Acht Arbeitsstationen gibt es in der Fahrrad-Recyclingwerkstatt der Staufen Arbeits- und Beschäftigungsförderung im Landkreis Göppingen (SAB) in Geislingen. Die Teilnehmer der Wiedereingliederungsmaßnahmen für den Arbeitsmarkt nehmen dort gebrauchte Fahrräder aus und bauen daraus wieder fahrtüchtige Drahtesel, um sie anschließend zu verkaufen.
Im Zentrum jeder Arbeitsstation steht ein Fahrrad-Montage-Ständer, entlang der Wände befinden sich Werkbänke, darüber hängt das notwendige Werkzeug. Alles sortiert nach Größe, sodass die je drei oder vier Mitarbeiter schnell das richtige Werkzeug finden. „Das sieht gut aus, aber effektiv ist das nicht“, sagt Anleiter Stefan Tielesch und demonstriert auch, warum. Er setzt sich auf einen Rollhocker unter das aufgebockte Fahrrad und stellt fest, dass er dieses oder jenes Werkzeug benötigt. Dann rollt er zur Seite, geht zur Wand, holt den Schraubenschlüssel, geht zurück zur Arbeitsposition, der Schraubenschlüssel hat die falsche Größe, wieder aufstehen …

Raum Geislingen

Die Arbeit ist praktischer mit Werkzeugwagen

Um effektiver arbeiten zu können, wünschen er und die derzeit 37 Teilnehmer in der Fahrradwerkstatt sich von den Lesern der GEISLINGER ZEITUNG im Rahmen der GZ-Aktion „Gemeinsam geht’s besser“ mobile Werkzeugwägen für sieben der acht Arbeitsstationen. Einen solchen Werkzeugwagen besitzen sie bereits – und wissen daher, wie praktisch der schnelle Zugriff aufs Werkzeug aus der Arbeitssituation heraus ist.
Seit fast 20 Jahren ist die Fahrrad-Recyclingwerkstatt die Geislinger Abteilung der Staufen Arbeits- und Beschäftigungsförderung. Langzeitarbeitslose Menschen sowie Menschen mit Fluchterfahrung lernen hier fundiertes Fachwissen rund ums Fahrrad. Sie lernen den Umgang mit Werkzeug, Ordnung zu halten, im Team zu arbeiten. Sie lernen eigene Talente erkennen und erworbenes Wissen weiterzugeben. Aber vor allem lernen diese Menschen, die jahrelang aus unterschiedlichen Gründen arbeitslos waren und oft bereits resigniert hatten, dank der Unterstützung der Mitarbeiter der SAB wieder ihren Tag zu strukturieren, sich zu motivieren und neue Lebenshoffnung zu schöpfen.

31 Menschen sind vermittelt worden

Laut Geschäftsführerin Karin Woyta sind in diesem Jahr insgesamt 36 Teilnehmer der SAB an eine Arbeits- oder Ausbildungsstelle vermittelt worden. Dafür setzen sich neben ihr und drei ­Sozialpädagoginnen insgesamt 31 Stamm-Mitarbeiter ein, etwa als Anleiter in den einzelnen Abteilungen oder als Berater in Beratungsprojekten. Eine davon ist Katja Heine, die für die Teilnehmenden Arbeitsstellen sucht und sie auch darüber hinaus betreut, damit sie mit der neuen Selbstständigkeit klarkommen.
„Die Arbeitsvermittlung war noch nie so schwierig wie während Corona“, sagt Heine. Dem in den Jahren gewachsenen Netzwerk an Arbeitgebern und vielen persönlichen Kontakten sei es zu verdanken, „dass wir trotzdem so viele unserer Teilnehmer vermitteln konnten.“

Alles zur GZ-Weihnachtsaktion „Gemeinsam geht’s besser“

Helfen Das Gelingen der GZ-Aktion ist  besonders von Ihrer Unterstützung abhängig. Spendenveranstaltungen sind in diesem Jahr wieder schwer möglich, aber dennoch kann zum Beispiel im Betrieb oder Verein geworben werden.
Spenden Sie können entscheiden, ob Sie für alle Projekte spenden oder für einzelne. Wir bitten alle Spender, das Geld coronabedingt direkt auf eines unserer beiden Spendenkonten zu überweisen: Kreissparkasse Göppingen IBAN: DE24 6105 0000 0006 0770 99 oder Volksbank Göppingen IBAN: DE14 6106 0500 0608 0000 00. Jeder Spender wird in der GEISLINGER ZEITUNG genannt und erhält auf Wunsch eine Spendenbescheinigung (bitte Adresse angeben). Anonyme Spenden sind auch möglich (dies bitte auf der Überweisung vermerken). Sie können uns gerne ein Spendenfoto zuschicken, mit einer kurzen Information: An wen geht die Spende? Wie wurde die Spende eingesammelt? Wie viel Geld ist zusammengekommen? Wir werden Ihren Beitrag gerne in der GZ veröffentlichen.
Kontakt Bei allen Fragen und Ideen rund um die GZ-Weihnachtsaktion
„Gemeinsam geht’s besser“ können Sie sich gerne an GZ-Redakteur Michael
Scheifele wenden. ­Kontakt: Telefon (07331) 202-64 oder per E-Mail: m.scheifele@swp.de