowie in Jebenhausen und Bezgenriet aufgetreten. Das stärkste hatte die Magnitude 1,3 und ereignete sich am 27. August um 2.11 Uhr nördlich von Salach. Auch 2024 rumpelte es im März unter Eislingen, im Januar 2025 dann wieder unter Salach, die nicht wahrnehmbare Stärke betrug 0,9.
Da war die Erschütterung am 9. Dezember 2025 schon deutlich heftiger: Die Erde bebte am Dienstagmorgen um 3.50 Uhr südlich der Kirchheimer Hahnweide auf der Gemarkung von Dettingen/Teck in rund zehn Kilometer Tiefe. Mit einer Magnitude von 3,0 auf der Richter-Skala war es laut der LED-Datenbank das stärkste Beben des Jahres 2025 im gesamten süddeutschen Raum und war auch im Kreis Göppingen zu spüren. Die Erschütterungen konnten demnach im Umkreis von etwa zehn Kilometern wahrgenommen werden, „vereinzelt darüber hinaus“. Auch der Dienst erdbebennews.de berichtet von dem Beben und spricht von einer Maximalintensität von 3,5 auf der Richter-Skala. Es sei für etwa 375.000 Menschen „potenziell spürbar“ gewesen.

