Nun gibt es sie doch, die neue Corona-Verordnung für den Sport in Baden-Württemberg. Es sind aber keine Verschärfungen vorgesehen, sondern lediglich eine Klarstevllung: Sport kann weiterhin mit bis zu 20 Personen betrieben werden, egal ob in der Halle oder im Freien. Es können aber auch mehr sein, wenn dies für die Ausübung der Sportart nötig ist. Diese weiche Formulierung hat ebenso weiter Bestand wie die Tatsache, dass auch mehr als 20 gemeinsam Sport treiben dürfen, wenn sie dies an einem festen Platz tun oder anderweitig gewährleistet ist, dass sie sich nicht zu nahe kommen und der Abstand jederzeit eingehalten werden kann.

Hygienekonzept muss vorliegen

Jetzt sind die Landkreise und Kommunen in der Pflicht, zumindest wenn sie Betreiber der Hallen und Sportplätze sind. Denn jeder Verein muss ein Hygienekonzept vorlegen. Das beinhaltet etwa, dass keine kranken Sportler mitmachen dürfen oder Teilnehmerlisten geführt werden müssen, um im Fall einer Ansteckung schnell die Kontaktpersonen zu finden. Darin wird aber auch festgehalten, wie viele Menschen zur gleichen Zeit in der Halle sein dürfen, wie oft und wie gelüftet werden muss oder was zu desinfizieren ist. Da steht ebenso geschrieben, wie der Wettkampfbetrieb durchzuführen ist – etwa wie viele Zuschauer zugelassen sind. Weiterhin sind Wettbewerbe erlaubt, bei denen nicht mehr als 500 Sportlern und Zuschauern dabei sind. Dazu kommt noch das Funktionspersonal. Diese Zahl können die örtlichen Behörden heruntersetzen. Für den Spitzen- und Profisport gibt es eigene Regelungen, wobei sich

Aussetzung des Spielbetriebs

Einige Verbände haben bereits den Spielbetrieb ausgesetzt, weil ihnen die Gefahr zu hoch ist. Vor allem bei den Basketballern gibt es viele Infektionen, die sich auch in den Mannschaften weiterverbreitet haben. Ob sich Sportler beim Spiel an sich anstecken oder beim geselligen Beisammensein im Anschluss, ist bislang nicht hinlänglich bekannt. Einigen Vereinen ist das aber zu gefährlich.
Den Sportlern komme angesichts schnell steigender Infektionszahlen eine große Verantwortung zu, sagte Gesundheitsminister Manne Lucha. Vor alle unmittelbar nach Training und Wettkampf sei akribisch auf den Abstand und die Hygieneregeln zu achten.