Zirkus in Albstadt: Familie Frank feiert Premiere mit Maskottchentheater und Kinderland
Lautes Lachen und angeregte Gespräche drängen aus einem Zelt. Hinzukommt der Duft von gegrilltem Fleisch, Kartoffeln und allerlei anderen Leckereien. Familie Frank sitzt gemütlich beim Essen, gönnt sich eine Pause vom anstrengenden Aufbau. Die vergangenen Tage haben sie den „Circus Dumbo“ auf dem Mazmannplatz in Ebingen aufgebaut.
An Fronleichnam bekamen sie Besuch von der Familie, um den Zirkus zu segnen. Das ist Tradition, sagt Mandy Weisheit-Frank. Ihr Mann Remo Frank ist der Zirkusdirektor und hat diese Aufgabe von seinem Vater, Alfons Frank, übernommen. Damals hieß der Zirkus noch „Frankello“, heute ist es „Circus Dumbo“ mit „Remos Maskottchentheater“. „Man muss sich immer wieder etwas Neues einfallen lassen“, sagt der Chef.
Vier Trolle in der Manege
Das bewies der 33-Jährige vor drei Jahren, als er fünf Maskottchen gestalten ließ. 2,4 Meter groß ist jeder der Trollfiguren, die es im Zirkus zu sehen gibt. „Im Kopf ist ein Ventilator und Mikro“, sagt Remo Frank, „außerdem gibt es Kühlwesten“. Denn die handgemachten Kostüme bestehen aus einem zwar kuschlig aussehenden, aber sehr festem Material. Das Mikro wird benötigt, weil bei den Franks live gesprochen und gesungen wird.
„Sobald wir hinter den Vorhängen sind, ziehen wir die Köpfe aus“, verrät Mandy Weisheit-Frank. Sie spielt „Happy“ und hat eine ganz besondere Rolle im Maskottchentheater: Sie animiert die Zuschauer zum Mitmachen. Langeweile kommt so garantiert nicht auf. Doch das Mitmachen hat noch einen weiteren Effekt, verrät die Zirkusartistin: „Vor allem den Kindern wird vermittelt, dass wir nur gemeinsam stark sind und Gewalt nicht die Lösung für Probleme ist.“ Intelligenz und Toleranz hingegen helfen der Detektivin „Miss Marpletroll“ gegen den bösen „Rafftroll“ vorzugehen.
Ein Höhepunkt in der Manege ist der fliegende Elefant Dumbo. Der wird von keinem anderen gespielt, als von Frank Remo selbst. Auch hier steckte die Familie viel Liebe ins Detail.
Warum allerdings überhaupt Trolle? „Das war meine Idee“, sagt Darlinja Frank stolz. Die Neunjährige war nach den Kinofilmen „Trolls“ und schlug ihrem Papa vor, selbst eine Troll-Show zu gestalten. Das Design der Figuren, deren Charakteren, die teilweise auf Familienmitglieder basieren, die Geschichte – alles stammt aus Familie Franks Feder.
Akrobatik in der Luft
Da springt Darlinja schon auf eine Hüpfburg. Für sie ist Albstadt erst der dritte Standort, an dem sie im Zirkus auftreten darf. Die junge Artistin hat sich auf Kunst mit Ringen spezialisiert. Entweder auf dem Boden mit Hula-Hoop oder sogar in der Luft. „Wenn unsere Gäste sehen, was gleichaltrige Kinder leisten können, spornt sie das an“, ist Mandy Weisheit-Frank überzeugt.
Ihr 14-jähriger Bruder Vincenzo liebt es ebenfalls in der Luft. „Es vergeht kein Tag, an dem er nicht auf der Hüpfburg einen Salto macht“, verrät Weisheit-Frank. „Dort hat er Saltos gelernt und jetzt tritt er damit auf“, ergänzt der stolze Papa, der mit seinen Kindern die siebte Zirkusgeneration heranzieht.
Da kommt es wie gerufen, dass die Familie erst kürzlich in das „Happy-Kinderland“ investiert hat. Zahlreiche Hüpfburgen sind aufgestellt, ein großes Zelt sorgt für schattige Sitzplätze und sollte das als Abkühlung nicht reichen, gibt es noch eine Wasserrutsche. „Alles ohne matschige Füße“, verspricht Frank. „Schließlich haben wir den ersten mobilen Kunstrasen Deutschlands.“ Ein 44-Tonner benötigt es, um die 2000 Quadratmeter Kunstrasen zu transportieren.
Noch ist nicht alles aufgebaut, doch zur Premiere am Samstag wird alles fertig sein. „Wir stecken viel Mühe und Liebe für unsere Besucher hinein“, sagt Weisheit-Frank, „denn wer bei uns zu Besuch ist, wird Teil unserer Familie und soll sich wohlfühlen.“
Info Weitere Fotos von Familie Frank, dem Zirkus und dem Kinderland gibt es auf www.swp.de.
In den Lüften: Ein Meer aus Hüpfburgen beim „Circus Dumbo“
Ab diesen Samstag, 10. Juni, ist das „Happy Kinderland“ eröffnet. Samstags und sonntags öffnet es bereits um 11 Uhr, wochentags um 14 Uhr. Bis 18 Uhr können sie hier Kinder austoben. Für kleinere Kinder ab zwei Jahren gibt es ebenfalls einen Bereich, unter anderem mit Sandkasten. Neben einer zehn Meter hohen Wasserrutsche gibt es einen 30 Meter langen Fußballparcours. Erwachsene bezahlen für ein Tagesticket fünf, Kinder zehn Euro.
Der „Circus Dumbo“ ist bis Montag, 26. Juni, in Albstadt auf dem Mazmannplatz in Ebingen zu finden. „Remos Maskottchencircus“ ist ebenfalls für Kinder ab zwei Jahren geeignet. „Auch für Erwachsene wird es nicht langweilig“, verspricht Mandy Weisheit-Frank. Die Vorstellungen sind immer samstags und sonntags jeweils ab 17 Uhr. Es empfiehlt sich bereits um 16.30 Uhr dort zu sein. Tickets gibt es direkt vor Ort. Sie können aber auch telefonisch unter (0176) 84 72 77 79 reserviert werden. Die Vorstellungen dauern etwa 1,45 Stunden. Tickets gibt es ab 17 Euro (ermäßigt 15 Euro).
„Wir haben unsere Preise nicht erhöht“, obwohl die gestiegenen Kosten für Platzmiete, Strom, Wasser, et cetera getragen werden müssen. Doch Familie Frank möchte möglichst allen Familien einen Besuch im „Circus Dumbo“ ermöglichen.
www.remos-maskottchencircus.de
www.remos-huepfburgen.de









