Eine Stimme für die Zukunft: Warum wir für unsere Kinder wählen müssen

Erwachsene und Kinder halten bei einer Demo Plakate mit der Aufschrift „Ich will eine schöne Zukunft“, „Eine zweite Kugel gibt es nicht“ und „Ihr verbrennt meine Zukunft!“. (Symbolfoto)
Arne Dedert/dpaMeine drei Kinder sind fünf, vier und zwei Jahre alt. Sie wissen noch nicht, was Wahlrecht, die Demokratie und der Bundestag ist, und auch nicht, was das Dritte Reich war. Sie haben keine Ahnung von Donald Trump, Elon Musk, Alice Weidel und wie sie alle heißen. Aber sie wissen, wenn etwas ungerecht ist. Sie wissen, dass es unfair ist, wenn Menschen nicht gleich behandelt werden. Sie wissen, dass es Umweltverschmutzung ist, wenn Menschen ihren Müll im Wald liegen lassen. Und die Umwelt, auch das wissen sie schon, müssen wir schützen.
Bei der Bundestagswahl am 23. Februar wird es knapp 60 Millionen Wahlberechtigte geben. Meine Kinder gehören nicht dazu. Aber sie haben ein Recht auf eine Zukunft. Eine sichere und lebenswerte Zukunft.
Wahlen sind die Grundlage für eine demokratische Ordnung
Meine Großmutter ist Ende 80. Sie ist sich unsicher. Wem kann man denn heutzutage überhaupt noch vertrauen, fragt sie, und überlegt dieses Jahr einfach überhaupt nicht wählen zu gehen. Eine traurige Entscheidung. Sie hat ihr Leben lang gearbeitet und eigentlich immer das Kreuz bei der SPD gemacht. Heute fühlt sie sich durch Populismus in die Enge getrieben und verzichtet auf ihr Wahlrecht und somit auf politische Teilhabe. Ich weiß, dass es vielen älteren Menschen so geht. Die Welt ist kompliziert, die Fragen und Antworten vielschichtig. Bei der Bundestagswahl im Jahr 2021 lag der Anteil der Nichtwählenden bei 23,4 Prozent.
Wahlen sind die Grundlage für eine demokratische Ordnung. In Zeiten, in denen die Demokratie wieder bedroht wird, geht es nicht (nur) darum, eine Partei zu wählen, mit der man 100 Prozent übereinstimmt. Sondern es geht darum, eine Zukunft zu wählen. Eine demokratische Zukunft, eine sichere und lebenswerte Zukunft. Und wenn man das nicht für sich selbst tut, dann kann man das für seine Kinder, seine Enkel und Urenkel tun. Für diejenigen, die (noch) keine Stimme haben, aber noch eine Weile länger in diesem Land, in dieser Welt leben werden. Das Motto dieser Bundestagswahl sollte klar sein: Wehret den Anfängen und schützt die Zukunft!


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